43. Rallye Oberehe: Heiße Drifts im Eifelland

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Die Titelverteidiger Rainer Noller/Stefan Kopczyk gewannen auch im Jahr 2014 auf einem Porsche 996 GT3 RS) die Rallye Oberehe.

Bildquelle: Helmut Gassen

OBEREHE/HILLESHEIM. Unter dem Motto „Ready for action“ feierten mehrere Tausend Rallyefans die 43. Auflage der Rallye Oberehe 2014 mit einem hochkarätigen und internationalen Teilnehmerfeld auf sechs Wertungsprüfungen rund um Hillesheim. Nicht unter sportlichen, sondern auch unter touristischen und wirtschaftlichen Aspekten war die Rallye Oberehe ein Gewinn für die Region.

Eifelland ist Rallyeland. Nach dem Eifel-Rallye-Festival in der Woche zuvor starteten am vergangenen Wochenende heiße Öfen aus ganz Deutschland und den Beneluxstaaten zu sechs Wertungsprüfungen rund um die Krimihauptstadt Hillesheim (Vulkaneifelkreis) bei der Rallye Oberehe. Namensgeber ist der MSC Oberehe – gleichwohl findet diese traditionsreiche Veranstaltung schon seit Jahren in Hillesheim statt.

137 Teilnehmer gingen bei der 43. Auflage bei besten Wetterbedingungen auf die sechs anspruchsvollen Wertungsprüfungen (WP) bei Niederbettingen, Niederehe und Berlingen. Die fanden überwiegend auf Asphalt statt, es gab aber immer wieder auch kurze Abschnitte auf Schotter, ein Spaß den nicht nur die Rallyepiloten genossen, sondern auch die Fans an der Strecke, denn nirgendwo kann schöner gedriftet werden als auf Schotter. Für die deutschen, niederländischen, belgischen und luxemburgischen Teams Grund genug, die Fahrwerke entsprechend einzustellen.

Vor dem Hauptfeld konnten die Rallyebesucher aber zuerst die Vorwagengruppe genießen, in der sich auf Einladung des Veranstalters die Stars früherer Jahre mit ihren Autos auch den 1980er-Jahren ein Stelldichein gaben. Die Gruppe war diesmal etwas kleiner gefasst, wie MSC-Chef Wolfgang Bürgel zugab. „Wir haben das Feld etwas dezimiert, damit es keine Vorwagen-Rallye wird“, erklärte er. Mit ihrem 380 PS starken Porsche 996 GT3 RS setzten sich das schwäbische Gespann Rainer Noller/Stefan Kopczyk (Abstatt) von Anfang an der Spitze fest. Die erste WP gewannen sie mit knapp sechs Sekunden Vorsprung vor dem siebenfachen Oberehe-Sieger Frank Färber (Neuwied) auf einem Mitsubishi Lancer. Dieses Bild setzte sich im weiteren Verlauf der Rallye fort – am Ende gewann der Vorjahressieger auch die 2014er Auflage der Rallye Oberehe.

Die Rallye brachte aber nicht nur sportliches Flair in die Vulkaneifel, sondern sorgte auch für „mörderischen Schotter“ in die Kassen der Krimihauptstadt und spülte viel Geld in die Kassen von Vereinen wie den Freiwilligen Feuerwehren, die bei der Parkplatzeinweisung und Streckensicherung Dienst verrichteten und natürlich auch mit Getränke- und Imbissbuden präsent waren. In Berlingen wie anderswo hatte die Freiwillige Feuerwehr schon in der Vorbereitung eine Menge zu tun. „Um alles zu schaffen, haben wir eine Menge Helfer benötigt. Es hat aber prima geklappt. Die Rallye bedeutet zwar viel Stress, ist aber eine schöne Veranstaltung“, sagt Wehrführer Stefan Meinen.

Rallye fahren kann doch so schön sein. Das werden viele nach ihrer Mitfahrt bei der Shakedown-Driftshow im Industriegebiet HIGIS gedacht haben. So wie die Holländerin Marjet Houwers, die mit ihrem Freund Nick in Dohm-Lammersdorf wohnt. „Wir wollen nächstes Jahr selbst Rallye fahren, deshalb will ich mal sehen, wie das so ist. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fahrt“, sagte sie, bevor sie in den Nissan 370 Z mit 460 PS von Markus Ullrich einsteigt. Zwei schnelle Runden und viele Drifts mit qualmenden Reifen später stieg eine glückliche Marjet aus dem Boliden aus. „Das war wirklich toll und sein Geld wert“, sagt die Holländerin freudig. MSC-Chef Wolfgang Bürgel sah die Aktion positiv: „Das war die Gelegenheit, unseren Unterstützern zu zeigen, was Rallyesport ausmacht und wie es sich anfühlt, hautnah mit dabei zu sein.“ Der Erlös aus den Driftfahrten wird vom MSC Oberehe übrigens einem sozialen Zweck zugeführt.

Ergebnisse: 1. Rainer Noller/Stefan Kopczyk (Albstatt/Heilbronn, Porsche 996 GT3 RS) 2:24:37,5 Stunden; 2. Frank Färber/Peter Schaaf (Neuwied/Mayen), Mitsubishi Lancer, + 5,1 Sekunden; 3. Jörg Schuhej/Steffen Reith (Fulda/Schwalmtal) + 5,1 Sekunden …. 8. Jürgen Lenarz/Natalie Solbach-Schmidt (Sarmersbach/Olpe), + 60,0 Sekunden … 35. Andreas Konrath/Jörg Hofmann (Föhren/Piesport), Opel Kadett, + 3:19,0 Minuten … 37. Dieter Hermes/Sascha Trommershäuser (Berndorf/Hillesheim), + 3:35,4 Minuten … 49. Jörg Chmiela/Alexander Brauer (Igel/Bonn), BMW 318 is, + 4:11,5 Minuten … 81. Moritz Hermann/Manz BMW 323 ti + 5:45,7 Minuten … 88. Björn Schlömer/Benedikt Saxler (Daun/Trier), Peugeot 208 R2, + 6:49,9 Minuten … (101 von 137 gestarteten Fahrzeugen gewertet)

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