Protest erfolgreich: Vorerst keine Deponie in Strohn

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Der Plan in der Grube Wartgesberg bei Strohn eine Deponie der Klasse I einzurichten, stößt auf einen großen Widerstand der Bürger

Bildquelle: Helmut Gassen

STROHN. Der Plan in der Lavagrube Wartgesberg bei Strohn (Vulkaneifelkreis) eine Deponie der Klasse eins einzurichten, stieß bei den Bürgern der Eifelgemeinde auf großen Widerstand. In einer Deponie der Klasse eins dürfen Rückstände aus Müllverbrennungsanlagen, asbesthaltige Abfälle oder Gleisschotter abgelagert werden.

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als genehmigende Behörde des Planfeststellungsverfahrens teilte jetzt mit, dass mit einer Entscheidung vorerst noch nicht zu rechnen sei, da zuvor weitere Fragen zur Errichtung der Deponie geklärt werden müssen. In Strohn hat sich eine Bürgerinitiative formiert − auch in anderen umliegenden Gemeinden gab es heftigen Widerstand.

Die Planung der Firma Ernst Scherer aus Kastellaun, zur Errichtung und dem Betrieb einer Deponie der Deponieklasse eins sah vor, dass der Bereich der Lavagrube in vier Abschnitte unterteilt wird, die als getrennte Deponieabschnitte errichtet werden sollen. Für jeden der Abschnitte sollen geologische Barrieren inklusive eines Rohrleitungssystems zu einem Sammelbecken und eine Oberflächenabdichtung errichtet werden. Als Abschluss werde eine Rekultivierungsschicht mit Boden in einer Stärke zwischen einem und 2,5 Meter, je nach Art der Bepflanzung aufgetragen.

Soweit die Pläne der Firma aus Kastellaun, die jedoch auf starken Widerstand stießen. Der Protest der Bürger von Strohn und den Nachbarorten, des Kreistags und des Kreiswasserwerks Cochem-Zell sowie der Räte der Verbandsgemeinden Daun und Ulmen war vorerst erfolgreich. Das Thema „Deponie Wartgesberg“ bewegt die Strohner schon seit dem Spätsommer 2013. Bei einer Befragung sprachen sich 63 Prozent der Strohner Bürger gegen die Einrichtung einer solchen Deponie aus.

Die SGD Nord teilte nun mit, dass eine endgültige Entscheidung vorerst nicht gefällt werden kann. Zuvor müssten noch weitere, mit der Errichtung der Deponie in Zusammenhang stehende Fragen geklärt werden. Dabei geht es unter Anderem um einen Antrag zur Übertragung der Abwasserbeseitigungspflicht der Verbandsgemeinde Daun auf die Firma Ernst Scherer. Weiterhin sei zu klären, in welchem Umfang die Entsorgungssicherheit für mineralische Abfälle langfristig gesichert werden kann und welcher Bedarf an Entsorgungsanlagen dafür im Bereich der SGD Nord besteht.

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