Arena Trier: Gastro-Zukunft weiter offen

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Noch betreibt Jörg Pfeifer die Gastronomie in der Trierer Arena.

Bildquelle: Eric Thielen

TRIER. Mehr als ein Jahr nach der öffentlichen Bekanntmachung für das Bewerberverfahren ist noch nicht entschieden, wer künftig den Gastronomiebetrieb in der Trierer Arena und dem Messepark betreibt. Die „Messe- und Veranstaltungs GmbH“ (MVG), die 2014 aus der Fusion von „Castel Trier GmbH“ und „Messefördergesellschaft“ hervorging, sucht weiter nach einem Nachfolger für Jörg Pfeifer, dessen Vertrag im April vergangenen Jahres ausgelaufen war. Pfeifer besitzt jedoch einen so genannten Nachfolgevertrag, der jetzt allerdings kurzfristig kündbar ist. Ein Pächter-Wechsel ist wegen des laufenden Geschäftsjahres, das von Juli bis Juni des folgenden Jahres läuft, ohnehin nur zur Jahresmitte möglich. Die MVG hat nun einen externen Gastronomieberater eingeschaltet. Bis Ende des Jahres sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Gelingt das nicht, wird wohl ein neues Bewerberverfahren stattfinden.

Von den ursprünglich sechs Bewerbern sind aktuell nur noch drei im Rennen. Die übrigen drei erhielten inzwischen eine Absage, „weil uns deren Konzept überhaupt nicht zusagte“, so Wolfgang Esser, einer der beiden Geschäftsführer der Castel Trier GmbH. Im Sommer 2013 fusionierte die Castel Trier GmbH mit der Messegesellschaft des Trierer Messeparks. Dadurch stiegen auch die Ansprüche an den neuen Pächter, da dieser künftig für beide Standorte verantwortlich zeichnen soll.

Laut Esser erfüllen auch die drei verbliebenen Bewerber die Vorstellungen des Unternehmens nicht in Gänze. „Deswegen haben wir jetzt einen externen Fachmann eingeschaltet, um Nachbesserungen zu erreichen.“ Die zeitliche Verschiebung – ursprünglich wollten Esser und Kollege Ralf Bollig in diesem Sommer Vollzug melden – hängt aber auch damit zusammen, dass der Aufsichtsrat, dessen Vorsitzender Wirtschaftsdezernent Thomas Egger ist, sich nach der Kommunalwahl vom 25. Mai neu zusammensetzte und seine Arbeit erst aufnehmen muss.

Bis Ende 2014 soll allerdings eine Entscheidung gefallen sein, damit der neue Pächter spätestens im Sommer 2015 seine Arbeit aufnehmen kann. Der Vertrag mit Jörg Pfeifer, dem derzeitigen Pächter, ist lediglich ein so genannter Folgevertrag, der laut Esser monatlich kündbar ist. Da die Gesellschaft eine langfristige Zusammenarbeit − zunächst einmal über fünf Jahre − anstrebt, müsse das Konzept absolut stimmig sein, so Esser. Zeit gibt man sich noch bis zum Jahresende. Bis dahin muss laut Esser eine Lösung gefunden sein.

Die Stadt Trier hält 70 Prozent an der MVG, die Stadtwerke Trier (SWT) die übrigen 30 Prozent. Diese 30 Prozent hatten die SWT Mitte 2012 innerhalb der „Castel Trier GmbH“ von der Kölner „Betreibergesellschaft für Sport- und Veranstaltungsstätten“ erworben. Die Arena selbst gehört der Stadt Trier. Die Messefördergesellschaft, die im Sommer 2013 mit der Castel Trier GmbH fusionierte, gehörte zu 60 Prozent der Stadt, jeweils 20 Prozent hielten die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer. In der MVG sind die Kammern nicht mehr vetreten, Stadt (70 Prozent) und SWT (30 Prozent) teilen sich die Anteile. (et)

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7 KOMMENTARE

  1. Solange da kein neuer Betreiber kommt, sehe ich schwarz.
    Da wird beim Personal gespart, wo es nur geht. Unglaublich ist es immer noch, wie überraschend bei TBB-Heimspielen die Halbzeitpause kommt und nichts vorgezapft ist…
    zum Glück sind wir ja nicht beim Fußball und man kann noch seine eigenen Getränke mit in die Halle nehmen.

    • Lieber saufe ich als Fussballfan Friedhofswasser als das ich zum Basketball ginge. Nun ja jedem nach seinem Geschmack.

  2. Wolly Esser und Co sind doch leider wirklich gehalten, da „irgendwas“ zu ändern. Jörg Pfeifer gibt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten sicher Mühe, aber mehr ist da leider auch nicht. Da muss kein Gourmet-Tempel hin, aber nun wirklich: so eklige Bratwurst und so eklige All you can eat Gewürge wie da, gibts in der ganzen Stadt nicht.
    Dazu in der Tat der Umstand, dass – egal bei welcher Veranstaltung, aber in der Tat beim Basketball in den Pausen eklatent, der Service eine Katastrophe ist.
    Sorry; da muss sich was tun…

  3. Darf der neue Betreiber/Pächter auch 10 Jahre die top eingerichtete Küche der Arena,kostenlos für Ausserhaus-Catering in Millionenhöhe, nutzen? Oder muss der neue Betreiber im Falle einer Neuverpachtung jetzt eine adäquate Miete/Pacht für nicht arenarelevante Caterings an die städtische GMBH zahlen? Wer zahlt eigentlich die jetzt benötigte neue Küche?

  4. Gute Freunde stehn zusammen! Macht euch keine Gedanken ,der Drops ist schon lange gelutscht! Es gibt nur noch 2 Bewerber , Pfeifer und ein Bewerber aus Farschweiler. Kurios nur , dass alle anderen Bewerber schlechter gewesen sein sollen! Nachtigall ich hör dir……….

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