Neue Baustelle in Trier – Umfangreiche Umleitungen

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Der erste Bauabschnitt beginnt am 25. August.

Bildquelle: Stadt Trier/lokalo

TRIER. Nein, die Zeit der Großbaustellen im Stadtkern von Trier ist noch nicht zu Ende. Dass die Zahl im Jahr 2014 besonders hoch ist, zeigt nur, wie groß der Sanierungsbedarf insgesamt ist. Die Baustellen Olewig und im Bereich um den Pferdemarkt bestehen noch, drei weitere kommen nun dazu. Aber, zum Glück nicht auf einen Schlag, sondern Zug um Zug. Die erste Sanierungsmaßnahme beginnt am morgigen Montag – pünktlich nach dem Ende der Rallye Deutschland.

In vier Bauabschnitten werden weitere Sanierungsmaßnahmen an stark frequentierten Straßen im Innenstadtbereich vorgenommen. Rund 400.000 Euro kosten die dringend erforderlichen Instandsetzungen, bei denen 1.100 qm Fahrbahn saniert und 1.500 Tonnen Asphalt verarbeitet werden. Wie Wolfgang van Bellen, Leiter des Tiefbauamts der Stadt anführt, weisen die Fahrbahndecken Aufbrüche und Schlaglöcher auf, „was jeder, der über diese Abschnitte fährt, auch spüren kann.“

Daher werden die beiden oberen Schichten des Belags, die jeweils vier Zentimeter dicke Asphaltdecke und -bindeschicht abgefräst und anschließend erneuert.

Abschnitt eins: Sanierung der Theodor-Heuss-Allee/Balduinstraße/An der Schellenmauer (Vollsperrung)

Ab Montag, 25. August, wird die Balduinstraße/An der Schellenmauer ab Höhe Sichelstraße bis zur Kreuzung Mustorstraße bis einschließlich Sonntag, den 31. August unter Vollsperrung vollflächig saniert. Parallel hierzu werden vor dem Eingangsbereich des Balduingebäudes die Fahrbahndecke der Christophstraße bzw. der Bushaltestelle saniert. Die Zufahrt zum Parkhaus Ostallee ist kommend von der Porta Nigra über die Christophstraße bzw. Deworastraße/Sichelstraße für Pkw bis 3,5 to jederzeit möglich.

Die Anfahrt in Richtung Bahnhof über die Christophstraße bleibt bestehen. Der Lkw-Verkehr wie der Anlieferverkehr für das Alleencenter wird großräumig über die Moseluferstraßen/die Süd- und Ostallee umgeleitet. Die Fahrtrichtung Gartenfeldstraße/Mustorstraße ist gesperrt, die Umleitung erfolgt über die Weimarer Allee/Weberbach (siehe Karte).

Es herrscht für die Stellplatzflächen der Pkw in der Balduinstraße für die Dauer der Arbeiten ein absolutes Halteverbot. Die Fußgänger-Verbindung von der Christophstraße bis zur Mustorstraße ist mit geringen Einschränkungen möglich.

„Wenn es keine Wetterkapriolen gibt, wird der Zeitplan eingehalten“, sagt Projektleiter Marco Bart, „für Verzögerungen könnte höchstens Starkregen, wenn der neue Asphalt aufgetragen wird und am darauffolgenden Tag, wenn die neue Decke aushärten soll.“ Die neuen Fahrbahnmarkierungen werden erst einige Tage später vorgenommen.

Im zweiten Abschnitt, der unmittelbar an die erste Baumaßnahme anschließt (1. bis 4. September), wird es ebenfalls zu einer Vollsperrung kommen. Dann ist die Instandsetzung in der Theodor-Heuss-Allee zwischen Bismarck- und Roonstraße und der gegenüberliegenden Straßenseite an der Reihe. Damit fallen die beiden ersten Straßensperrungen noch in die Ferienzeit.

Der dritte Bauabschnitt dauert vom 15. bis 21. September) und bezieht sich auf die Weimarer Allee. Auch hier wird es zu einer Vollsperrung kommen. Dieser Abschnitt wird deshalb zuletzt in Angriff genommen, weil die Dauerbaustelle in Olewig bis dahin „auf 15 Meter geschrumpft ist“ (van Bellen).

Über die Bauabschnitte zwei und drei wird lokalo gesondert informieren.

Die Frage, weshalb der Verkehr während der Arbeiten nicht einspurig weitergeführt werden kann, beantwortet van Bellen plausibel: „Die Gesamtstraßenbreite lässt das nicht zu. Wenn wir eine Fahrbahn für die Arbeiten sperren, benötigen wir auch noch einen Sicherheitsabstand. Und das gibt die Breite beider Fahrbahnen nicht her.“

Das trifft auf die eine weitere Baumaßnahme nicht zu. Ende September/Anfang Oktober wird auch die Parkstraße in Trier-Nord saniert. Wegen der dort zur Verfügung stehenden Fahrbahnbreiten ist nur eine halbseitige Sperrung erforderlich. Gesonderter Bericht folgt.

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9 KOMMENTARE

  1. Hoffentlich vergisst die Stadt die Kürenzer Strasse nicht diese wird seit Jahrzehnten instand gepuzzelt , oder soll sie fürderhin als SUV Teststrecke dienen.

    Achja , wenn man sie in Erich Honecker Strasse umtaufen würde könnte der Zustand so bleiben, habe damit Freunden aus der „Ostzone“ immer mal gerne gezeigt dass auch wir DDR Strassenbaustandards beherrschen 😉

  2. Warum die Balduinstraße saniert wird ist mir ein Rätsel. Die bin ich soeben noch gefahren und finde sie tip-top in Ordnung. Es gibt Straße die sind in einem erbärmlichen Zustand.

    • Die Luxemburgerstrasse ist ein echter Schandfleck. Ausgeschlagene Pflastersteine / tiefe Fahrspuren / zusammengewürfelter Belag…Es ist eine Schande…
      Schon seit Jahren ist der stetige Verfall zu beobachten. Und es ist nicht zu erkennen, wann hier mal etwas zur Verbesserung geschehen soll.

      • Frau Gattinger hat prinzipiell recht. Die Luxemburger Strasse allerdings ist eine Bundesstrasse, die zufällig durch Trier führt.
        Zuständig für durchgehende Bundesstrassen ist der Bund.
        Die Kosten für eine sinnvolle Sanierung dieser Strassenstrecke dürften schnell bei einigen Millionen liegen. Haben Sie das Geld
        übrig, dann spenden Sie es bitte zweckgebunden.
        Ja, Armin, auch Du hast recht. Bei der Kürenzer Strasse ist es mit Abfräsen der Fahrbahndecke nicht getan. Da liegen wie bei der Luxemburger noch Eisenschienen drin und jede Menge Pflastersteine. Für die kurze Strecke schlicht zu teuer.

        • ………und warum hat man ein sehr gutes Teilstück dieser Bundesstraße ,nämlich die Bundesstr. 51, zwischen Windmühle und Helenenberg nochmal saniert, obwohl dort war die fahrbahndecke zehnmal besser als in der Luxemburgerstr. war?

  3. Schön, dass momentan so viel für einige Ecken in Trier getan wird. Hoffentlich wird nicht wieder wie in der Wilhelm-Leuschner-Straße bloß angefangen und dann ist Tage oder Wochen Stillstand. Geschickter und preiswerter ist hier eine gute und durchdachte Planung, wir sind mal gespannt.

  4. Es iost toll, das mal ansatzweise begonnen wird, dai Straßen in trier halbwegs in Ordnung zu halten. Schön ist es auch, das man, 40 jahre nach aufkommen der erkenntnisse, das es in trier angekommen ist, das es billiger ist alle 5-10 jahre die Deckschichten zu erneuern ,bei Straßen, die sich zum umfeld als gut darstellen anstatt dann nach 30-40 jahren komplett neu zu bauen.
    Was ich aber nicht verstehe, jetzt mal an der letzten Sanierung Rechsabtei-Schöndorferstraße ist, das man dann nicht direkt hingeht und die Randbefestigungen (Bordsteine) direkt mit ausbessert/erneuert.

  5. Wenn die Weimarer Allee und der Kreuzungsbereich Mustorstraße ausgebaut werden, wie soll man dann aus der Eulenpfütz in Richtung Ostallee um über die Bitburgerstraße zur Autobahn nach Luxemburg zu gelangen? Da sind ja nur Einbahnstraßen.

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