Frische neue Mitte für Feyen-Weismark

5
Simone Kaes-Trochiani, Rainer Lehnart, Jan Eitel und Peter El-Dessouki (v.l.) freuen sich über die neue frische Mitte für Feyen-Weismark.

Bildquelle: Sophia Schorle

TRIER. Nach einem Jahr der Entwicklung und knapp einem Jahr Bautätigkeit wurde am Donnerstag das Nahversorgungszentrum des ehemaligen Kasernengeländes Castelnau offiziell an den Stadtteil Feyen-Weismark übergeben. Ortsvorsteher Rainer Lehnart (SPD), Baudezernentin Simone Kaes-Trochiani (CDU), EGP-Geschäftsführer Jan Eitel und Ten Brinke-Architekt Peter El-Dessouki freuen sich über den Erfolg des Millionen-Projekts.

Nach dem Abrücken der französischen Armee aus Trier im Jahr 1999 lag das Militärgelände Castelnau in Feyen-Weismark brach, bis es 2010 von der Trierer Gesellschaft für Urbane Projektentwicklung EGP erworben wurde. Seit dem Spatenstich 2012 hat auf dem etwa 340.000 Quadratmeter großen Konversionsgelände eine Umstrukturierung stattgefunden: Das Gelände wurde erschlossen, zahlreiche Eigentumswohnungen, Einfamilien- und Reihenhäuser sowie Grünflächen sind entstanden. Gemeinsam mit dem Projektentwickler Ten Brinke wurde nun ein Nahversorgungszentrum errichtet, damit auch Einkaufsmöglichkeiten vor Ort gegeben sind. Feyen-Weismark erhält somit ein neues Stadtviertel. „Eine neue Mitte, wo Kommunikation stattfinden kann“, sagt Ortsvorsteher Rainer Lehnart.

Allen Beteiligen war viel daran gelegen, die Außenanlage des Zentrums so zu gestalten, dass sie sich gut in die angrenzenden Wohngebiete integriert. So wurde der Formensprache große Beachtung geschenkt, ein Farbkonzept erarbeitet und viel mit Grünflächen – auch auf den Dächern des Einkaufszentrums – gearbeitet. „Wir wollten mit dem Projekt nie einen Architekturpreis gewinnen“, sagt Jan Eitel, Geschäftsführer der EGP. Architektonisch und gestalterisch aber sei das Nahversorgungszentrum eines der Besten der Region. „Auch wenn ich die Klappe weit aufreiße – das ist gelungen!“, so Eitel weiter.

Das "Forum Castelnau" schafft ein neues Zentrum in Feyen-Weismark.
Das „Forum Castelnau“ schafft ein neues Zentrum in Feyen-Weismark.

Das Zentrum besteht aus dem „Forum Castelnau“ und der „Ladenzeile Castelnau“. Das Forum umfasst 5.000 Quadratmeter Einkaufsfläche und 171 Stellplätze. Hier findet man unter anderem einen Lebensmittel- und Drogeriemarkt, Friseur und Mode- und Schuhgeschäfte. Die Ladenzeile ist ein Projekt der EGP und bietet Ladeneinheiten auf 1.000 Quadratmetern, größtenteils kleinere, inhabergeführte Geschäfte mit zugeordneten Parkplätzen. Hierzu gehören eine Bank, Bäckerei, Apotheke, Schuhmacherei, ein Blumenladen, Reisebüro und Gastronomie. „Ein ausgewogener Mix an Einzelhandel, Filialisten und inhabergeführten Geschäften“, so Eitel. Nur noch wenige Ladenlokale sind verfügbar.

Zur Eröffnung des Nahversorgungszentrums wurde nicht im klassischen Stil ein Band durchschnitten, sondern symbolisch zwei Einkaufswägen mit einigen Produkten der Filialen überreicht. Baudezernentin Simone Kaes-Trochiani, die auch Aufsichtsratsvorsitzende des Projektentwicklers EGP ist, ist begeistert: „Es ist ein super Tag für die Gemeinde!“ Die Menschen hätten hier nun alles, was sie benötigen, um sich wohlfühlen zu können und zusammenzuwachsen.

Lehnart nennt es einen Quantensprung für den Stadtteil. „Viele Stadtteile beneiden uns.“ Den Feyenern sei es nun möglich, fußläufig einkaufen zu gehen und eine Vielfalt des Angebots zu nutzen. Nicht nur für Feyen: „Ich denke, dass es für das neue Einkaufszentrum ein großes Einzugsgebiet gibt − neben Feyen-Weismark selbst sicher auch das Umland mit dem Konzer Tälchen und der Pellinger Höhe“, so Lehnart. Ausdrücklich bedankte sich der Ortsvorsteher bei den Anwohnern für deren Verständnis während der Bauphase. „Sie mussten einiges an Belästigungen ertragen − dafür meinen Dank“, so Lehnart. Auf die Frage, ob auch er nun seine Einkäufe im neuen Zentrum erledigen werde, erwidert Lehnart mit einem freudigen und überzeugten „Aber Hallo!“

Das Forum eröffnet am heutigen Freitag seine ersten Geschäfte, die Ladenzeile wird in vier Wochen fertiggestellt sein. (soph)

Jetzt lokalo liken und keine News verpassen!

5 KOMMENTARE

  1. Interesannt ist es festzustellen, das die Baudezernentin als Aufsichtsratsvorsitzende und die Stadt Trier, mit zusammengenaommen (Stadt, SWT und Sparkasse) als Hauptanteilseigner somit auch den Hauptteil der Gewinne einstreichen. dabei sehe ich in der EGB nix weiter als eine weitere Heuschrecken-Immobilien-gesellschaft.
    Der Petrisberg hat es gezeigt: Dort ist alles verkauft, die EGP ist weggezogen und jetzt geht es los: Die Aussichtsplattform ist dicht, Parkchaos, der Spielplatz verottet usw usw.
    Wie verträgt es sich eigentlich, das die Stadt hier Luxuswohnungen zu Super-Luxus-preisen baut und verkauft, auf der anderen Seite aber 700 Städt Wohnungen vergammeln?
    Meine Prognose: Im Jahre 2020 wird die EGP die Löwenbrücknerstraße mit ihren Modernen Wohnungen zubauen.

    • Herr Lehnart,
      Sie kennen mich. Und wenn Sie das kesseltreiben und die Sippenhaft-bedingungen von Verwaltung/Stadtvorstand/personalrat kennen, wissen Sie auch, wieso ich auf den Nennung vom Klarnamen verzichte.
      Fragen an Sie:
      1. Wieviele Sozialwohnungen entstehen da oben auf dem Castelnau-Gelände? Wieviele in Feyen?
      2. Wieso wird da Feierlich Eröffnung des EKZ gefeiert, obwohl ( Stand samstag, 14 Uhr) nur 3 (K+K, DM, Takko)von 7 Läden eröffnet/verkaufsbereit sind? Edeka, Sparkasse, backhaus Ecker Baustellen.

      • Na , Herr Lehnart,

        warum so Ruhig?Zählen Sie immer noch die neuen Sozialwohnungen im Castelnau-Areal?
        Aber stolpern Sie bitte nicht um die armen Rumänischen Sub-Sub-Sub-Unternehmer, die da rumlaufen um die Kosten schön niedrig zu halten.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.