Finaaaale!

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Der Chilene Cristobal Saavedra-Corvalan trifft im Endspiel auf Peter Torebko aus Deutschland.

Bildquelle: Markus Grundhöfer

28. Bitburger Tennis-Grand-Prix: Peter Torebko trifft auf Sandplatzexperten aus Chile

TRIER. Letzter Tag beim mit 10 000 Dollar dotierten ITF-Turnier auf der Anlage des TC Trier. In den Finalspielen des 28. Bitburger Tennis-Grand-Prix wird es heiß – vermutlich nicht nur wegen der tropischen Temperaturen sondern auch im Kampf um die Siegprämien und Weltranglistenpunkte. In beiden Endspielen (Samstag, ab 14 Uhr) sind deutsche Spieler vertreten.

Den Auftakt machen die Doppelspezialisten. Dort stehen sich die an Nummer 4 gesetzte deutsch-bulgarische Paarung Kevin Kaczynski/Petar Trendafilov und das ungesetzte Duo aus Kroatien und den USA, Franjo Raspudic/Salar Saraydarpour gegenüber. Kaczynski und Trendafilov – der Bulgare unterlag im Vorjahr im Einzel in Trier im Endspiel dem Belgier Yannick Martens gehen als Favorit in die Auseinandersetzung um 630 Dollar Siegprämie und 18 Weltranglistenpunkte, denn sie haben im Halbfinale die Nummer 1 der Setzliste, die Chilenen Saavedra-Corvalan/Urzua-Rivera glatt mit 6:0, 6:2 ausgeschaltet. An den Chilenen war das Duo der Lokalmatadoren, Philipp Schneider (TC Trier)/Mike Vermeer (Luxemburg) im Viertelfiale knapp mit 6:7, 4:6 gescheitert. Das ungesetzte kroatisch-amerikanische Doppel hatte den größten Stolperstein mit den an 2 gesetzten Matteo Fago/Nicolas Kicker (Italien/Argentinien) bereits im Viertelfinale mit 6:4, 6:3 eliminiert.

Unmittelbar nach der Doppel-Siegerehrung kommt es dann auf dem Center Court zum finalen Höhepunkt der Turnierwoche. Im Endspiel stehen sich der an Nummer 2 gesetzte Deutsche Peter Torebko und der unmittelbar hinter ihm eingestufte Chilene Cristobal Saavedra-Corvalan gegenüber. Trotz der brütenden Hitze gilt der Weseler als leichter Favorit. Nicht nur weil er sich auch im Halbfinale über den Argentinier Nicolas Kicker als hitzefest erwiesen hat, sondern auch, weil er souverän durch das gesamte Turnier marschiert ist.

Der Argentinier Nicolas Kicker war im Halbfinale gegen Peter Torebko ohne Chance.
Der Argentinier Nicolas Kicker war im Halbfinale gegen Peter Torebko ohne Chance.

„Den letzten Schritt will ich jetzt auch noch machen“, sagte Torebko nach seinem glatten 6:2, 6:2-Erfolg über Kicker, der mit dem vom Deutschen vorgelegten Tempo nicht mithalten konnte. Auf der einen Seite stand mit dem Weseler ein Allrounder, der mit seinem starken Aufschlag und druckvollen Grundschlägen die schnelle Entscheidung suchte, auf der anderen Seite ein typischer Sandplatzspieler, der über lange Ballwechsel zum Erfolg kommen wollte. Er versuchte, das Spiel langsam zu machen, was ihm aber nur selten gelang. Meist war spätestens der Druck auf den Argentinier nach dem dritten Rückschlag so groß, dass er den Ball nicht mehr kontrolliert zurückschlagen konnte und Torebko zu leichten Punkten kam. „Das Match gegen den Chilenen wird wohl ähnlich werden“, vermutet der Favorit, „ich werde das Spiel machen, er wird versuchen, mich mit langen Ballwechseln mürbe zu machen.“

Der Chilene hatte im ersten Spiel am Freitag in ähnlich souveräner Manier wie sein Gegner das Finale erreicht. Er hatte sich gegen den Tschechen Jakub Lustyk mit 6:2, 6:4. Vor vier Jahren war Lustyk in Trier im Halbfinale am Bulgaren Grigor Dimitrow gescheitert, der inzwischen in die absolute Weltspitze aufgestiegen ist und nach dem Halbfinaleinzug in Wimbledon vor zwei Wochen auf Platz 9 der Weltrangliste geführt wird. Der Chilene, wie fast alle Südamerikaner ein absoluter Sandplatzspezialist, dominierte das gesamte Match. Ihm gelangen drei Breaks, dagegen konnte der Tscheche den Aufschlag seines Gegners nicht einmal durchbrechen.

Ergebnisse Halbfinale Einzel: Cristobal Saavedra-Corvalan (Nr. 3/Chile) – Jakob Lustyk (Tschechien) 6:2, 6:4; Peter Torebko (Nr. 2/Deutschland) – Nicolas Kicker (Nr. 5/Argentinien) 6:2, 6:2 Ergebnisse Halbfinale Doppel: Franjo Raspudic/Salar Saraydapour (Kroatien/USA) – Leon Schutt/George von Massow (beide Deutschland) 6:4, 6:3; Kevin Kaczynski/Petar Trendafilov (Nr. 4/Deutschland/Bulgarien) – Cristobal Saavedra-Corvalan/Ricardo Urzua-Rivera (Nr. 1/Chile) 6:0, 6:2

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