Kämpfen lohnt sich – Keine Deponie in Strohn

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Wohl keine neue Deponie in Strohn.

Bildquelle: Helmut Gassen

STROHN. Es ist noch nicht endgültig, aber so gut wie sicher: Die geplante Deponie der Klasse 1 in der Lavagrube bei Strohn wird nicht kommen, der Kampf der Bürger und Bürgerinitiative dagegen hat sich gelohnt. 

Die Nachricht der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord aus Koblenz hat viel Freude und Erleichterung bei den Gegnern der geplanten Deponie in Strohn ausgelöst. Die SGD Nord „sieht keinen Bedarf für eine weitere Deponie“, da im Norden von Rheinland- Pfalz genug Kapazitäten für belastete mineralische Abfälle zur Verfügung stehen und die Einrichtung einer DK 1 Deponie in Strohn „zu heftigen Widerständen in der Bevölkerung geführt habe“.

Seit dem Bekanntwerden der Pläne der Gemeinde Strohn und des Hunsrücker Unternehmers Jörg Scherer, Geschäftsführer der Ernst Scherer Baustoffe GmbH hat sich in der touristisch geprägten Gemeinde Strohn ein massiver Widerstand formiert. Die Bürgerinitiative „Zukunft Wartgesberg Strohn e.V.“ formierte sich wegen der „mangelhafte Vertretung der Bürgerinteressen durch den Gemeinderat von Strohn“ gegen die Einrichtung einer Deponie DK1 auf dem Gelände der Lavagrube am Wartgesberg durch den Betreiber Scherer Baustoffe. Sie ist heuet auch im Gemeinderat vertreten.

3,3 Millionen Kubikmeter Material oder etwa fünf Millionen Tonnen, sollte die Deponie fassen wenn es nach den Vorstellungen der Firma Scherer gegangen wäre. Bau und Abbruchabfälle, Rost- und Kesselaschen, Ofenschlacken, Bitumengemische, Gleisschotter bis hin zu asbesthaltigen Abfällen sollten hier vergraben werden. Die Firma Scherer wollte nach eigenen Angaben 27,8 Millionen Euro in das Projekt investieren.

Die SGD Nord hat nur klargestellt, dass nach ihren Berechnungen noch Platz für sechs Millionen Kubikmeter Bauschutt in Deponien im Norden des Landes zur Verfügung stehen, aber nur 250.000 Kubikmeter Bauschutt im Norden des Landes pro Jahr anfallen. Somit wäre für die nächsten 25 Jahre die Entsorgung gesichert.

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