Theater Trier – Egger favorisiert Neubau am Augustiner – 40-Millionen-Schmerzgrenze

66

Bildquelle: Eric Thielen

TRIER. Thomas Egger favorisiert einen Neubau des Trierer Theaters am jetzigen Standort am Augustinerhof. Entsprechende Informationen bestätigte der Kulturdezernent der Stadt jetzt gegenüber lokalo. Demnach soll das weitere Vorgehen zunächst Anfang Oktober im Stadtvorstand und dann am 15. Oktober im Kulturausschuss beraten werden. Bis spätestens Ende des Jahres will der Dezernent seine Vorstellungen dem Stadtrat vortragen. „Dann möchte ich einen Grundsatzbeschluss vom Rat“, so Egger. Die Kosten sollen 40 Millionen Euro nicht überschreiten. Mit dem Land steht Egger in intensiven Gesprächen wegen der Finanzierung. Mainz soll einen Gutteil der Kosten tragen. „Ohne das Land geht nichts, wenn wir unsere Vorstellungen umsetzen wollen“, betont der Dezernent.

Die Frage war längst nicht mehr, ob, sondern nur noch wie und wann? Denn das Votum des Stadtrates war eindeutig: ein klares Bekenntnis zum Drei-Sparten-Haus. Bereits zuvor, aber auch nach der Entscheidung des Stadtparlaments schossen die Spekulationen ins Kraut: Neubau oder doch Sanierung des maroden Kulturtempels? Und was wird das kosten? Thomas Egger wusste, dass die Zeit drängt. Deshalb hatte der Dezernent mit seinen Fachleuten und Beratern auch in der Sommerpause am Konzept weitergearbeitet. Jetzt scheint alles auf die Neubauvariante hinauszulaufen und den Spekulationen damit ein Ende gesetzt zu sein.

„Ich favorisiere ganz klar einen Neubau am jetzigen Standort“, so Egger gegenüber lokalo. Die Überprüfung des Raumbedarfes für das Theater am Augustinerhof ist abgeschlossen. Alle Anzeichen sprechen laut Egger dafür, dass der Neubau gegenüber der Generalsanierung die wirtschaftlichere Alternative ist. Dabei musste auch die künstlerische Konzeption berücksichtigt werden. „Ich möchte gerne aus verschiedenen Gründen am Augustinerhof festhalten und will − vielleicht auch im Rahmen eines Architektenwettbewerbs – prüfen lassen, ob ein Neubau am Standort realisiert werden kann. Dabei wäre auch interessant zu erfahren, ob und wie die Grundstruktur und Teile des bisherigen Gebäudes erhalten werden können“, erläutert der Dezernent seine Überlegungen.

Auch hinsichtlich der Kosten wurde wild spekuliert. Zwischen 20 und 30 Millionen Euro standen im Raum. Schon 2008 nach einer Begehung zum Brand- und Versicherungsschutz wurden die Kosten laut Egger auf rund 18,5 Millionen geschätzt – für die reine Grundsanierung des alten Hauses, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert. Dann stieg die Summe auf 25 Millionen Euro, weil weitere dringend notwendige Baumaßnahmen eingeplant und auch aufgrund der zwischenzeitlichen Kostensteigerung eben mit höheren Kosten gerechnet werden musste. „Wenn man dann noch die komplette Erneuerung der Technik hinzurechnet, ist man mit 30 Millionen Euro wohl auf der sicheren Seite“, so Egger. Letztlich sagt der Dezernent aber auch, „dass die Ober- und absolute Schmerzgrenze bei 40 Millionen Euro liegt − alle andere wäre nicht vermittelbar“.

Angesichts dieser Summe ist die Stadt auf die massive Unterstützung des Landes angewiesen. Noch im Juli hatte Egger ein intensives Gespräch mit Kulturstaatssekretär Walter Schumacher geführt. „Das Land hat grundsätzlich seine Bereitschaft bekräftigt, uns unter die Arme zu greifen“, so der Dezernent. Im Gespräch mit Schumacher war aber nicht nur das Theater ein Thema, sondern auch die Erweiterung der Tufa, respektive die Zusammenarbeit zwischen Theater und Tuchfabrik. „Auch da gab es Signale des Landes, unsere Vorstellungen positiv zu begleiten“, sagt Egger.

Die Tage des alten Kulturtempels am Augustinerhof sind gezählt, er wird wohl einem Neubau weichen.
Die Tage des alten Kulturtempels am Augustinerhof sind gezählt, er wird wohl einem Neubau weichen.

Der Haken: Dem Mainzer Kulturministerium fehlt ein eigener Etat für Gebäude. „Also geht das nur über das Innenministerium“, so Egger. Dort existiert der sogenannte Investitionsstock. Bis zu 50 Prozent der förderungsfähigen Kosten könnten darüber abgedeckt werden. Inwieweit sich weiteres Geld auch über die EFRE-Mittel der Europäischen Union generieren ließe, müsste zudem geprüft werden. Der Vorteil hier: Bis zu 90 Prozent Förderung sind möglich. Auch diese Mittel müsste die Stadt über das Land beantragen. Insbesondere im Hinblick auf die Erweiterungsidee zur Tufa war das schon einmal Thema.

Bleibt nur noch die Frage nach der künftigen Rechtsform des Trierer Theaters. Ursprünglich hatte Egger eine GmbH favorisiert. Doch inzwischen tendiert der Dezernent zu einer „Anstalt des öffentlichen Rechts“ (AöR) – analog zu den Stadtwerken − und schloss sich damit schließlich der Auffassung der städtischen Personalrates an. Der hatte eine AöR favorisiert. „Die sonstigen Unterschiede sind aber von untergeordneter Bedeutung“, so Egger, „sodass eine AöR sicherlich die beste Alternative ist, auch wenn der Personalrat etwa bei der Frage des Stimmrechts der Mitarbeiter im Aufsichtsrat auch auf Rechte verzichtet.“

Seinen neuen Intendanten Karl Sibelius will Egger übrigens erst im kommenden Jahr offiziell vorstellen. Der Österreicher arbeitet aktuell bereits am Spielplan für seine erste Saison am Trierer Theater – dann 2015/2016, wenn er Gerhard Weber nachfolgt. „Es ist guter Brauch, dass der Spielplan erst dem Dezernenten und dann dem Kulturausschuss vorgelegt und schließlich der Öffentlichkeit präsentiert wird“, sagt Egger. Von daher werde er Intendant und Spielplan zusammen vorstellen. Einer intensiveren Zusammenarbeit zwischen Theater und Tufa steht Sibelius laut Egger positiv gegenüber. „Das war auch ein wichtiger Gegenstand der Bewerbungsgespräche“, erklärt der Dezernent. „Und Karl Sibelius will ja eine Sparte ‚Bürgertheater‘ – von daher passt das“, so Egger. (et)

Jetzt lokalo liken und keine News verpassen!

66 KOMMENTARE

  1. Ich kenne mich ja nicht wirklich aus, aber warum muss ein Intendant seinen Spielplan erst dem Dezernenten und dann dem Kulturausschuss VORLEGEN?

    • Der Indendant hat die gleiche Funktion wie ein Amtsleiter. Übrigens das Amt mit dem meisten Personal.
      Und da ist es nunmal so, das man seinem Chef die Pläne vorlegt.

  2. 40 Millionen, für ein permanentes Zusatzgeschäft?
    Wo Schulen, Kindergärten,Sporthallen verrotten?
    Warum ist dieser Mann, nicht noch in Vaterschaftsurlaub geblieben?

  3. So so, Herr Egger möchte noch mehr Millionen Steuergelder in den Sand setzen für etwas was seinen Lebtag noch keinen Gewinn abgeworfen hat und auch in Zukunft nicht sein wird.

    Herr Egger gehört verbannt bis in alle Ewigkeit, denn die wahren Propleme dieser Stadt haben ihn noch nie interressiert und werden es auch nie.
    Wie heißt es doch, das Geld liegt auf der Straße. 20-30 neue Ordnungskräfte einstellen und das Geld ist dazu in 1-2 Jahren drinne., denn kann er von mir aus so n überflüssigen Blödsinn bauen.
    Aber Herr Egger will ja nicht; eben am Stockplatz vorbeigekommen, alles rappelvoll mit Falschparkern wieder, aber nee, Eggert und Schergen interressiert sowas ja noch nie.

    • Kurti, auf dem Stockplatz haben Anwohner, die dafür Geld an die Stadt zahlen, Parkrecht. Woher weißt Du, dass das Falschparker sind?

  4. Am Augustiner ein Neubau, aha. Da kann ja jemand große Töne spucken, der vor dem Dezernentenamt nicht einmal 4000 € im Monat hatte. Parkplätze auch Mangelware. Naja, ehemaliger FDPler. Wer weiß wohin die Reise in einigen Wochen geht und welches Fähnchen dann geschwenkt wird!

    • Trierer wieso sind am Augustiner Parkplätze Mangelware? Da ist zu einem direkt der Augustinerparkplatz zum zweiten ist oben in der ehm. Hindenburgstraße die Einfahrt in das Viehmarkt-Parkhaus.

  5. Wollte ich auch grade schreiben:
    Kriegt keine Kohle, um 6 neue Politessen einzusammeln und will dann 40 Mio. raushauen!
    Was soll das bitteschön?

    • Geht ein Mann zur Bank. Sagt: „Ich brauche einen Kredit.“ Sagt der Bankmensch: „Wie wärs mit 40 Millionen? Gar kein Problem. Bitteschön.“ sagt der Mann: “ Nene, 1000 Euro würden mir reichen.“
      darauf der Bankmensch: “ 1000 Euro? Das wird schwierig! Haben Sie Sicherheiten? „

  6. Na ja . Wer einem neuen Intendanten genehmigt hunderttausende auszugeben, um Abfindungen und anfallende Sozialleistungen für nicht verlängerte Künstler auszugeben, bei dem scheint der Realitätsverlust ja nicht mehr aufzuhalten zu sein. 40! Millionen. Wer nur annähernd mit der Materie befasst ist, weiß dass dies eine unsinnige und nicht vermittelbare Summe ist für einen Theaterneubau. Zudem eine absolut nicht notwendige. Sollte es nicht darum gehen Kräfte zu bündeln in einer Kommune wie Trier. Wie kann das, das Ergebnis sein, von hoch aufgehängten Kuluturpolitischen Leitlinien. Weiß das eigentlich jemand, dass diese Kommune aufkommen muss, dafür das ein Großteil künstlerisch unangreifbarer Tänzer, Schauspieler, Sänger, Dramaturgen, Assistenten und und und in die Arbeitslosigkeit entlassen wird? Und das unter dem Deckmantel des künstlerischen Neuanfangs. Gibt es nicht so etwas wie Fürsorgepflicht des Arbeitgebers? Und das ist im Falle der Mitarbeiter des Theaters nun mal die Stadt Trier und die verantwortlichen Politiker. Es ist endlich an der Zeit öffentlich zu diskutieren, wo wirklich Geld verbrannt wird. Dies wird natürlich nicht von Seiten der Politik gewollt sein. Wie kann man es auch Menschen übel nehmen, die durch Parteiproporz in Kulturausschüsse gewählt werden, aber natürlich von den Abläufen und Eigenarten eines jeden Kulturbetriebes nicht die geringste Ahnung haben. Es wird sich wohl erst etwas ändern, wenn einmal wirklich Klartext gesprochen werden könnte. Doch die, die es könnten, werden ja nicht gefragt, sondern es werden selbsternannte, willige Sogenannte Kulturmanager in Ämter gehoben, um da weiter zu machen , wo man schon seit Jahren stillsteht. Gute Nacht Kulturland Deutschland.

  7. @jupiter: haben Sie schon mal ein Theater gebaut? Das bedeutet eine Riesenchance für den Standort Trier und nur weil Sie offensichtlich vom neuen Intendanten nicht verlängert wurden, wettern Sie unter falschen Namen hier gegen das Theater Trier, für das Sie sich ach so eingesetzt haben. Jupiter: aus Ihrem Kommentar spricht gekränkte Eitelkeit!
    Der neue Intendant hat den Auftrag ein Mehrspartenhaus zu leiten und dass er so viele nicht verlängert hat kann ich als Abonnent nur zu gut verstehen: Das Theater braucht einen Wechsel und auf keinen Fall solche Unkenrufer wie Sie. Nun ist Vision und Kompetenz gefragt. Sibelius ist der richtige Mann. Trier braucht ein Theater, Sie brauchen wir nicht.

    • Guten morgen Hans Otto, weit gefehlt. Es handelt sich bei mir nicht um einen nicht verlängerten Künstler des Theaters Trier, sondern um einen besorgten Bürger, der nicht einmal in Ihrer wunderschönen Stadt wohnt, sondern nur von außen beobachtet und bedauert, wie die Bürger der Stadt am Nasenring durch die Manege geführt werden. Wünsche Ihnen einen erhellenden Tag und empfehle zur Lektüre den NV Solo und einschlägige Literatur über Theaterneubauten, damit sie ungefähr einschätzen können, was Sie der Mut zur Veränderung, die Visionen und die angebliche Kompetenz so kosten.

  8. @Jupiter: Ja, wir brauchen ein funktionsfähiges Theater, wir brauchen Kultur und wir brauchen einen Mann wie Sibelius, der Mut zur Veränderung und Fachwissen und Kompetenz hat. Endlich tut sich was!
    Sie Jupiter, oder wie auch immer Sie sich nennen, sollten sich etwas zurückhalten. Es ist zu offensichtlich, dass sie einfach sauer sind, weil sie nicht verlängert wurden. Wenn Sie der Künstler sind, von dem ich glaube, dass sie es sind, tut der neue Intendant sehr gut daran, Sie vor die Tür zu setzen.

    • @ hans otto:

      Wer ist denn überhaupt „wir“ bei „Ja, wir brauchen ein funktionsfähiges Theater,…“?

      Sicherlich nicht nicht die Trierer Bügerschaft. Was vor 100 oder 50 Jahren im Sinne der Bürgerschaft gebaut, veranstaltet oder betrieben wurde muss heute 2014 nicht mehr unbedingt deren Wunsch sein.

    • Was wir zunächst mal brauchen sind :bewohnbare Wohnungen, Sichere und Saubere Schulen, Kindergärten,Sichere Straßen, Spielplätze, Drei neue Feuerwachen usw .
      Und dwenn dann noch Geld da ist, dann kann man ja mal Gucken ob im Theater neue tapete dran kommt.

      • Da werden Sie und andere Bürger sich die Zähne ausbeißen. Diese Theaterleute haben eine große Lobby bei Bürgern, die viel Einfluß haben und nun mal keine 150 Euro für ihr abendliches, hoch künstlerisches Vergnügen zahlen wollen.

    • Ich kann mir nicht helfen, aber das alles habe ich doch schon mal gelesen. Damals in der PNP im Rottaler Anzeiger. Genau der gleiche Duktus, denau die gleichen Argumente und genau die gleichen Vorwürfe an die Rottaler Bürger, die kein Theater brauchen oder dafür nicht zahlen wollen. Armes Trier.

  9. Lieber Hans Otto, noch ein paar Dinge zur Klarstellung. Jeder Künstler, der an einem deutschen Theater einen NV Solo unterschriebt, ist sich klar, dass er sich damit tarifvertragsrechtlich am unteren Ende der Nahrungskette befindet. Wissen Sie, der hier von Neuanfang und Visionen und Mut zur Veränderung spricht, auf wessen Schultern diese Dinge ausgetragen werden? Kennen Sie die Mindestgage für einen nach NV Solo am Theater Beschäftigten Künstler? Künstler, das sind diejenigen, die Ihnen und uns allen am Abend als Zuschauer dieses einmalige Erlebnis bieten, eintauchen zu dürfen in die Welt des Theaters, des Tanzes oder der Oper. Nach meiner Beobachtung gehen die an Ihrem Theater engagierten Künstler, ohne Ausnahme, mit der Situation ab nächster Spielzeit wahrscheinlich zum größten Teil auf der Strasse zu stehen, mit höchster Professionalität um und bieten Ihnen auch in dieser schweren Spielzeit des Übergangs, jeden Abend Theater auf einem, für ein Stadttheater wie Trier, doch sehr beachtlichen Niveau. Wie können Sie von einer Chance für den Standort Trier reden, einer Kommune, die wie soviele andere auch, am Rande des finanziellen Kollapses steht. Eine Chance auf einen weiteren nicht zu kalkulierenden Kostenapparat? Glauben Sie ernsthaft, dass es gerade hier gelingt, Vorgaben zu erfüllen und im veranschlagten Rahmen bei einem Theaterneubau zu bleiben. Ich würde viel dafür geben, wenn sich eine Stadt wie Trier einen solchen Neubau leisten könnte, allein um die Bedingungen für die Künstler zu verändern. Waren Sie schon einmal im Künstlerbereich eines Theaters? Haben Sie eine Vorstellung, wie es an vielen Theatern dort aussieht? Garderoben, Sanitäre Anlagen, Probebühnen und so weiter? Ich glaube nicht, dass Sie dort arbeiten wollten. Und Trier steht da wahrlich nicht alleine. Es sieht an vielen Bühnen ähnlich aus. Das einzige was Sie und wir tun können ist: Ins Theater gehen, Präsenz zeigen, zeigen, dass man zu seinem Theater und seinen Künstlern steht. Jeder Experte wird ihnen bestätigen, dass die Grundsanierung eines bestehenden Baukörpers zu einem Bruchteil dessen zu verwirklichen ist, was der Neubau eines Hauses kosten würde, der letztlich im Moment doch nur als Denkmal für Politiker und andere Entscheidungsträger dienen wird. Ein Theater hat Geschichte, Ihres eine nun fünfzigjährige, die ein Bau auch erzählt und die ein Theater lebendig sein lässt. Viele andere Häuser in Europa zeigen, dass bei pfleglicher Behandlung und verantwortungsvoller Sanierung, diese Geschichte auch weit mehr als fünfzig Jahre weitergelebt werden kann. Glauben Sie bitte nicht, dass es hier um Verhinderung geht. Es geht um Vernunft und Augenmaß für das zur Zeit mögliche und notwendige. Und notwendig ist sicherlich nicht, dass es von Seiten der Politik erlaubt wird, dass ein neue Theaterleitung durch die nicht Verlängerung von Verträgen, Abfindungen, die sich aus dem Tarifvertrag ergeben, in Höhe von Minimum 200.000,00 € zu zahlen hat. Die tatsächlich Höhe dürfte deutlich darüber liegen. Bei dieser Zahl ist lediglich die Mindestgage und eine unter vierjährige Zugehörigkeit zum Theater kalkuliert. Diese 200.000,00 € zum Beispiel in menschenwürdige Garderoben und Sanitäranlagen zu stecken, wäre sicherlich deutlich zielbringender gewesen, zumal der örtliche Sanitärunternehmer auch noch etwas davon gehabt hätte, und mit ihm die Kommune. Und dieses Rad wird sich weiter drehen, wenn die Künstler, welche sozial in Ihrer Stadt verwurzelt sind, trotz Arbeitslosigkeit hier wohnen bleiben, und Kunden des Sozialsystems werden, anstatt, auch unter einer neuen Leitung, weiter Leistungen künstlerischer, aber auch geldwerter Art für Ihre Kommune zu erbringen! Es gehört auch zu den Aufgaben eines Theaterleiters sich mit jedem Künstler auseinander zu setzen. Leider sieht der Tarifvertrag diese Auseinandersetzung im Falle des Intendantenwechsels nicht vor. Hier kann ohne Ansehen der künstlerischen Leistung, nur aus dem Grunde des Leitungswechsels, ein verdienter Künstler, der ja auch einen Identifikationsfaktor für Sie als Besucher darstellt, auf die Strasse gesetzt werden. Ich kann dem neuen Intendanten nur ganz viel Glück wünschen, bei der Auswahl des neuen Teams für Ihr Haus. Die bisher hier engagierten Künstler haben die Latte jedenfalls hoch gelegt. Nun aber wünsche ich Ihnen einen schönen Tag, und wenn Sie Zeit haben beschäftigen Sie sich mal mit diesen Dingen und lesen sich ein wenig in die Materie ein. Ach ja, und zu dem neuen Visionär, den Sie in Ihrer Stadt erwarten, empfehle ich folgenden Link: http://www.emaa.uzh.ch/studiengang/gebuehren.html ;-))
    Soviel zu Kompetenz. Geht auch mit der Brieftasche zu erwerben. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag.

  10. @hans otto: nur noch kurz zur Info: der Neubau der Staatsoperette Dresden (der einzige bedeutende Theaterneubau momentan in Deutschland) liegt momentan bei 62 Millionen Euro!! Ach ja Gütersloh bekam vor vier Jahren auch ein neues Haus. Da ging es aber für 25 Millionen. Gütersloh? Klingelt doch bestimmt auch bei Ihnen, wer da wohl mitbezahlt hat. Haben Sie sowas auch in Trier? Ich glaube nicht!

  11. Die Sache ist und bleibt doch letzendlich ganz einfach, das Theater ist und bleibt ein Zuschussgeschäft ob ich da n Neubau hinsetze oder nicht.
    Trier steht in Deutschland mit an oberster Stelle mit der Pro-Kopf-Verschuldung. Schlüssel umdrehen und wegwerfen, das einzige was übrig bleibt. Die Kommunen sind durch die Reihe verschuldet und was hat das zur Folge bei solchen und vielen anderen Sachen weil sie nur ein Zuschussgeschäft sind, es werden neue Steuern und Gebühren erfunden und erhöht und der kleine Mann auf der Straße darf wieder bluten.

  12. @alle: die Erfahrung aus gleich gelagerten Fällen zeigt doch folgende, von der Politik gewollte und von, im übrigen verständlicherweise, auf ihre Karriere bedachten sogenannten Kulturmanagern ausgeführte, Entwicklungen für Ihre Stadt auf: erst einmal wird sich des lang engagierten Ensembles entledigt (weil angeblich zu teuer), dann werden jeweils mit nur mit Stück- oder Teilspielzeitverträgen ausgestattete Künstlern (die sind ja noch billiger, weil sie nicht in den Tarifvertrag fallen und den Sommer über nicht bezahlt werden müssen), für zwei/drei/vier Jahre in einer Ausweichspielstätte „modernes“ Theater gemacht, bis der garantiert multifunktionale Theaterneubau fertig ist. Die marode Europahalle kann geschlossen werden, das neue multifunktionale Theater wird zur Bespielstätte auswärtiger Gastspieltruppen und Sie, die Bürger der Stadt Trier, sind Ihr Theater mit eigenem Ensemble, für das Sie im vergangenen Jahr noch auf die Straße gegangen sind, los. Dafür können Sie aber Helene Fischer oder die original Oberkrainer in einem Neubau erleben. Im übrigen hat der designierte selbsternannte Ermöglicher ja die gesamte Ensemblestruktur, einschließlich des Orchesters, schon öffentlich selbst in Frage gestellt: „Auf der Internetseite “Nachtkritik” sagt Sibelius: “Man muss sich fragen: braucht man 48 Musiker?” Und er stellt im selben Atemzug auch die Frage nach der Notwendigkeit der übrigen Ensemblemitglieder, der Schauspieler und Sänger. “ Nur damit Sie eine ungefähre Vorstellung haben wohin die Reise in Ihrer Stadt gehen wird.

  13. @ jupiter:
    Was bringt Ihnen die Hetze gegen den neuen Theatermann. Wenn Sie so informiert sind, wissen Sie auch, dass Sibelius immer betont hat, alle Stellen nachzubesetzen und ein Ensembletheater zu führen. Sibelius ist einer der erfolgreichsten Theatermacher und seine Mitarbeiter schwärmen von ihm als Teamplayer und Ermöglicher. Warum er so viele nicht verlängert hat, kann ich als Theaterbesucher sehr gut nachvollziehen. Trier braucht einen Wechsel, auch am Theater. Da können Sie polemisieren so viel Sie wollen.

  14. @abonennt(komische Rechtschreibung :-))
    Es geht hier nicht um Hetze gegen irgendjemand. Es geht darum Tatsachen, die der Öffentlichkeit vorenthalten werden oder die den meisten Bürgern auch gar nicht bewusst sind, in das richtige Licht zu rücken. Ich kann und werde die bisherige Arbeit des neuen Theatermannes, wie Sie ihn nennen, nicht bewerten, weil ich Sie nicht kenne. Täte ich es, würde ich mich von der sachlichen Ebene wegbewegen und das kann nie Sinn einer öffentlichen, der Sache dienenden, Diskussion sein. Ihre Meinung, dass es richtig war viele Künstler nicht zu verlängern steht Ihnen selbstverständlich auch zu. Die sind, wie wir alle wissen, subjektive Eindrücke. Dem einen gefällt es, dem anderen nicht. Eine persönliche Frage an Sie: Wie fänden Sie es, wenn Ihr Chef Sie zu einem Gespräch einladen würde, Ihnen mitteilt, dass er in Zukunft auf Ihre Arbeitskraft verzichten wird und Sie dabei in kurzen Hosen empfängt? Ich möchte niemandem vorschreiben, wie er sich kleidet und auch Geschmack ist subjektiv, aber ein Merkmal eines Teamplayers, wie Sie ihn nennen, ist sicherlich auch Respekt vor den Mitspielern, auch wenn er sie auswechseln will!!
    Noch einmal: gegen niemanden soll gehetzt werden. Ich wünsche dem Ermöglicher von Herzen, dass alles gut geht, weil mir Theater grundsätzlich am Herzen liegt. Es geht hier lediglich um eine sachliche Betrachtung aller Facetten dieser Umbruchzeit in Ihrer Stadt!! Und die Fairness gebietet es, auch den vermeintlich schwachen in diesem Prozess ein Sprachrohr zu bieten! Und das sind letztendlich neben den Künstlern auch Sie, als Bürger dieser Stadt, wenn Sie nicht voll und ganz aufgeklärt sind!

  15. @jupiter: Wenn Sie schon die Aussagen von jemandem, der derzeit noch in Trier engagiert ist, 1:1 aus Facebook übernehmen, sollten sie besagten Herrn, der ständig gegen das neue Team hetzt wenigstens zitieren. Wenn Sie selbst derjenige sind, sollten Sie die Größe haben, dazu zu stehen.

  16. @abonennt (freu mich immer, wenn ich es so schreiben kann): die Nachbesetzungen im Ensemble, wozu ja auch Spartenleiter gehören, ist ja schon in vollem Gang. Zwei neue Ballettleiter (bisher einer), eine neue Operndirektorin (bisher keiner) ein neuer stellvertretender Intendant und Kommunikationschef (was ist das denn?) (bisher nicht vorhandene Stellen) sind ja schon engagiert. Diese wahrscheinlich hochverdienten und qualifizierten Kollegen arbeiten aller Voraussicht nach jedoch leider nicht für unter 2.000,00 € brutto im Monat, wie es viele Künstler tun. Jetzt eine sachliche Frage an Sie: Was meinen Sie, wo bei betriebswirtschaftlicher Herangehensweise, das für diese Stellen aufzubringende Geld wohl eingespart wird?

  17. @jupiter: Zum Thema Fairness: Herr Sibelius hat bei den Nichtverlängerungsgesprächen Anzüge getragen, ja es gibt auch Business Anzüge mit kurzen Hosen, die man bei über 30Grad auch tragen darf. Herr Sibelius hatte ein Stipendium an der Universität Zürich. Herr Sibelius ist dort mittlerweile auch als Dozent und übrigens auch am Mozarteum Salzburg tätig gewsesen, ebenso an der LMU in München. Immer zu den Themen wirtschaftliche Theaterführung. Weiters hat er ein Sozialwissenschaftliches Grundstudium absolviert, hat seine Doktorarbeit abgegeben und ist als Mitglied des Think Tanks für den Theaterneubau in Luzern tätig u.v.a. Das alles kann man im Internet nachlesen und auch hier posten, wenn man fair sein will. Auch, dass er den bayerischen Theaterpreis als ausgezeichneter Theaterleiter gewonnen hat und die Zeitschrift Die deutsche Bühne sein Theater zum innovativsten Haus abseits der Zentren gewählt hat, soll hier erwähnt sein. Ich freue mich auf ihn und bin sehr froh, wenn ein neues Team frischen Wind in dieses Gemäuer bringt.

    • Nicht böse sein: Aber wenn ich mir die obige Ausdrucksweise so ansehe, erinnert mich diese an diverse Posts im Rottaler Anzeiger (PNP). Damals wurde mit Karl Sibelius, Theater oder Rose Devine unterzeichnet.

  18. @jupiter
    so viel ich weiß, gibt es mit Susanne Linke eine Leiterin der Sparte Tanz.
    Einen Operndirektor braucht dieses Haus mehr als dringend.
    Und laut Ausschreibung ist der neue Intendant auch kaufmännischer Leiter und Personalleiter, da spart sich die Stadt also zwei hochdotierte Posten und bündelt die Kompetenzen, was ich in diesem Fall auch für richtig erachte.

  19. @ Solidarität : noch einmal ich bin kein Betroffener, sondern ein besorgter Bürger und Steuerzahler. Vielleicht kommen Sie ja auch auf die Idee, dass ich auf Facebook zitiert werde.
    Zu den Verdiensten und der Qualifikation werde ich mich nicht äußern, da ich sie selber mangels persönlicher Kenntnis nicht einordnen kann und auch nicht bewerten kann. Es geht, wie schon mehrfach erwähnt , um sachliche Berichterstattung von allen Seiten.
    @abonennt:-)) lesen sie mal genau nach, wie die neue Ballettleitung ausgestattet ist. Und was wird gebündelt wenn man einen stv. Und Kommunikationschef für einen Verwaltungsleiter einstellt?

  20. Bevor nicht alle Sporthallen instand gesetzt wurden und die Bereiche Jugend, Bildung und Sport nicht wieder auf festen Füssen stehen: Kein Cent fürs Theater!

    Das Theater ist LUXUS für eine kleine Minderheit in Trier, stellt aber den GRÖSSTEN (!!!!!!) Unkostenfaktor im städtischen Haushalt dar. Deshalb: Rigoros Theater dicht oder soweit abspecken, dass sich die mittlerweile 7 Mio. Euro jährlich (!!!) auf einen Bruchteil dessen reduzieren.

    Ein ganz klares Nein zum Neubau oder sonstigen unsinnigen Investitionen!!!

  21. Nach dem „Studium“ dieser Kommentare ist mir klar: Da kommt der richtige Mann für ein Theater, welches die Region braucht und der mit Widerstand bestens umgehen kann.

    • Deshalb ist er ja aus dem Rottal demnächst weg. Der Gegenwind war zu groß und wie es aussieht wird es in Trier nicht anders sein. 40 Mio für einen Musenpalast! Respekt Trier, wenn ihr sonst nix braucht. Dieser Herr Sibelius polarisiert gewaltig und auf der Strecke bleibt der Bürger, der so eine subventionierte Kultur bezahlt, die er nicht will, nicht versteht und nicht nutzt. Übrigens: Irgendwann kommen dann für die Kritiker die Begriffe Kulturbanause, Homophobie, RTL Gucker, Bildzeitungsleser usw.

  22. Da hier nur von Widerstand und gar Hetze die Rede ist, um beides gehts ganz und gar nicht, verabschiede ich mich aus der Diskussion und wünsche der Stadt Trier und dem Theater insbesondere und der neuen Leitung alles erdenklich gute.

  23. Come back to the point: bis zu 40 Mios für ein Theater, egal ob aus überschuldeten Stadt- oder Länderhaushalten, ist bei verfallenden Turnhalten schlichtweg Wahnsinn.

  24. Es ist so traurig das die „Gegner“ es einfach nicht verstehen, dieses Theater bedeutet so viel mehr für Trier,
    es ist eben nicht nur Spielstätte für ein paar wenige Bürger.
    Aber es werden immer nur die Kosten gesehen und diese in allerbester BILD/RTL Manier runtergeleiert.
    Theater war und ist schon immer ein Geschäft welches sich nicht selbst finanzieren kann.

    • Jede Eintrittskarte wird mit ca. 130 Euro subventioniert, nur vom Stadtbürger. Ich bin nicht dafür einem Schweicher oder Saarburger sein Ticket zu finanzieren, was gehen mich als Trierer diese Leute an?

    • Schulschließungen, Friedhofsschließungen, kaputte Straßen: Alles wird nur über die Kosten gesehen.
      Warum soll man dann das Theater ausklammern?
      Wie erklären Sie es einer Mutter, das ihr Kind im Feuer verbrannt ist, nur weil die Feuerwehr nicht schnell genug da war weil die alten Feuerwehrautos nicht angesprungen sind und dann auf den schlechten Straßen nicht schnell genug voran kommen? Sie würden der Frau dann bestimmt als Trost eine Freikarte fürs neue Theater schenken?!

  25. Soso Herr Egger, wohl Euro-Milion gespiel und nix gesagt;-)
    Mmh, gucken wir doch mal in Ihr Dezernat:
    -Die Feuerwehr braucht eine neue Hauptwache und neue Häuser in Irsch und Mitte/Süd ( zusammen ca. 20 Mio)
    – Von Ihrem Fahrzeug-Konzept steht noch nicht die Hälfte der Autos auf dem Hof( zusammen ca. 2-3 Mio)
    -Der Kommunalevollzug braucht mindestens mal noch 10 Beamte um seinen Aufgaben halbwegs gerecht zu werden
    -Für die Verkehrsüberwachung gilt das neue ( zusammen ca. 1 Mio/Jahr)
    Hinzu kommen bei den anderen dezernaten Investitionen von ca. 60 Mio für die Wohnungen, ca. 40 Mio für die Straßeninstandsetzung/Neubau, ca. 60 Mio. für sanierung Sportstätten und Schulen, ca. 5 Mio sanierung der Kinderspielplätze und sonstiger Kleinkram.
    Und da wollen Sie ein neues Theater bauen?
    Kann es sein, das Sie sich schon gedanklich von Ihrem Posten verabschiedet haben und nun dem neunen OB a.) ein kollosales Ei ins Nest legen wollen oder b.) wirklich daran glauben ?

  26. @Solidarität (ein großes Wort!!): eine Satz in Ihre Richtung sei noch erlaubt: Es ist eine Frage von nicht vorhandener Fairness und schlechtem Geschmack, einen Künstler des Theaters hier in diesem Blog namentlich in Misskredit zu bringen und haltlose Verdächtigungen auszusprechen. Und dies unter dem Deckmantel eines alias „Solidarität“. Sie sollten sich mit Ihrem vollen Namen bei diesem Künstler dafür entschuldigen!!

  27. @jupiter: besagter Künstler sollte sich bei sehr vielen Menschen entschuldigen, zuallererst beim designierten Intendanten.

  28. Herr S.( = oder plus Solidarität, abonennt, Hans Otto) Lesen Sie Jupiters sachliche und begründete kritische Ausführungen zur Theaterproblematik. Da ist nichts von Hetze, Hass oder Verunglimpfung zu lesen. Ein solches Bauprojekt sowie Ihre ganze kommende Intendanz in Trier darf und sollte kritisch diskutiert werden in der Öffentlichkeit. Zu den Fakten äußern Sie sich kaum, stattdessen die sich wiederholenden Aufzählung Ihrer Vita und Verdienste anderswo. Fakten haben Sie bisher mit der Entlassung von drei kompletten Ensembles geschaffen.
    Im gesellschaftlichen Sinn bezeichnet man als Hetze unsachliche und verunglimpfende Äußerungen zu dem Zweck, Hass gegen Personen oder Gruppen hervorzurufen, Ängste vor ihnen zu schüren, sie zu diffamieren oder zu dämonisieren. Maulkorb wie in der DDR- nein danke! Das ist zum Glück vorbei. Wozu dann Zurückhaltung? In diesem Sinne einen schönen Tag der Einheit.

  29. Und zum wiederholten Male nachdem ich wieder gesehen habe was heute ist.
    Egger möchte ein Luftschloss von 40 Mio bauen was schon vor der Grundsteinlegung pleite ist.
    Was ist Herr Egger, angeblich Chef für Sicherheit und Ordnung, oder ?

    http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=795470-1412439526.jpg

    Nachdem was ich heute wieder gesehen habe ist Herr Egger einfach ein nichts und sollte nach L.A. auwandern und von der Brücke springen.

    Da wo man z.B. heute wieder Unsummen an Kohle hätte vedienen können mit den tausenden von Falschparkern wieder, nur Eggers Kontrolltruppen; ja wo waren sie denn, wo sind si denn ?
    Zehntausende hätte man heute wieder verdienen können und dann kommt ein Dezernentchef daher
    mizt solchen Hirngespinsten.
    Aber Schulden machen ist ja einfacher wie Geld verdienen!

    • Moment, da kann Herr Egger ja nichts dafür, das heute keine Kontrollen stattgefunden haben. das ist einzig und alleine die schuld des Personalrates der Verwaltung, die der Arbeit zu „ungünstigen“ Zeiten nicht zugestimmt hat. Das Amt hatte schon nicht genug Personal, da war Herr Egger noch Student.

  30. Einen Gruß aus dem Rottal nach Trier. Auch wir haben marode Straßen und Schulen. Auch wir haben ein Theater, das einzige Landkreistheater in Deutschland. Seit 2 Jahren haben wir einen neuen Intendanten, der sich damit brüstet etwas ganz Neues geschaffen zu haben. Zuerst hat er wie es jetzt auch in Trier kommen soll, Leute entlassen und dann ein ganz neues Geschäftsmodell geschaffen. Stücke zum Teil in kleinen Dependancen aufführen und dann behaupten die Auslastung sei gestiegen. Das „große Haus“ ist selten ausverkauft, so wie am Wochenende halb voll und mit einigen nicht zahlenden Zuschauern. Anfangs kamen mehr Zuschauer um den Exoten Karl M.Sibelius zu sehen, der nach den Vorstellungen im Theaterkaffee mit High Heels und Im Abendkleid zugegebenermaßen sehr charmant mit den dagebliebenen Theaterbegeisterten plauderte. Als er aber sein Alter Ego „Rose Devine“ per Zeitungsartikel und vor dem Kreistag zur Künstlerischen Leiterin erklärte, verlor er doch sehr viele treue Theatergeher und das bis heute. Das letze unverständlicheEreignis war aber die „Kritikerin“ Fräulein Weiler. Eine ungeklärte Sache, die sogar unserem Monopolblatt PNP (Passauer Neue Presse) zu viel war. Näheres darf man nicht erörtern, da man es sonst mit Rechtswanwälten zu tun bekommt.

  31. @Bastian: Auch von mir Danke für die Erläuterungen. Auch mich wundern diese Vorgänge nicht. Alles nur irgendwie peinlich und unappetitlich. Ob das den Stadtverantwortlichen uberhaupt klar ist, wen sie da als kunftigen Chef des Musentempels pardon Ermöglicher engagiert haben? Oder soll der Kahn absichtlich absaufen? Ist es dem Orchester klar, dass er verbal auch schon an deren Stuhl gesägt hat? Höchst beunruhigend.

  32. Wir diskutieren in Jena auch über die hohe Kunst des Geld-ausgebens. 6 Mio fließen jedes Jahr allein in die Philharmonie während es weder Geld noch bezahlbare Räume für freie Künstler, die Soziokultur, Breitensport , halt dem Neuen gibt. die Gelder für die „Hochkultur“ verhindert neue Kunst, das Kreative, das Moderne. Wer bitte geht denn noch ins Theater? Viel wichtiger wäre es, Theater preiswert als Spielstätte zu sanieren und das Gebäude auch für andere Künstler, Galeristen, … zu öffnen. Man kann doch heute kein Gebäude bauen, was die meiste Zeit leer steht. Multikulturelle Räume – Kunst, Breitenport, Kultur, Freizeit – braucht die Stadt von heute ! Die Menschen wollen neue „Spielplätze“ und nicht diese „alte Schule“ !!!

    • Kultur ist sehr vielfältig und wichtig. Theaterkultur ist nur ein kleiner Teil davon, aber hochsubventioniert. Das liegt an den Leuten, die halt glauben, daß ihr Theater die allein glückselig machende Kultur sei und gefälligst alle dafür bezahlen sollen. Diese Leute haben viel zu viel Einfluß und auch in den Kulturredaktionen der regionalen und überregionalen Zeitungen tummeln sich einige, die von dieser Art Kultur sehr gut leben können.

  33. Genau, dass meint ja auch Herr S. mit „wir brauchen einen Neubau, wir brauchen…..“ ER und sein Netzwerk braucht zur Selbtsdarstellung, Selbtsinzenierung und überregionale Aufmerksamkeit zu erlangen- Bastian hat er ja eindrücklich beschrieben. S. hat ja bereits gezeigt, dass ihm die Schicksale einzelner total egal sind. Empathie, Objektivität- Fehlanzeige! Backe backe Kuchen heißt das. Die Stellen werden neu besetzt ?????? Wohl kaum und wenn, mit durchreisenden Gastkünstlern- hire and fire- So wie er womöglich andernorts am eigenen Leibe die Erfahrung des Rausfliegens oder Nichtverlängerns gemacht hat, gibt er es direkt weiter……..@Jenenserin Und wie Jupiter schon ausgeführt hat wird es so kommen: ………bis der garantiert multifunktionale Theaterneubau fertig ist. Die marode Europahalle kann geschlossen werden, das neue multifunktionale Theater wird zur Bespielstätte auswärtiger Gastspieltruppen und Sie, die Bürger der Stadt Trier, sind Ihr Theater mit eigenem Ensemble, für das Sie im vergangenen Jahr noch auf die Straße gegangen sind, los. Dafür können Sie aber Helene Fischer oder die original Oberkrainer in einem Neubau erleben. Im übrigen hat der designierte selbsternannte Ermöglicher ja die gesamte Ensemblestruktur, einschließlich des Orchesters, schon öffentlich selbst in Frage gestellt: “Auf der Internetseite “Nachtkritik” sagt Sibelius: “Man muss sich fragen: braucht man 48 Musiker?” Und er stellt im selben Atemzug auch die Frage nach der Notwendigkeit der übrigen Ensemblemitglieder, der Schauspieler und Sänger. ” Nur damit Sie eine ungefähre Vorstellung haben wohin die Reise in Ihrer Stadt gehen wird.

    • Und einfach mal hinterfragen wer in Eggenfelden die letzten beiden Jahre und auch im kommenden, Engagements bekommen hat. Nun gut, Österreich liegt näher am Rottal als Trier……..

  34. @bastian:
    Ihre Behauptungen sind schlicht und einfach unwahr! das Theater an der rott ist ein wichtiger Standortfaktor in unserer Stadt und bietet herausragendes Theater!

    • Und was genau an den Behauptungen (Wahrnehmungen) ist unwahr? Es hat sich noch kein Unternehmen wegen des Theaters in unserer Stadt niedergelassen. Früher kamen ganze Busse voll mit Theaterbesuchern. Heute nur noch mit Schülern, die einfach nicht gefragt werden. Herr Sibelius sollte einfach mal ehrlich hinterfragen, ob dieses Konzept für so eine kleine Stadt mit so einem Hinterland das richtige war. Na ja, vielleicht klappts ja in Trier. Viel Glück für alle Beteiligten, wünscht Bastian aus Eggefelden.

  35. Vor einem Neubau sollte nochmal der gewählte Intendant untr die Lupe genommen werden. Aus Bayern erreichen uns folgende bedenkenswerte Nachrichten. Ob alle Leserkommentare böse, verhetzend und unwahr sind? Wissen die Vertreter von der Trier Stadtkulturpolitik, was sie sich da ins Nest holen? Haben Sie nicht ausführlich recherchiert? Oder will sich die Stadt nicht doch von der ganzen Thematik trennen und die „Bude“ ganz schließen- der Verdacht drängt sich entgegen aller Bekundungen auf ( Jetzt will Sibelius plötzlich 270 Mitarbeiter beschäftigen, ca 50 mehr als heute, davon sicher 20 Dramaturgen und weitere Manager…:-) Also mal lesen: http://www.pnp.de/1489814#disqus_thread Besonders die Leserkommentare, bevor sie irgendjemand löscht

  36. „Der bald scheidende Intendant war und ist anscheinend beratungsresistent. Seit seiner Unterschrift für die neue Intendanz in Trier gibt es allerdings keine Kritiken mehr von Fäulein Weiler (wer auch immer dies war oder ist) und von der Dame (künstlerische Leitung) Rose Devine hört man auch nichts mehr. Gut, das war künstlerische Freiheit und das ist auch gut so! Aber unsere Landkreisbewohner und Freunde dieses Theater waren – sagen wir es mal so- eher verwirrt. Deshalb wünsche ich dem Neuen ein glückliches Händchen. Das wird er nämlich nötig haben, nach den inzwischen mehr als 2 Jahren. Wir sollten allerdings auch Trier und seinem Theater und den dort noch Agierenden alles Gute wünschen.

    Wie kommt denn die (welche) Verwaltung auf die Prognose (im November 2014) auf 31105 Theaterbesucher für 2014? Hat man da alle zwangsverbrachten Schüler schon hochgerechnet? Bei der letzten und vorletzten Premiere waren sehr wenige Zuschauer da. In vor Sibelius Zeiten waren die Premieren fast immer sehr gut besucht. Herr Sibelius machte uns Glauben, daß Premieren grundsätzlich nicht gut besucht wären.

    Auch ich hatte ein Abo. Leider ist Herr Sibelius nicht empfänglich für Kritik. Hatte gefragt, warum aus dem Theater eine Zweigstelle von Linz gemacht wird? Haben soviele gute Schauspieler , Goller, Reitmeier usw. Da bekam ich zur Antwort:“ Herr Goller hat eine Hauptrolle und auch im nächsten Jahr. Wen ich engagiere müssen Sie mir überlassen. Ihre Abo Kündigung ist verbucht und ich denke das ist für beide Seiten gut so. „Kann mir aber auch nicht vorstellen, dass es besser wird, Her Lohr ist ja mit Herrn Sibelius hierher gekommen und hat die ganze Zeit mit ihm zusammen gearbeitet. Übrigens den ganzen mailverkehr mit Herrn Sibelius habe ich aufgehoben, kann jederzeit abgerufen werden.

    Personen des öffentlichen Lebens sind also schuld am nicht so regen Besucherandrang am Theater an der Rott? Nicht der Herr Intendant, seine Stückeauswahl und sein alter Ego Rose Devine? Immer sind die anderen schuld? Was war mit Fräulein Weiler und ihren Kritiken in einer Online-Zeitung? Was mit dem Zuschauer Bashing, wenn Stücke kritisiert wurden? Müssen sich das Menschen gefallen lassen, die Jahrzehnte treue Theatergeher waren und selbst immer wieder für das Theater an der Rott bei Freunden und Bekannten geworben haben? Der Höhepunkt aber war der unterschwellige Vorwurf Homophobie und Hinterwäldlertum, auch von den Fans Sibelius‘.

    Alle wirtschaftlichen Kennzahlen sind nach unten gekracht, Glanzleistung. Gab u. gibts da kein Controlling? Warum wurde nicht die Notbremse gezogen?

    @ Landkreisbüger …: wenn Sibelius das Theater in Trier auch so „erfolgreich“ leiten wird, werden die sich noch richtig freuen. Mal schaun, wie lange er dort bleiben wird.

    Mein persönlicher Vorschlag: machts das Theater zu u. sponsert Fahrten an die richtig guten Theater in den Großstädten, deren Niveau ein Provinztheater bei aller Schönrednerei u. Selbsttäuschung niemals herankommen kann.

    Hallo Wähler, Das kann ich so nicht im Raum stehen lassen. Wenn Sie Jedermann gesehen haben, oder die Jungfrau von Orleans, Thannöd,
    das waren so tolle Stücke, die mit allen Theatern konkurrenzfähig gewesen wären. Wir hatten so tolle Stücke, aber eben nicht bei Sibelius. Das war Eick.

    Jeder Intendant hat seine eigenen Visionen. Die des Herrn Sibelius waren halt nicht kompatibel mit der niederbayrischen Landbevölkerung, oder nur mit wenigen. So sieht er es zumindest. Herr Eick wird in Zukunft in Oberbayern ein Jugendtheater betreiben und schwubs – der neue Intendant in Eggenfelden will auch zum Teil in diese Richtung. Die Alten hat man ja vergrault und bei anderem einschlägigem Publikum einfach zu wenig Resonanz.

    Da muß man sich an den Kopf fassen:

    Der durchschnittliche Zuschuß pro Besucher stieg in der Sibelius-Intendanten-Zeit von 19 auf 43 Euro. Damit hätte man jedem Theaterkulturinteressierten eine Fahrt nach Landshut, Passau oder sogar nach Regensburg oder München sponsern können. Per Bus wäre es bestimmt noch viel billiger gekommen.“

  37. Tja gesunder Menschenverstand gegen Politik, da zieht der gesunde Menschenverstand meistens den Kürzeren.
    Bei aller Liebe zur Kunst aber 40 Millionen Euro auszugeben für ein neues Theater in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten wo die sonstige Infrastruktur der Stadt an allen Ecken und Enden bröckelt ist das vernünftig ?

    Gibt es nicht andere Bevölkerungsgruppen die dieeses Geld nötiger hätten, Schüler zum Beispiel ? Und was ist mit den Theaterhardlinern ? Na die werden doch sicher auch nach Luxemburg fahren können dort gibt es auch einen entsprechenden Kulturbetrieb den sich die Luxemburger noch leisten können, die Trierer können es leider nicht mehr.

  38. Ich habe mir die entsprechenden Artikel über den neuen Intendanten in der Passauer neuen Presse und auch die Leserkommentare durchgelesen, wenn ich böse wäre würde ich sagen da hat man Schmiergeld bezahlt dass man ihn nach Trier holt . ^^

    Apropos , für Abendkleider und High Heels gibt es in Trier doch schon die Schmit-z Family

  39. „Die Landkreisbürger und Theaterbesucher waren Versuchskaninchen für einen in eigener Sache sehr engagierten Intendanten. Alles was er bei seinen diversen Fortbildungen an Theaterhochschulen gelernt hat, wollte er bei uns ausprobieren. Unsere Landkreispolitker haben zum Großteil mitgespielt bei dieser Inzenierung und nicht wenige wollen davon nichts mehr wissen.
    ….. Auch die Presse hat ziemlich lange mitgespielt (künstlerische Leitung). Der Tiefpunkt war allerdings Fräulein Weiler. Da wurde auch die PNP hellhörig. Aber die Wahrheit bleibt im Dunkeln und die im Dunkeln sieht man nicht!“

  40. Wie nicht anders zu erwarten ( siehe „Jupiter“ vom 2.Oktober ) sucht der Ermöglicher vom neuen Ermöglichertheater jetzt neues Personal, nachdem er angeblich auf eigenen Wunsch ( ohne Spardruck der Stadt ) ein gesamtes künstlerischer Ensemble entlassen hat. Und wie vohersehbar war: zu billigeren Konditionen. Eine MusiktheaterdramaturgIn/MusikvermittlerIn ist ein Schlüsselposition und soll mit einem Anfänger besetzt werden ( Mindestgage in Deutschland sind 1650 Euro brutto für künstlerisches Personal )“Bei der ausgeschriebenen Stelle handelt es sich um eine Anfängerposition mit Vergütung nach NV – Bühne. … Die Stelle ist vorerst auf ein Jahr befristet mit Option auf Verlängerung.“ Nichts gegen Anfänger und Chancen für Berufseinsteiger, nur diese Stellenausschreibung zeigt in die Richtung BILLIG , Teilzeit, Stückverträge, Hire &Fire, ständiges Kommen und Gehen. PRO ENSEMBLE Trier, ein Zusammenwachsen eines Ensembles, ist so nicht abzusehen. Und das ist erst der Anfang.

  41. Naja. Immerhin ist der Augustinerhof einigermaßen hochwassersicher. Nicht wie die neue Feuerwache und THW in Ehrang, die planmäßig im Hochwasser geplant sind (ja! das ist tatsächlich so, auch wenn man es nicht glauben kann) – toll, wenn bald mal wieder Hochwasser ansteht und die Rettungskräfte dann fest sitzen 😉
    …aber Hauptsache ein neues Theater.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.