Nagelbombe in Gerolstein gefunden – Anklage gegen 33-Jährigen

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Der gefundene Sprengkörper.

Bildquelle: Polizei Trier

TRIER. Die Staatsanwaltschaft Trier hat Anklage gegen einen 33 Jahre alten Mann aus Gerolstein wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz sowie wegen gewerbsmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zum Amtsgericht Wittlich erhoben.

Gegen den Angeschuldigten, der sich weiterhin in Untersuchungshaft befindet, besteht der hinreichende Tatverdacht, im Jahr 2013 in 33 Fällen jeweils zehn bis 15 Gramm Amphetamin gewinnbringend an einen Abnehmer verkauft zu haben. Ferner bewahrte er im Juni 2014 195 Gramm Amphetamin in seiner Wohnung in Gerolstein auf, die er gewinnbringend an Endkonsumenten weiterveräußern wollte, heißt es in einer Erklärung des leitenden Staatsanwalts.

Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung durch Beamte des Zollfahndungsamts Frankfurt am 3. Juni war darüber hinaus ein mit Stahlstiften ummantelter Sprengkörper gefunden worden, den der Angeschuldigte dort aufbewahrt hatte. Trotz umfangreicher Ermittlungen konnte nicht mit Bestimmtheit geklärt werden, wie der Angeschuldigte in dessen Besitz gelangt war. Seine Einlassung, den Sprengkörper von einem Bekannten erhalten zu haben, konnte im Rahmen der durchgeführten Ermittlungen nicht bestätigt werden.

Unklar geblieben ist auch, aus welchen Motiven der Angeschuldigte den Sprengkörper in seiner Wohnung aufbewahrte. Hinweise auf einen geplanten Sprengstoffanschlag sind nicht erlangt worden.

Der zu Beginn des Verfahrens im Raum stehende Verdacht einer rechtsextremen politischen Gesinnung des Angeschuldigten hat sich im Laufe des Ermittlungsverfahrens nicht erhärten lassen. Verbindungen in die rechtsextreme Szene sind nicht festgestellt worden, so Staatsanwalt Fritzen.

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