Der Kommentar – Sadomaso im Moselstadion

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Der lokalo-Kommentar.

Bildquelle: lokalo, Archiv

TRIER. Vier Punkte aus sechs Spielen, Platz 17 in der Tabelle. Dass es schwer wird in dieser Saison, war den Fans von Fußball-Regionalligist Eintracht Trier klar. Dass es so schwer ist, erhitzt die Gemüter. Fehlende Qualität in der Mannschaft, fehlende Kompetenz in der Führungsetage − so wird es wirklich schwer, in diesem Jahr die Klasse zu halten.

Von Bastian Lütge

Es sah so gut aus. Gegen den Bundesligisten SC Freiburg hatte man den Favoriten am Rande einer Niederlage. Gegen den Tabellenführer aus Elversberg sprang durch große kämpferische Leistung ein Punktgewinn heraus. Gegen Baunatal wollte man nachlegen und endlich aus dem Tabellenkeller kommen. Dass daraus nichts wurde, wissen wir seit Samstagmittag.

Walldorf, Baunatal, Neckarelz – Fußballmächte in der Regionalliga Südwest. Eigentlich Mannschaften, gegen die man gewinnen sollte. Wenn man nicht Eintracht Trier im Jahr 2014 ist. Null Punkte aus den drei Spielen. Mal schauen, welcher Verein dieses Kunststück in der Saison noch schafft. Viele Aspiranten dafür gibt es wohl nicht. Fans der Eintracht verzweifeln jetzt schon. „Die Saison wird übel. Sadomaso im Stadion. Mit der Eintracht als Bondage-Seil“, heißt es in den sozialen Netzwerken. Ein Vergleich, der hart, aber wohl für die meisten der treuen Jungs zur bitteren Realität werden könnte.

Der Fisch stinkt vom Kopf

Die Schuldigen sind schnell gefunden. Nicht etwa die Mannschaft, sondern die Führungsetage wird verantwortlich gemacht für die Misere. Mit 25 Spielern ist der Kader so breit wie selten zuvor aufgestellt. Nur, was bringt dies, wenn nur knapp die Hälfte der Spieler regionalligatauglich ist.

Roman Gottschalk, Ernst Wilhelmi und Harry Thiele stehen in der Kritik der Fans.
Roman Gottschalk, Ernst Wilhelmi und Harry Thiele stehen in der Kritik der Fans.

Mit Milorad Pekovic verpflichtete man einen erfahrenen Spieler, der das junge Team von Peter Rubeck führen soll. Bislang ohne durchschlagenden Erfolg. Die Spitze um Wilhelmi, Thiele und Gottschalk muss sich die Frage stellen, ob sie die richtigen Leute sind, um diesen Verein weiter zu führen. Auch Geschäftsführer Jens Schug und Trainer Peter Rubeck stehen in der Kritik. Sie haben es anscheinend nicht geschafft, bei der Kaderplanung zu berücksichtigen, dass man auch einen Stürmer verpflichten muss, der knipsen kann. Nachlegen und noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlagen dürfte schwer sein angesichts des eh schon reduzierten Etats.

Gerade diese Reduzierung ist es, die bei vielen Fans auf Unverständnis stößt. Es ist die Weiterführung des kontinuierlichen Abstiegs der Eintracht in den letzten Jahren. Vor ein paar Jahren noch in Liga zwei, findet man sich jetzt in der Bedeutungslosigkeit der Regionalliga wieder. Finanzielle Schwierigkeiten sind bei der Eintracht ja nichts Neues. Dass man in der Region nicht viele Großsponsoren wie in anderen Regionen findet, ist unbestreitbar. Jedoch sollte man dann auch darauf achten, dass man die Sponsoren, die man an der Angel hat, nicht vergrault. Soll ja das ein oder andere Mal bereits geschehen sein, dass die Führungsetage nach ein paar Minuten Gespräch die Firma wieder verlassen durften.

Profifußball geht anders

Feierabendfußball in Trier. Eigentlich eine undenkbare Sache. Jedoch finden wir in dies bei der Eintracht zurzeit wieder. Den Verantwortlichen wird die Kompetenz abgesprochen, und dies nicht ganz zu unrecht. Der Wille, den Verein finanziell und sportlich auf solide Füße zu stellen, ist sicherlich da. Doch keiner weiß wirklich, wie Profifußball funktioniert. Erfolgreich eine mittelständische Firma in der Region zu führen, heißt nicht automatisch, einen Verein führen zu können.

Die Fans werden ungeduldig. Schon bei der Jahreshauptversammlung wurde hitzig diskutiert und dem Vorstand ein Denkzettel verpasst. Was man daraus macht, steht noch in den Sternen. Allerdings bleibt nicht mehr viel Zeit, sonst heißt es in der kommenden Saison: „Willkommen in Burgbrohl“ oder „Wir begrüßen unsere Gäste aus Trier beim FV 07 Diefflen“.

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10 KOMMENTARE

  1. Frage: welche Fans? Das Häuflein von Scheintoten, die auf den kaputten Plastikschalen im Stadion festgewachsen sind und immer noch nicht geschnallt haben, dass der Verein am Ende ist, kann man doch nicht mehr als „Fans“ rechnen. 1300 Zuschauer brutto -vielleicht 1100 real im Stadion- gegen den Tabellenführer aus Eberg sind doch ein totaler Witz. Abgewrackt.

  2. Selten so was hirnrissiges gelesen! Wieso maßen sich Leute , die weger den Ball dreimal hintereinander in der Luft halten können, noch jemals etwas außer rumstänkern und motzen für den Verein getan haben, einen verein und auch seinen Vorstand so zu kritisieren! Ich glaube die Verantwortlichen würden sofort platz für einen anderen Vorstand machen, sei er denn kompetent und bringt auch noch Geld ,am besten 3 Mio .mit! Nur diese dummlaberer die sich beschweren ,wenn die stehplatzpreise um 30 Cent erhöht werden braucht kein Mensch und auch kein verein! Also ihr Dauer- Meckerer , ran an die Verantwortung !

    • Glaube nicht, dass sie Platz machen würden. Die Chance war im Juni da, aber sie haben sich wieder zur Wahl gestellt. Und jetzt bitte nicht damit kommen, dass ja sonst niemand da war. Dafür gibt es dann Gremien, die Nachfolger für den vakanten Posten suchen müssen.

      • ……selten so was ahnungsloses gelesen. wo bitte waren denn Leute die kandidiert haben oder hätten?,wo bitte sind denn die Gremien die jemand suchen könnten? und vor allem lieber ahnungsloser Fan wo bitte gibt’s denn die Leute die sich so etwas für Leute wie sie antun? Da hat der Autor schon recht ,um Eintracht Vorstand zu sein, muss man schon mehr als masochistisch sein.

        • Es ging doch nur darum, dass die Aussage im Raum stand, dass die oberen Herren Platz gemacht hätten. Diese Chance war da. Ob sich ein Nachfolger gefunden hätte, steht im Raum. Auf der jhv hätte sich sicher niemand gemeldet und hier gerufen. Aber die Posten hätten sicher auch frei bleiben können, wenn die drei nicht mehr gewollt hätten. Und dann muss doch sicher laut Satzung irgendjemand zuständig sein und einen neuen Vorstand finden. Aufsichtsrat, Geschäftsführer etc. Wie genau das bei der eintracht geregelt ist, weiß ich nicht.
          Dass es schwer gewesen wäre, jemanden zu finden, der diesen Job macht, bezweifel ich gar nicht.

          • ………“wie genau das geregelt ist weiß ich nicht“.Genau so siehts aus ,sie wissen nix. alles nur Mutmaßungen. hätte man denn zurücktreten sollen und den verein führungslos hinterlassen? wenn ja,hätte ich die ganzen dummlaberer aber mal gerne gehört was sie dann von sich gegeben hätten.

      • Naja Sandra, immerhin hat lokalo schon einmal damit angefangen. Würdest du aufmerksam die Foren lesen oder hättest ein paar eintracht Fans in deiner Facebook Liste, würdest du sehen, dass die Meinung hier die Meinungen vieler Stadiongänger widerspiegelt. Auch die letzte jhv hat dies gezeigt.

  3. Der „böse Geist“ vom Verein hat bis vor kurzem noch selber eine OnlinePortal gemacht,sitzt im AR und hat jede Menge Lowi aus der Eintracht gezogen,ist mit allen seinen Unternehmen auf die Fresse gefallen und nach Luxemburg abgehauen. Und zusammen mit dem Karnevals Dreigestirn Wilhelmi;Gottscgalk;Thiele hat er den Verein ruiniert. Eine lange Beerdigung der Totengräber.

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