Wild Wild West – Fliegende Fäuste auf der „Bit“

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Auf der "Bit" flogen am Freitag die Fäuste.

Bildquelle: Eric Thielen

TRIER. Hollywood lässt grüßen – fliegende Fäuste und eine Verfolgungsjagd auf der „Bitburger“: Am frühen Freitagabend gingen gegen 18 Uhr bei der Polizei Trier gleich mehrere Notrufe ein. Verkehrsteilnehmer, die auf der B51 in Fahrtrichtung Trier unterwegs waren, gaben an, dass sich mehrere Personen auf der Bitburger Straße zwischen der Anschlussstelle nach Luxemburg und der Fachhochschule auf der Fahrbahn prügelten.

Die unmittelbar in diesen Bereich beorderten Streifenteams konnten vor Ort ermitteln, dass insgesamt vier Fahrzeuge an dieser Angelegenheit beteiligt waren. Hierbei handelte es sich um drei belgische Fahrzeuge und ein Fahrzeug aus Trier. Der 44-jähriger Autofahrer aus Trier war auf der Bitburger Straße in Fahrtrichtung Trier unterwegs. Im zähfließenden Verkehr ließ er mehrere Fahrzeuge an einem Parkplatz vor. Hier kam es offensichtlich zu Meinungsverschiedenheiten mit den darauffolgenden Fahrzeugführern.

Etwa 500 Meter später musste der Mann im Feierabendverkehr sein Fahrzeug verkehrsbedingt anhalten. Hier fuhr eines der darauffolgenden Fahrzeugen neben ihn auf die Busspur. Es kam zu verbalen Streitigkeiten.Laut Zeugenaussagen standen mittlerweile fünf bis sechs Personen direkt auf der Fahrbahn.

Im Wortgefecht schlug einer der Personen dem Mann unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Der 44-Jährige wurde leicht verletzt und blutete aus der Nase. Anschließend setzten sich die Personen wieder in ihre Fahrzeuge und flüchteten in Richtung Trier. Augenscheinlich gehörten drei Fahrzeuge mit belgischen Kennzeichen zusammen. Der Geschädigte setzte sich ebenso in sein Fahrzeug und nahm eigenmächtig die Verfolgung auf. Die Polizei wurde nicht informiert.

Kurz vor der Höhe Fachhochschule überholte der Geschädigte eines der belgischen Fahrzeuge, wollte dieses beim Überholvorgang abbremsen und rammte bei geringer Geschwindigkeit das Fahrzeug. Hier kam es ebenfalls wieder zu einem kurzen Handgemenge auf der Straße, in dessen Folge jedoch niemand verletzt wurde. Die beiden Unfallfahrzeuge verblieben vor Ort.

Die beiden weiteren belgischen Fahrzeuge, ein weißer Citroen Jumper und ein schwarzer Transit, flüchteten weiter in Richtung Trier. Die Beamten der Polizeiinspektion Trier stellten fest, dass einer der Unfallbeteiligten belgischer Herkunft unter Alkoholeinfluss stand. Es wurde eine Blutprobe entnommen und ein Strafverfahren eingeleitet.

Gegen den zunächst geschädigten Trierer, der den Faustschlag erhalten hatte, wurde ebenfalls ein Strafverfahren eingeleitet, da er nach eigenen Angaben mit voller Absicht das Fahrzeug stoppen wollte, in dem mutmaßlich der Täter saß. Er fuhr offensichtlich dem Fahrzeug bewusst in die Seite, um dieses an der Flucht zu hindern.

Es entstand ein Sachschaden in Höhe von insgesamt circa 4000 Euro. Bei der anschließenden Fahndung im Stadtbereich konnten die beiden flüchtigen Fahrzeuge ebenfalls im westlichen Stadtteil gestellt werden. Die Tatbeteiligung hinsichtlich der Körperverletzung muss noch geklärt werden. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.

Im Einsatz waren mehrere Fahrzeuge der Polizeiinspektion Trier sowie Unterstützungskräfte der Bundespolizeiinspektion Trier.

Auf der Bitburger Straße entstanden kurzfristig durch die geschilderte Situation sowie die Verkehrsunfallaufnahme Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Polizeiinspektion Trier bittet Augenzeuge, sich unter der Nummer 0651/9779-3200 zu melden. (red)

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17 KOMMENTARE

  1. „Im zähfließenden Verkehr ließ er mehrere Fahrzeuge an einem Parkplatz vor. Hier kam es offensichtlich zu Meinungsverschiedenheiten mit den darauffolgenden Fahrzeugführern.“

    Ohja. Das kann ich sehr gut verstehen. Ich könnte regelmäßig im Dreieck springen wenn die Verkehrsschläfer nicht auf den Vordermann aufschließen. Der tägliche Wahnsinn auf dieser Strecke wäre nur halb so schlimm, wenn das berücksichtigt würde.

      • Nee, noch nicht. Soll zuerst in einer Testphase für den größten Forentroll im Trierer Raum eingeführt werden. Hab mich schon als Schütze angemeldet – leider waren schon 15 vor mir da.

      • Es geht doch nicht darum jemanden vorzulassen und Vorfahrt zu schenken, sonderm um das aufschliessen zum Vordermann. Da werden zeilweise luecken von 100 Metern gelassen. Das hat zum Ergebnis das es sich bis zur Abfahrt Aach und Autobahn staut. In Wirklichkeit waere der Stau in seiner Laenge garnicht so lang.

        • Man muss aber doch auch mal das Positive sehen. Zum Beispiel, dass die Breite beim Stau immer ungefähr gleich ist.

          Und die Höhe auch!

    • Das Miteinander im Straßenverkehr erfordert es aber durchaus, dass man andere reinlässt, insbesondere wenn man vor einer Seitenstraße steht, dann hat man die Straße freizuhalten.

      Was den Verkehrsfluss angeht, ist es ganz einfach: je niedriger das Tempo, desto kleiner sollte der Abstand zum Vordermann sein.

      Aber wer sich über derartige Banalitäten schon aufregt, der sollte mal uberlegen, ob er im Straßenverkehr richtig aufgehoben ist…

      • So isses. Und sollte man in Trier mal „rausgelassen“ werden, ist es ziemlich sicher jemand mit auswärtigem Kennzeichen!

  2. ……..schade , dass der Trierer nicht Hannes K. war. Dann hätte es aber für die Belgier nur noch dicke Ohren gegeben!

  3. Hallo,

    ja, ja, die friedlichen Rallye Fans, wenn es nicht schnell genug geht gibt es halt was auf die Fresse.

    Nochmals, Rallye raus aus der Stadt!

    • Ja Frank,

      ist gut jetzt – so langsam nervt`s mit den dauernden Wiederholungen.
      Vielleicht solltest Du deinen namen um den Zusatz „Quängel“ erweitern.

  4. Kein Witz, in der Eurenerstr. ist eine Ampel wegen einer Baustelle und ich fuhr ausrollend auf die Autoschlange zu, welche in der Rotphase wartete, in einem angemessen, zügigen Tempo. Hinter mir war „Nötigung“ mit schwerem Gehupe. Ich drehte mich nach hinten und es war ein grau/ anthraziter VW – Van, mit belgischem Kennzeichen. Ich fuhr weiter Richtung TR- Euren und der VW bogt in die ehemalige Jägerkaserne ab und dort rein. Ich dachte gleich war das der Belgier von gestern…..wie führe ich mich im Ausland als Gast auf?????

  5. Laut Aussage von zwei Bekannten, die den Aufgriff der zunächst flüchtigen Fahrzeuge auf dem Parkplatz eines in Trier-West ansässigen grossen Einzelhandelunternehmens beobachten konnten, soll mindestens eines der gestellten Fahrzeuge ein rumänisches Kennzeichen gehabt haben. Handelt es sich hier um einen Irrtum von Seiten von lokalo oder ((un-)beabsichtigte) Fehlinformation von Seiten der Polizei? [Anm. d. lokalo-Redaktion: Wir haben die Informationen so weitergegeben, wie wir sie von der Polizei erhalten haben.]

    • Es waren definitiv Belgische Rallyfans. Ich stand im Stau 7 Autos hinter der Ausseinandersetzung am Trier Berg, hab alles gesehen und auch die Polizei verständigt.

  6. Wie sagt der Volksmund : rote Schrift auf rotem Grund , halte Abstand bleib gesund.

    Die Belgier haben als eines der letzten Länder Europas die Führerscheinpflicht eingeführt, da kann es sein dass wenn es sich um über 40 jährige Fahrer handelt ,die von Verkehrsregeln keine Ahnung haben .

    Das ist kein Witz und erklärt auch warum noch ältere Belgier so schlecht Auto fahren, die haben es nie richtig gelernt .

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