Stadt sperrt Mäusheckerhalle – Probleme für Schulen und Vereine

7
Spielertrainer Dirk Passiwan erwartet eine schwere Saison.

Bildquelle: Sandra Wagner

TRIER. Mit sofortiger Wirkung bleibt die Sporthalle am Schulzentrum Mäusheckerweg in Trier-Ehrang zu. Gründe für die Schließung durch die Stadt sind statische Probleme. Nach der Grüneberghalle und der Egbertschule nun das nächste Problem an einem öffentlichen Gebäude in der Stadt Trier. Für die Schulen am Zentrum, das Frierdrich-Spee-Gymnasium und die Realschule plus, aber auch für Vereine wird diese Schließung zu erheblichen Problemen führen.

Otmar Passiwan, Präsident des RSC Rollis Trier, reagiert geschockt: „Diese Sperrung bedeutet für den Verein, dass wir den Trainings- und Spielbetrieb nicht wie geplant durchführen können.“ Die Dolphins, die in der ersten Bundesliga antreten, haben die Halle für mehrere Trainingstage und als Heimspielstätte fest eingeplant. „Ein Umzug in eine andere Halle ist nicht möglich“, fügt ihr Pressesprecher hinzu, „in die Halle am Wolfsberg dürfen wir − übrigens aus baulichen Mängeln − nicht, die Arena ist zu groß.“

Helga Schneider-Gräfer, Leiterin im Amt für Schulen und Sport übermittelt Otmar Passiwan die schlechte Nachricht. „Die Halle am Mäusheckerweg ist ab sofort vollständig gesperrt. Wir bemühen uns, für alle Nutzer eine Ausweichmöglichkeit zu organisieren“, schreibt sie per Mail an den Verein. Gründe dafür nennt sie allerdings keine. Erst auf Rückruf durch den Präsidenten wird mitgeteilt, dass es „baustatische Probleme gibt“, die behoben werden müssen. Spieler der Dolphins berichteten lokalo, dass Deckenplatten in der Halle fehlten. Die Dolphins, die am 4. Oktober mit einem Heimspiel gegen die Rolling Devils Kaiserslautern in die Saison starten wollen, stehen vor einem Problem.

Jedoch trifft die Schließung nicht nur den Bundesliga-Verein. Auch die Schulen, die diese Halle nutzen, stehen vor massiven Problemen. Schüler des Friedrich-Spee-Gymnasiums und der Realschule plus aus Ehrang nutzen die Halle für ihren Schulsport.

Auf Nachfrage von lokalo wollte sich der zuständige Hausmeister Arno Premm nicht äußern: „Ich bitte sie, sich beim zuständigen Amt zu informieren.“

Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani konnte dazu mehr sagen. Gegenüber lokalen Medien nahm sie Stellung: „Ein von uns beauftragtes Büro hat während Untersuchung Bedenken wegen der in die Hallenunterdecke integrierten Heizung gemeldet“, sagte Kaes-Torchiani. „Ich habe deshalb aus reinen Sicherheitsgründen verfügt, die Halle sofort zu sperren, bis wir genau wissen, was dort los ist.“

Die Untersuchung der Halle soll nach Aussagen der zuständigen Dezernentin zwei Wochen dauern. Man wolle kein Risiko eingehen und habe daher die Halle vorsorglich gesperrt.

Jetzt lokalo liken und keine News verpassen!

7 KOMMENTARE

  1. Beste Bilanz Frau KT.
    Und jetzt lässt sie mal eine vierte Meunung einholen, da sie ihrem Amt, ihrer eigenen Bauaufsicht mit Prüfstatiker und dem externen Büro, dass „Bedenken wg der Deckeneizung“ hatte, wohl nicht traut.
    Kann ja alles nicht sein, dass da Probleme sind. So was aber auch. Wie damals der Baum, noch nicht so lange her. Schon immer war der hohl, ganz ehrlich. Schon immer.

    Hätte da mal jemand Bedenken gehabt, wurde die Frau noch leben.
    Jetzt sucht KT sich nen dummen Hansel, der die Halle gesund betet und Madame KT ist fein raus. Hoffentlich haben die Mitarbeiter unter ihr vom Baumurteil und Bad Reichenall gelernt… Teflon KT hebt ja nur die Steine auf, die ihre Mitarbeiter dann werden dürfen…
    Wie lange dauert das Elend noch?

  2. Klar, das K.T. genug in dieser Stadt angerichtet hat, aber wer ist eigentlich der Chef in diesem „Laden“
    der selbsternannte -zum Glück- bald Ex-Macher, oder wer.
    Schuld sind die , die diese Leute in ihre Positionen gehievt haben.
    Bemerkenswert, eine Sporthalle, wird dicht gemacht, Schulen, leiden unter Schimmel, und vergammeln,
    Kindergärten ebenso.
    Aber wo ist der Aufschrei, der sonst omnipräsenten Gutmenschen,der Kirchen,usw. aber halt, es geht
    ja nur um unsere Kinder, da hält man sich vornehm zurück, diese Gesellschaft ist am Ende, und insgeheim wissen dieses auch die oben erwähnten.

  3. Traurig.
    Was schlummert noch alles.
    Anstatt zu handeln wird erst mal ein neues Gutachten in Aufzrag gegeben. Am besten fragt man den, der damals den Mist verbockt hat.

    Wieso repariert man nicht einfach; so, wie jeder Gebäudeeigentümer handeln würde?

  4. ….jetzt Dach abschneiden und vergammeln lassen, wie die Eislaufhalle. Wiederholt sich irgendwie alles in Trier, und treffen tut es immer die schwächsten.

  5. ich lebe seit 12 Jahren in Canada und habe meine Jugendzeit in Eishalle und Halle am Mäusheckerweg verbracht… Jetzt ist das Dach einsturzgefährdet und was passiert? Erst mal weitere Gutachten, in der Hoffnung, dass irgendeiner weiter den Kopf für den Schrott hinhält. Dann wahrscheinlich noch weitere Gutachten und Machbarkeitsstudien. Es folgt das Ergebnis, dass die Halle insgesamt wirtschsftlich nicht zu sanieren ist, kein Geld für eine neue Halle da ist, es wichtigeres gibt (wahrscheinlich ein Theater- und Rathausneubau) und es ohnehin Turnhallen genug in Trier gibt…

    Frau Zock wird gefragt, was sie denn tun würde: Sie denkt an Motivationsübungen für die tollen Mitarbeiter der Stadt; die haben ja bei richtiger Motivation und Organisation noch soviel Luft, dass sie alle mit ausgestreckten Armen das Dach abwechselnd tragen können – kreative Ideen sind gefragt.

    Dok Konrad findet Turnhallen eh überbwertet und empfiehlt aus medizinisch und ideologischer Sicht die Leibesübungen an der frischen Luft. Auch regen sei kein Problem – die Haut sei nachgewiesen wasserdicht.

    Leibe äußert sich erstmal nicht; muss erst klären, ob die Verfehlungen unter Schroers oder Jensens Zeit entstanden sind; bei letzterem bangt er um die Liebe Malus… Alles in allem sagt er aber wie bei Egbert auch; wir brauchen nicht viele, sondern gute Turnhallen! Lieber ein Olympiadome, anstatt die vielen kleinen Hallen, die man ja auch putzen und unterhalten muss. Geht ja garnicht.

    Auf die Straße mit Euch Bürgern!

  6. Und das schlimme daran: Das wird nicht die letzte halle/gebäude bleiben. Warum wurde dann nicht das Wochenende durchgearbeitet/ geprüft?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.