Büchel wird blockiert – Proteste in der Eifel gegen Atomwaffen

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Das Protest-Camp am Fliegerhorst Büchel dauert in diesem Jahr bis zum 11. August.

Bildquelle: lokalo

BÜCHEL/TRIER. Die Friedensaktivisten, die derzeit vor dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel gegen die Lagerung von Nuklearwaffen protestieren, haben für den heutigen Dienstag die Blockade des Militärstützpunktes angekündigt. Das Protestcamp, an dem sich unter anderem auch die „AG Frieden“ aus Trier beteiligt, läuft noch bis zum 11. August.

Der Fliegerhorst in der Eifel ist der einzige bekannte Ort in Deutschland, an dem noch Atomwaffen stationiert sind. „Schon die Existenz von Nuklearwaffen ist absolut unverantwortlich, da hierdurch die Lebensgrundlagen aller gefährdet werden“, betonen die Aktivisten. Auf dem Stützpunkt nahe Cochem sind US-amerikanische wie deutsche Soldaten stationiert.

„Während erstere die Atomwaffen bewachen und verwalten, müssen letztere sie im Ernstfall an ihre Zielorte transportieren“, erklären die Organisatoren des Camps: Dies werde als „nukleare Teilhabe“ bezeichnet. In einigen anderen NATO-Mitgliedsstaaten werde dies ähnlich gehandhabt. Ziel der Blockade-Aktion am Dienstag sei, den reibungslosen Betriebsablauf des Fliegerhorstes zu behindern, „um damit ein klares Zeichen für eine Welt ohne Atomwaffen, Krieg und Gewalt zu setzen“.

Die Blockade soll während des „Aktionscamps der Gewaltfreien Aktion Atomwaffen Abschaffen“ (GAAA) stattfinden. Die Proteste in Büchel haben eine jahrzehntelange Tradition. Immer wieder fanden Mahnwachen, Go-in-Aktionen und Blockaden statt. Dieses Jahr dauert das Camp der Friedensaktivisten vom 2. bis zum 11. August. In diesem Zeitraum soll es laut Veranstaltern noch zu weiteren Protest-Aktionen kommen. (red)

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