Zock: „Sehe keinen Grund zur Kritik“

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Hiltrud Zock sieht keinen Grund, die aktuellen Verhandlungen zwischen CDU und Grünen zu kritisieren.

Bildquelle: Eric Thielen

TRIER. Hiltrud Zock, Kandidatin der CDU für die OB-Stichwahl am 12. Oktober, hat sich am Donnerstagabend zur lokalo-Anfrage hinsichtlich der aktuellen Diskussion über ein mögliches schwarz-grünes Bündnis (Das „Bündnispapier“) im Trierer Stadtrat und zur Debatte über die personelle Besetzung des Stadtvorstandes geäußert. Sie sehe keinen Grund, so Zock, Verhandlungen zwischen den Fraktionen zu kritisieren. Die Dezernate will sie „aufgabenbezogen strukturieren“.

„Im Trierer Stadtrat sind acht verschiedene Parteien und Gruppierungen vertreten. Dass hierbei mehrere Parteien über eine verbesserte Zusammenarbeit beraten, ist deren gutes Recht“, schreibt Zock in ihrer Antwort auf die lokalo-Anfrage. „Wenn CDU, SPD und Grüne als Fraktionen untereinander beraten, wie sie der Verantwortung gerecht werden können, die der Wähler diesen drei größten Fraktionen zugewiesen hat, sehe ich keinen Grund, dies zu kritisieren.“ Ferner sehe sie als OB-Kandidatin keine Veranlassung, dies inhaltlich zu bewerten, „da ich in diese Gespräche verständlicherweise nicht eingebunden bin“.

„Hinsichtlich der Notwendigkeit von Veränderungen im Stadtvorstand beziehungsweise in den Dezernatszuschnitten habe ich mich bereits mehrfach geäußert“, so Zock. „Ich bleibe bei meinem Vorschlag, die Dezernate aufgabenbezogen zu strukturieren und werde mich dafür auch einsetzen.“ Weiterhin werde sie als OB-Kandidatin „in den nächsten Tagen viele Ortsgespräche führen, um Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu beantworten, um für deren Vertrauen und deren Stimme bei der Stichwahl am 12. Oktober zu werben“. (red/et)

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26 KOMMENTARE

  1. “Im Trierer Stadtrat sind acht verschiedene Parteien und Gruppierungen vertreten. Dass hierbei mehrere Parteien über eine verbesserte Zusammenarbeit beraten, ist deren gutes Recht” sagt Hiltrud Zock. Da kann ich ihr nur zustimmen. Aktuell haben wir aber eine etwas andere Situation: Schwarz-Grün in Trier reklamiert in Trier für sich den Status einer exklusiven „VERANTWORTUNGSGEMEINSCHAFT“. Im Vorfeld zur finalen OB-Wahl hat diese Positionierung besonderes Gewicht. Der andererseits proklamierte grüne Verzicht auf eine Wahlempfehlung ist damit nicht vereinbar. Das in diesem Zuge entstandene Glaubwürdigkeitsdilemma der Trierer Grünen wird über die Grenzen der Stadt als die „Trierer Krankheit“ hinauswirken. Die landesweite Schwächung der Grünen darf man jetzt schon voraussagen. Schade eigentlich. Eine Anschlussprognose: Für die Grünen wird es 2016 dann bestenfalls nur noch eine Machtoption geben – den Schulterschluss mit der CDU, allerdings bei deutlich geschrumpfter Fraktionsstärke…Hessen läßt grüssen. Nach verlorener OB-Wahl wird Dr. Fred Konrad dann auch um sein Landtagsmandat bangen müssen…! Wenn Bernd Kasters Kalkül am 12.10. aufgeht, wird man dieser Rechnung im Hinblick auf 2016 taktische Intelligenz bescheinigen müssen. Kurz gesagt: Entlang dieser Linie geht es am 12.10. um Malu Dreyer oder Julia Klöckner… Kollateralschäden am armen Trier werden dabei in Kauf genommen!

  2. Sobald die CDU die nette Dame nicht mehr braucht wird sie fallen gelassen. Da wähle ich doch lieber Leibe, da weiß ich wenigstens um seine Kompetenz!

      • Ich glaube Frau Tracht meint die berufliche Kompetenz: Auf der einen Seite der erfahren Volljurist mit über 20 Jahren Verwaltungserfahrung , der bewiesen hat Ämter mit über 600 Mitarbeitern zu führen und auf der anderen Seite die Unternehmergattin mit einer Ausbildung im Bereich Werbung und dem Hobby einer Werbe-Lobby-Agentur.
        Mmh. Schwierige Entscheidung.

        • Sorry, kompetent sind beide. Die Kompetenzen liegen in unterschiedlichen Bereichen. Wo ist denn bspw. Leibes bisher gezeigtes Engagement? Der hat sich nur auf seine Karriere konzentriert. Und ist ein Jurist immer kompetenter als Absolventen anderer Berufe? Ein OB braucht schon ein paar mehr Kompetenzen, als nur Chef von Mitarbeitern sein zu wollen.

          • Sorry, ich suche und suche – aber Kompetenzen finde ich bei Frau Zock nicht wirklich: unternehmerisch hat sie keinen Erfolg, politische oder administrative Erfahrung hat sie keine, und Inhalte liefert sie auch nicht wirklich (Aussagen wie „wir müssen die Wirtschaft begeistern“ haben für mich keinen konkreten Inhalt). OK – viele Leute finden sie anscheinend sympathisch. Aber ist das eine Kompetenz??? Ich finde es schlicht faszinierend (bzw. eigentlich: beängstigend), dass wohl so viele Trierer Frau Zock als wählbar empfinden.

  3. Da es zu einer schwarz-grünen Koalition zu kommen scheint, gebietet es die reine Vernunft Leibe zu wählen. Man stelle sich einen Stadtvorstand aus OB Zock (CDU) , Baudezernentin Kaes-Torchiani (CDU) Sozialdezernentin Birk( Grüne) und dem dann wirklich bedauernswerten parteilosen Thomas Egger vor. Eben gestützt von einer sehr dünnen schwarz-grünen eher unwilligen Mehrheit – die intern schon um jeden Kompromiss ringen muss.

  4. 8 Jahre Stillstand, 8 Jahre runde Tische, 8 Jahre Verwaltungsverselbständigung, 8 Jahre Misswirtschaft, 8 Jahre Vetternwirtschaft, 8 Jahre………………Was bitte, soll denn unter einer neuen Oberbürgermeisterin schlechter werden?

  5. Sehr gut Herr Fischer, die Dame ist unwählbar, da sie nichts wie heite Luft verbreitet. Während Herr Leibe sich eindeutig geäußert hat kommen bei Frau Zock nur auswendig gelernte Sprechblasen in bester PR-Manier zum Vorschein.

      • @ lena abraham

        Pauschale Beamtenschelte ist wohlfeil und hier, finde ich, nicht angebracht. Denn bei Herrn Leibe – einer vor drei Geschäftsführern von 8.000 Mitarbeitern – handelt es sich nun eben nicht um einen Büroklammernzähler, sondern um jemanden mit umfassender Management-Erfahrung in einer großen Verwaltungsorganisation. Personalführung und -planung, Budgetplanung und -kontrolle, Weiterentwicklung der Organisation, Anpassung an neue Vorgaben und den demographischen Wandel, das sind komplexe Themen. Und Herr Leibe wäre nicht Geschäftsführer, wenn er dies nicht über viele Jahre sehr gut gemacht hätte.

        Vergleichen Sie das doch mal mit den Leistungen von Frau Zock, die im Durchschnitt mit ihrer kleinen Agentur Verluste macht, aber groß als „Unternehmerin“ daherkommt.

  6. Leider weiß die nette Frau nicht viel mit dem Wort Dezernat anzufangen, sonst hätte sie eventuell mal gesagt wie so ein Zuschnitt aussehen soll. Die Zuschneiderei wurde schon sehr oft gemacht. Besser wurde anscheinend nichts. Aber Worthülsen kann sie gut.

  7. Was genau meint Frau Zock, wenn sie „aufgabenbezogen strukturieren“ antwortet? Das ist schon wieder die Verweigerung einer klaren Antwort! Uns interessiert doch vor allem, ob die beiden – zu recht – heftig kritisierten Dezernentinnen TK und Birk weiter tätig sein werden, in welcher Struktur auch immer. Dazu erfahren wir aber nichts, dafür jedoch inhaltliche Beliebigkeit.

    Und dass wir von einer erfolglosen Kleinunternehmerin (7 Mitarbeiter hat sie angegeben im Wahlkampf, Erfolglosigkeit: siehe Handelsregister) keine Leistungen erwarten können, ist auch klar. Allein deswegen schon darf sie nicht OB werden. Also kann man nur Herrn Leibe wählen.

  8. Wenn Frau Zock erstmal Oberbürgermeisterin ist, dann herrscht auch Frieden im Stadtvorstand und Stadtrat. Denn dann werden die Meinungsverschiedenheiten zwischen Birk und KT einfach weggeherzt und weggebusselt. Zu Beginn jeder Stadtratsitzung wird auch ein festes Ritual als Zeichen der Liebe installiert. Erinnert mich irgendwie an den Protagonisten von „Das Parfum“. Ohje … Und wie der endete … Traurig …

  9. Wem immer noch nicht klar ist, das unter Zock die beiden Untragbaren weiter ihr Unwesen treiben werden, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen.

  10. Frau Zock hat also kein problem damit das die sie unterstützende Partei Bündnisgespräche mit den grünen führt. Es ist ihr offenbar egal. Was hätte ein OB wie Schröer dazu gesagt??? Wie naiv ist die Frau denn das sie nicht mal mitbekommt das ihr das nicht egal sein kann was cdu und grüne planen

  11. Sie hat keine Ahnung von dem was auf sie zukommt und kann sich dementsprechend auch nicht äußern. Selbst wenn, wie hier oft gemutmaßt, jemand anders Dinge vorsagt: der hat davon ebenfalls keine Ahnung, und davon eine ganze Menge.

  12. Hat Frau Zock jetzt eigentlich einen Hochschulabschluss oder nicht, würde mich ja echt mal interessieren. Sie tut immer so als ob und die Spatzen pfeifen was anderes….

    • Guter Punkt, denn das war längere Zeit unklar. Aber bei der Podiumsdiskussion am 24.9.2014 ist es klar gesagt worden von den Moderatoren: Sie hat keinen Hochschulabschluss, sondern nur ein paar Semester studiert.
      Daher ist die Frage eine andere: Warum hat sie keinen Hochschulabschluss? Hat sie abgebrochen aus Mangel an Interesse oder aus Einsicht, dass dieser Schuh vielleicht zu groß? (Diese Einsicht scheint jetzt zu fehlen.) Oder hat sie Prüfungen endgültig nicht bestanden? Das erfährt man nicht, und es ist ja auch egal für den OB-Job.
      Nicht egal ist, dass Frau Zock uns allen lange etwas vorgemacht hat mit dem Versuch, ein erfolgreiches Studium vorzuspiegeln statt zu ihrer Biographie zu stehen. Jedem, der ein Examen gemacht oder eine andere Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, ist das ein Schlag ins Gesicht. Wird aber „weggelächelt“.

      • Ja – das ist auch hier eindeutig nachzulesen: http://www.inmit.de/download/erfolgreich_die_eigene_chefin.pdf
        Es waren dann allerdings wohl doch nicht die endgültig nicht bestandenen Prüfungen, sondern schlicht andere Interessen (oder eben die Einsicht, dass es mit dem Studium nicht klappt).
        In dem Artikel findet sich (auf Seite 26 unten rechts) auch folgende interessante Passage:

        „Bei mir können das Geschäft und gute Bekanntschaften, in seltenen Fällen auch echte Freundschaften, durchaus miteinander verknüpft sein, vor allem wenn es sich beim anfänglichen Geschäftskontakt um Themen dreht, die mich auch privat stark interessieren“, schildert Hiltrud Zock ihren besonderen Stil im Umgang mit ihren Kunden, der sich vom klassischen Business-Gebot, Privates und Berufliches strikt zu trennen, bisweilen unterscheidet.

        Das kann man positiv sehen – oder auch nicht. Für mich fasst es das zusammen, wovor ich mich bei Frau Zock (unter anderem) fürchte: sie ist fest im „Trierer Filz“ vernetzt und vermischt private und berufliche Interessen. Das schränkt ihre Handlungsfähigkeit als OB massiv ein – sie wird nichts bewegen können sondern bestehende Abhängigkeiten einfach weiterführen (müssen).

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