Zock: Wahlkampfauftakt mit Peter Tauber

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Peter Tauber: Bundestagsabgeordneter, CDU-Generalsekretär und Netzpolitiker mit jungem und dynamischem Image.

TRIER. Wenn es nach der CDU in Trier geht, läutet der 4. September die „heiße“ Wahlkampfphase des Rennens um das Oberbürgermeisteramt ein. Dann nämlich wollen sich die Christdemokraten noch einmal gemeinsam einschwören. Schützenhilfe aus Berlin gibt es dabei von CDU-Generalsekretär Peter Tauber. Er gilt als enger Vertrauter von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Wie wichtig den beiden Volksparteien CDU und SPD der Einzug ihrer Kandidatin, beziehungsweise ihres Kandidaten, in das Rathaus am Augustinerhof ist, erkennt man alleine bei einem Blick auf die anstehenden Veranstaltungen und vor allem deren Gäste. Da wäre zum einen SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel, der Wolfram Leibe unter die Arme greift (19. September, 19 Uhr, Casino am Kornmarkt).

Und zum anderen CDU-Generalsekretär und enger Kanzlerin-Vertrauter Peter Tauber. Beide bringen das gewisse Quäntchen Hauptstadtflair mit in den Trierer OB-Wahlkampf. Ihre Präsent verdeutlicht, wie wichtig es den beiden Parteien ist, das zukünftigte Stadtoberhaupt zu stellen. Mit einem öfentlichen Kreisparteitag startet die Trierer CDU daher in die heiße Phase des
Oberbürgermeisterwahlkampfes.

Kreisvorsitzender Bernhard Kaster ist überzeugt, dass mit CDU-Kandidatin Hiltrud Zock „ganz neue Weichen“ gestellt werden. „Sie steht für einen dynamischen Stil, sowie Inovation, Esprit und Gestaltungswilen – damit endlich wieder Bewegung
nach Trier kommt“, so Kaster.

Überzeugen davon muss Zock noch die Wähler. Eine Gelegenheit dazu bildet der Kreisparteitag, zu dem auch interessierte Bürger eingeladen sind.  Los geht es am Donnerstag, den 4. September ab 19 Uhr in der Orangerie des Nell’s Park-Hotel. (red/rom)

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19 KOMMENTARE

  1. Irgendwie passt das alles nicht so richtig zusammen: Hiltrud Zock lässt sich als Parteilose zur CDU-Oberbürgermeisterkandidatin wählen, macht Fotos mit Merkel und Klöckner, trifft sich mit Juncker, beteiligt sich an CDU-Veranstaltungen, verspricht in verschiedenen Interviews, dass sie sich den Grundwerten der CDU verpflichtet fühlt – und auf der anderen Seite schwärmt sie von ihrer Unabhängigkeit und erklärt, dass sie eigentlich viel offener in ihrem Weltbild ist.
    Warum setzt sie sich solchen Zwängen aus? Kaster, Albrecht und Konsorten sind Alpha-Tiere, die Zocks Integrität bereits jetzt schon im Wahlkampf verspielen. Eigentlich schade!

  2. @de Paule: Sehe das genauso. der neue Flyer von Zock ist eine Zumutung! Merkel, Klöckner und Kaster und dieser Dempfle. Ist Frau Zock schon jetzt schwärzer als die in der cdu? Wahrscheinlich wolen Kaster und Dempfle eine so schwache Oberbürgermeisterin damit sie über sie sagen wo es langgeht im Rathaus. Und Zock merkt es nicht mal.

  3. Muttis Wunderwaffe Tauber und der Imperator Siggi Klops kehren also in Trier ein – besser wäre, wenn sich die Personen bei Gott mal um den aktuellen Handelskrieg und die daraus entstehenden Auswirkungen kümmern würden.

  4. Was Frau Zock hier veranstaltet, ist ja so neu nicht: Man bleibt „parteilos“, wirbt auch mit diesem Begriff und suggeriert damit den Wählern, „unparteiisch“ zu sein. Der ehemalige Landrat des Kreises Vulkaneifel hat dieses Spielchen viele Jahre lang gespielt: Nach außen war er immer der „parteilose“, volksnahe Onkel. Aber im Herzen und auch in seinen Taten war er ein „Genosse“.

    Als CDU-Kandidatin muß sich Frau Zock natürlich mit den genannten CDU-Alphamännchen zeigen. Sie will das Amt. Und was wollen die Alphamännchen? Wobei man im Falle der CDU wohl besser von Alphaweibchen sprechen sollte, denn in der Union haben ja schon seit einiger Zeit eher die Walküren das Sagen.

    Konsequent und ehrlich wäre es, wenn Frau Zock in die CDU einträte, damit jeder Wähler weiß, daß man mit der Wahl Zocks nicht nur Zock bekommt!

    • Der Unterschied ist, dass Klaus Jensen bei seiner Kandidatur nie einen Hehl daraus machte, dass er SPD-Mitglied ist. Hiltrud Zock bindet sich durch den Beschluss des CDU-Parteitags als CDU-OB-Kandidatin. Und nach außen schwingt sie die Unabhängigkeits-Keule. Das ist unwahr. Sie braucht und benutzt die Infrastruktur der CDU im Wahlkampf.

  5. Früher einmal hat man nach persönlichem Profil gewählt, heute sieht das anders aus. Weder SPD noch CDU haben ein eigenes Profil. Man nähert sich immer mehr an die bunte Politik der Grünen an. Ob in Trier oder bundesweit. Was also soll man noch wählen?

    Prognose: Die Wahlbeteiligung rutscht noch weiter in den Keller und am Ende wählen die Trierer Studenten unseren dann grünen Oberbürgermeister Fred Konrad. Mit etwas Glück kommen wir sogar in den Genuss einer Stichwahl, aus der Konrad deutlich als Wahlsieger hervorgeht.

    Die OB-Wahl wird für Trier jedenfalls keine Verbesserungen nach Jensen bringen, im Gegenteil.

    • „Man nähert sich immer mehr an die bunte Politik der Grünen an.“

      Ja, die „deutlich einfarbigen“ Parteien haben „leider“ keinen Kandidaten aufgestellt, Herr Treverer.

    • „Was also soll man noch wählen?“
      Vielleicht sollte man auch nicht einfach „nach Farbe“ wählen, sondern nach Inhalten; gerade bei der OB-Wahl halte ich die Parteizugehörigkeit für relativ unwichtig (egal wer OB wird, wird pausenlos nach Alternativen und Rückhalt suchen müssen, eindeutige Mehrheiten dürften schwer zu finden sein, daher wäre vielleicht ein komplett parteiloser Kandidat sogar am besten, wenn er ein guter Diplomat und Mediator ist).

      Aber ansonsten gebe ich dir Recht: CDU und SPD haben ihre konservativen Bereiche abgegeben und dadurch Linke und AfD stark gemacht, versuchen daher im grünen Bereich zu punkten. Die Grünen haben dadurch ihren Alleinstellungs- und Kernpunkt verloren. In den letzten Jahren hat sich die Politik der Parteien z. T. gewaltig verändert. Ob das nun gut oder schlecht ist, soll jeder selbst entscheiden. 😉

  6. Auf Frau Zocks Internetseite habe ich soeben gelesen das Sie in der Lobbyarbeit tätig ist oder war. Dürfen denn die Trierer Bürger wissen für welche Unternehmen sie Ihre Fähigkeiten eingesetzt hat – nicht das Sie in einen möglichen Interessenskonflikt kommen könnte oder das sich die Drehtür am Rathaus einmal so schnell dreht wie beispielweise bei der Causa Pofalla, Niebel, van Klaeden oder Gasprom-Schröder?

  7. Die OB-Wahl wird (so langsam aber sicher immer mehr) peinlich.
    Zock ist die Worthülse pur; Leibe farblos wie seine Gesichtsfarbe (wenn er auch gut sein soll); Dr. med. Grün (wer das Dr. schon auf Plakaten braucht – und das als „Alternativer“) wohl alles andere als ne Wucht.

    Heute dann die Fotos im Volksfreund aus dem „Posthof“. Billig gekonnt inszeniert von Zocks Freund Wolfgang Becker, der dann auch noch schön mit aufs Bild darf. So funktioniert Billig-Marketing vom Feinsten – WinWin für ZockBecker. Dazu unsere lokale Zukunft. Rainer Neubert tritt in die Fußstapfen von Dieter Lintz. Man heult sofort los, wenn man mit ansehen muss, wie der kleine Rainer mit dem ganzen Körper in den Zehenstapfen versinkt… Hoffentlich ist bald Wahltag und der Spuk ist vorbei… 🙁

  8. So, mir reicht`s jetzt.
    Was soll denn das ganze inhaltsleere Gedresche auf den Noch-OB?
    In den Jahrzehnten vor Klaus Jensen haben durchweg fähige OBs eine Menge hingeklotzt bekommen. Alleine in der letzten Amtszeit vor Klaus Jensen sind zig Millionen verbaut und investiert worden. Konversionsflächen wurden entmilitarisiert und umstrukturiert zu Wohn- und Wirtschaftsgebieten mit Großraumhalle etc. Ja, das stimmt.
    Nur, mit wessen Geld? Eu, Bund und Land haben diese zigMillionen gestemmt. Konversion ist out. Erledigt. Jetzt sprudelt nichts mehr.
    Mit viel Mut und Geschick muss die Struktur der Stadt vor dem Vergammeln bewahrt werden. Umbau oder Aufbau erledigt.

  9. Zusatz zu meiner Forumsäußerung:
    Klaus Jensen waren finanziell die Hände so gebunden, dass Großes nicht angepackt werden konnte. Auch hatte ich nicht immer den Eindruck, dass er von den Verwaltungsleuten unbedingt respektiert wurde. Traurig, aber wahr.

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