Eifel-Rallye-Festival begeistert die Massen

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Der zweifache Rallye-Weltmeister Walter Röhrl war in einem Porsche unterwegs.

Bildquelle: Helmut Gassen

DAUN. Das Eifel-Rallye-Festival rund um die Kreisstadt Daun, das zum vierten Mal ausgetragen wurde und mit 150 Teilnehmern wieder eine tolle Resonanz zu verzeichnen hatte, begeisterte erneut die Motorsportfans. Viele Tausend Besucher nicht nur aus der Region, sondern aus ganz Deutschland, ja sogar aus vielen Ländern Europas, waren in die Vulkaneifel gekommen, um bei Europas größtem Meeting historischer Rallyefahrzeuge dabei zu sein.

Schon bei der Anfahrt zum wurde deutlich, welche Anziehungskraft das Festival in der Vulkaneifel auf die Rallye-Fans ausübt. Autokennzeichen aus der ganzen Republik waren zu sehen, außerdem waren Besucher aus Belgien, Holland, Frankreich, Luxemburg, England oder Schweden gekommen, um die Piloten in ihren historischen Rallyefahrzeugen in Aktion zu erleben.

Die vierte Auflage des ADAC-Eifel-Rallye-Festivals zeigte wieder einmal die Faszination des größten rollenden Rallye-Museums – Fahrzeuge aus fünf Jahrzehnten legten ein eindrucksvolles Zeugnis dieser spannenden und spektakulären Sportart ab. „Wo bekommt man denn in Deutschland so etwas noch zu sehen“, lautete die rhetorische Frage eines Besuchers aus Niedersachsen, die er gleich selbst beantwortete: „Nirgendwo“.

Was das Eifel-Rallye-Festival mit seiner weltweit einzigartigen Vielfalt an historischen Automarken und Modellen von anderen Motorsportveranstaltungen unterscheidet, ist der Verzicht auf jegliche Form des Wettbewerbs. Das Motto ist olympisch: „Dabei sein ist alles.“ Neben den Autos sind auch viele der früheren Piloten die Stars des Festivals, die gerne nach Daun kommen.

Über ein Dutzend ehemaliger Rally-Profis feierten erneut ein Wiedersehen mit ihren früheren Sportgeräten. Der zweifache deutsche Rallye-Meister Harald Demuth, der einen Audi Quattro aus dem Fundus von Audi Tradition pilotierte, beschreibt es treffend: „Es ist wie bei einem Familientreffen.“ Auch Walter Röhrl, als Schirmherr des Festivals Stammgast der Veranstaltung, ist begeistert von der Atmosphäre bei der Eifel-Rallye: „Es gibt keinen zweiten Ort, wo die gesamte Rallye-Geschichte in dieser Form gezeigt wird. Die Stimmung hier ist einfach riesig. Was hier passiert, macht mich um Jahre jünger“, erzählte der 67-Jährige strahlend. Röhrl wurde natürlich besonders gefeiert und war ständig von Fans umlagert. Immer freundlich und mit nie nachlassender Geduld erfüllte der für seine Volksnähe bekannte Doppelweltmeister (1980, 1982) alle Autogramm- und Interview-Wünsche.

Pech hatten sowohl die Rallyepiloten als auch die Zuschauer bei der beliebten Bosch-Super-Stage bei Sarmersbach. Kurze Zeit nach dem Beginn der Etappe begann es zu regnen und goss danach wie aus Kübeln – das „Rennen“ wurde langsamer, die Zuschauer nass. Dafür stand die spektakuläre Wertungsprüfung „Hilgerath“, die bis in die Nacht auch mitten durch Sarmersbach führte und hier für Partystimmung bei den vielen Fans sorgte, unter einem guten Stern, denn es blieb trocken. Auch am Samstag, dem letzten Rallyetag, mit sechs Wertungsprüfungen, strahlte die Sonne vom Himmel.

Weitere Infos unter www.eifel-rallye-festival.de

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