Trotz Sonnenschein – Erwartungen nicht erfüllt

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Von der Sonne verwöhnt - Die "Picknicker" auf dem für diesen Zweck leicht überdimensionierten Viehmarktplatz.

Bildquelle: lokalo

TRIER. Mit 500 Teilnehmern hatte Veranstalter Georg Heinen gerechnet. Rund 100 waren zum Weißen Dinner gekommen. Damit blieb das bundesweit erfolgreiche Konzept – trotz strahlendem Sonnenschein auf dem Trierer Viehmarkt – hinter den Erwartungen zurück.

1988 lud Francois Pasquier seine Gäste aufgrund akuten Platzmangels in seinem Haus nach draußen in den Garten ein. Dies soll der Ursprung der “Dîner en blanc”-Bewegung gewesen sein. In Frankreich ist das Konzept seit Langem ein echter Trend. Mittlerweile treffen sich Tausende in weiß am Eiffelturm zum gemütlichen Beisammensein.

Nachdem das etwas andere Abendessen nun auch deutschlandweit Erfolge feiert, brachte es Organisator Georg Heinen am heutigen Samstagabend auch nach Trier. Der sonst als Organisator des Trierer Rosenmontagszuges bekannte Veranstalter rechnete im Vorfeld mit gut 500 Gästen. Tatsächlich wurden es rund 100.

Reine Eigenregie - alle Utensilien und Sitzmöbel wurden von den Gästen selbst mitgebracht.
Reine Eigenregie – alle Utensilien und Sitzmöbel wurden von den Gästen selbst mitgebracht.

Diese – ganz in weiß dem Anlass entsprechend – hatten Gartenmöbel, Picknickutensilien und Reichliches für den Gaumengenuss zusammengerafft und waren auf den Trierer Viehmarkt gekommen. Belohnt wurden sie mit einer großen Portion Abendsonne und einem überzeugenden Rahmenprogramm. Am Mikrofon, dessen Anlage wohl für die dutzendfache Menschenmenge ausreichend gewesen wäre, begrüßte Heinen freundlich die Gäste und führte ins musikalische Rahmenprogramm. Dass die Gästezahl hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, schien in nicht zu stören. Zu Scherzen war er dennoch aufgelegt.

Sichtlich amüsiert genossen die Gäste den weiteren Abend. Ihre Empfehlung an die Daheimgebliebenen, so der allgemeine Tenor: Beim nächsten Mal mit von der Partie zu sein. Einige der Gäste räumten zwar ein, der Aufwand für das Spektakel sei vergleichsweise hoch, dennoch seien sie überzeugt vom Gesamtkonzept, das rein privat und nicht-kommerziell veranstaltet wird. Eine professionell vermarktete Veranstaltung mit Teilnahmegebühr, die mittlerweile in Berlin oder München angeboten wird, würden die meisten der Trierer Gäste wohl tendenziell meiden. Ihnen ging es an diesem Abend um das gemütliche Zusammenkommen – auf ganz ungewöhnliche Weise.

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10 KOMMENTARE

  1. Vielleicht sollte der Autor noch einmal einen Zählkurs belegen…..! Ich habe gegen 21:00 Uhr die Anzahl der Gäste gezählt, bin auf 246 Teilnehmer gekommen…..

  2. Der Abend war perfekt und wird auf jeden Fall nächstes Jahr im August wiederholt, so Georg Heinen, der im Übrigen sehr Zufrieden mit dem Erfolg des Abends zufrieden war. Die Stimmung war hervorragend, alle Besucher hatten viel Spaß.

    Im Laufe des Abends stießen immer mehr Gäste zur Veranstaltung die bis Mitternacht ging.

    Hier noch ein kleines Interview mit Georg Heinen https://www.facebook.com/photo.php?v=889853141044792

  3. Wenn man das Video so sieht koennte man sofort wieder loslegen. Habe heute sogar mit weissem Hut gefruehstueckt, so angetan waren wir heute noch. Wir freuen uns.

    • Sie können es drehen und wenden wie sie wollen, es war ein Flop ! Da hilft auch die aktive Pressesprecherin Nicola nicht mehr weiter!

  4. Ich wendere mich, dass der Erfolg einer Veranstaltung an der Frage, ob 100 oder 500 Leute kommen gemessen wird. Wenn es nur 5 gewesen wären, würde ich ja auch sagen, da waren die Erwartungen zu hoch, aber mehr als hundert finde ich doch schon ein Anfang. Ich finde die Idee schon seit lamgem nett, hatte aber nie die Gelegenheit gefunden daran teilzunehmen und von dieser Veranstaltung habe ich erst Sonntag gehört. Mal sehen, vielleicht ja im nächsten Jahr! Jedenfalls wünsche ich den Veranstaltern und Teilnehmern viel Spaß!

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