Neues Gutachten – Hoffnung für Schallschutz in Igel

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Bildquelle: Deutscher Bundestag

TRIER. Der Trierer Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster hat sich bereits wiederholt, unter anderem mit Schreiben an den damaligen Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, für eine Lösung der Schallschutz-Problematik in Igel eingesetzt. Eine neues Gutachten könnte nun die von Kaster unterstütze Initiative zum Erfolg führen.

„Das Ergebnis des Gutachtens, das durch das Oberverwaltungsgericht angewiesen wurde, legt den Bau einer niedrigen Schallschutzwand aus schalltechnischen Gründen nahe“, so Kaster. Daher fordert er nunmehr in einem Schreiben an den Präsidenten des Eisenbahn-Bundesamtes Gerald Hörster, den erneuten Antrag der Deutschen Bahn AG zum Bau einer solchen Schallschutzwand zeitnah zu genehmigen.

Mit dem zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Trier-Luxemburg ist besonders in Igel die Lärmschutzproblematik bisher nicht gelöst. Anwohner und die Deutsche Bahn AG hatten sich bereits im letzten Jahr auf den Bau einer Niedrig-Lärmschutzwand in Kombination mit passivem Lärmschutz an den Gebäuden geeinigt.

Ein neues Gutachten, das entsprechend des Beschlusses des Oberverwaltungsgerichtes Rheinland-Pfalz erstellt wurde, kann nun als weitere Bestätigung angesehen werden, dass eine niedrige Schallschutzwand aus schalltechnischer Sicht in Igel grundsätzlich möglich ist.

Daher appelliert der Vorsitzende der Trierer CDU in einem Brief an den Präsidenten des Eisenbahn-Bundesamtes erneut, den Bau der von den Anwohnern gewünschten niedrigeren Lärmschutzwand zu genehmigen. „Eine zeitnahe Lösung, insbesondere im Sinne der betroffenen Anwohner, muss nun gefunden werden“, betont Kaster.

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3 KOMMENTARE

  1. Die Überschrift enthält einen Fehler. Die Ortsgemeinde Igel ist eigenständig und gehört nicht zur Stadt Trier. Es sollte daher „Igel“ statt „Trier-Igel“ heißen. Ansonsten freut es mich, dass „lokalo“ das Thema aufgreift. Der zweigleisige Ausbau erforderte ein Planstellungsverfahren und im Rahmen dieses Verfahrens konnten die Betroffenen klagen. Einer hat es getan und offensichtlich gewonnen.
    Im Rahmen dieser Planfeststellung musste auch eine Prognose 2025 für Güterverkehr und Personennahverkehr darlegt werden. Meiner Erinnerung nach wurde die Zahl der möglichen Güterzüge pro Tag von 16 auf 25 erhöht, wie viele nachts fahren dürfen, müsste nochmals überprüft werden. Sollte aber durch die hohe Taktfrequenz tagsüber ab 2019 (Reaktvierung Westrasse) tagsüber kein Güterzug mehr fahren, sind bei niedriger Lärmschutzwund die in den höheren Lagen wohnenden Einwohner die Verlierer. Bei Güterzügen haben diese nämlich eine höhere Lärmbelastung wie die in zweiter/dritter Reihe als betroffen eingestuften Anwohner zu ertragen, auch wenn sie weiter weg wohnen. Die Schallwirkung ist nämlich enorm.

  2. Von Bernhard Kaster hört man hier in Igel allerdings relativ wenig. Wenn ich mich über den aktuellen Stand beim Lärmschutz informiere, nehme ich nur das Engagement von Katarina Barley, MdB und Malu Dreyer (beide SPD) zur Kenntnis. Komisch komisch.

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