„Gute Schulen brauchen gute Lehrer“

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Bildquelle: fotolia

TRIER/MAINZ/SAARBRÜCKEN. Die Vorstände der Philologenverbände aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben auf ihrer gemeinsamen Tagung im saarländischen Weiskirchen die Qualität in der gymnasialen Bildung in den Mittelpunkt ihrer Beratungen gestellt. „Die Frage der Qualität ist und bleibt das zentrale Thema in der Bildungspolitik, in Rheinland-Pfalz wie im Saarland“, resümierten die beiden Vorsitzenden, der Trierer Malte Blümke (Philologenverband Rheinland-Pfalz) und Marcus Hahn (Saarländischer Philologenverband, SPhV) die lebhaften Diskussionen ihrer beiden Vorstände.

Nach gemeinsamer Auffassung beider Verbände ist unter Qualität in der Bildung in erster Linie ein hochwertiger, fachlich fundierter Unterricht zu verstehen. Allerdings herrscht in beiden Ländern Skepsis, ob die Bildungspolitik, die sich immer stärker auf soziale und wirtschaftliche Aspekte von Schule konzentriert, diesem Anspruch weiterhin gerecht werden kann. „Selbstverständlich steht das Gymnasium zu seiner sozialen Verantwortung“, so die gemeinsame Linie von Philologenverband Rheinland-Pfalz und SPhV, „unzweifelhaft muss aber die Vermittlung der Studierfähigkeit die Kernaufgabe des Gymnasiums bleiben. An dieser Maxime, die Eltern, Schüler, Universitäten, Arbeitgeber und Lehrkräfte gleichermaßen von dem Gymnasium erwarten, muss sich die Bildungspolitik in allen Bundesländern messen lassen.“

Ein wichtiger Teilaspekt der Qualität in der Bildung ist nach Auffassung der Philologen auch die Lehrerbildung. „Gerade auf diesem Feld haben wir in der Vergangenheit zu viele Experimente gesehen.“ Kooperationen in der Lehrerbildung an den Universitäten über Ländergrenzen hinweg können nach Auffassung der Philologenverbände durchaus ein Erfolgsmodell sein. „Das funktioniert aber nur, wenn diese gründlich geplant und vor allem angemessen finanziert werden. Auch müssen die verschiedenen Lehrerbildungskonzepte in unterschiedlichen Bundesländern erst einmal aufeinander abgestimmt werden, wobei bei der fachlichen Qualität der Lehrerbildung keine Abstriche gemacht werden dürfen. Qualitätsverluste unter dem Deckmantel der Kooperation sind aber in keinem Fall hinnehmbar“, so Hahn und Blümke.

Eine adäquate und altersgerechte Gestaltung der Lehrerarbeitsplätze stellt nach Auffassung der beiden Philologenverbände von Rheinland-Pfalz und Saarland ein drittes wichtiges Arbeitsgebiet der Qualität in der Bildung dar. „Insbesondere beim Thema Gesundheitsvorsorge für Lehrkräfte sind andere Bundesländer schon mehrere Schritte weiter als wir im Saarland“, bilanzierte Hahn den Gedankenaustausch aus saarländischer Sicht. (red)

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