Weiter geht’s – Wildparken in Trier, zweiter Teil – Fotogalerie

47
In Trier müssen sich die Bürgerinnen und Bürger inzwischen selbst helfen - weil das Ordnungsamt untätig ist. Weitere Bilder in der Fotogalerie am Ende des Artikels.

Bildquelle: Eric Thielen

TRIER. Der zuständige Dezernent ist immer noch auf Tauchstation. Die Mitarbeiter von Thomas Egger beim städtischen Ordnungsamt anscheinend auch. Nach wie vor wird in der Trierer Mustorstraße verbotswidrig geparkt. Kein Einzelfall, wie der kurze Rundgang von lokalo heute in der City (siehe große Fotogalerie am Ende des Artikels) zeigt. 61 Falschparker in etwas mehr als einer Stunde. Nicht einer hatte einen Strafzettel („Knöllchen“) an der Windschutzscheibe − trotz dreister „Wildparkerei“.

Am vergangenen Donnerstag beklagte Dominik Heinrich (Grüne), der Ortsvorsteher von Gartenfeld-Mitte, dass er seit zehn Tagen auf eine Antwort der Verwaltung warte − zur Parksituation in der Mustorstraße (wir berichteten). Bei lokalo gibt Kommentator „Kürenzer“ an, er warte ebenfalls auf eine Antwort der Behörde. Auch die Redaktion wartet seit Anfang Juni auf einen Gesprächstermin beim zuständigen Dezernenten. Bisher: keine Antwort aus dem Rathaus. Stattdessen verleiht Thomas Egger den „Förderpreis für Kultur“ im Studio des Trierer Theaters. lokalo-Kommentator „Onkel Dockter“ mutmaßt, Egger habe „im Moment mehr damit zu tun die Flurschäden seines neuen Intendanten im Theater zu begrenzen. Für die wichtigen Sachen hat er also keine Zeit“.

Wolf Buchmann (Grüne) hatte seine Meinung über das von Egger geführte Amt schon vor knapp zwei Jahren drastisch formuliert. “Das Ordnungsamt ist ein Sauhaufen”, wetterte Buchmann bei einer Mitgliederversammlung der Partei im Oktober 2012. Damals hatte der inzwischen parteilose Egger das Amt erst frisch von der Kollegin Simone Kaes-Torchiani (CDU) übernommen. Triers „Eiserne Lady“ sei am Eigenleben des speziellen Amtes gescheitert, hieß es aus Rathaus-Kreisen.

Auf dem kurzen, aber intensiven Rundgang von lokalo am heutigen Sonntag war übrigens kein Mitarbeiter des Ordnungsamtes bei der Arbeit zu sehen. Hier die Chronologie:

Ein Rundgang der etwas anderen Art in Trier – Beginn 14 Uhr. Mittelalter-Mark im Palastgarten, Handwerker-Markt an der Porta, die Geschäfte sind zu.

In der Deworastraße − 13 von 22 Autos haben keinen Anwohnerausweis, müssen aber dank großzügiger Sonntags-Regelung in Trier keinen Parkschein lösen. Warum die Stadt sich die Einnahmen entgehen lässt, bleibt wohl ein gut gehütetes Geheimnis im Rathaus.

Weiter geht’s zur Sichelstraße: „Parken nur für Motorräder“ – drei Autofahrer übersehen dieses Schild großzügig und lassen ihre Wagen auf den reservierten Plätzen stehen. Knöllchen? Fehlanzeige. Ebenfalls Sichelstraße: Der rechte Parkbereich zur Kochstraße hin ist deutlich für Autos mit gültigem Anwohnerausweis reserviert – sieben von elf Autos haben keinen entsprechenden Ausweis und parken trotzdem dort. Knöllchen? Fehlanzeige.

14.10 Uhr Rindertanzparkplatz: Neben den eingezeichneten Parkplätzen sind auch die Gehwege ebenfalls zugeparkt, und wer dort keinen verbotenen Parkplatz gefunden hat, ignoriert das Durchfahrtsverbotsschild plus absolutes Halteverbot in der Flanderstraße und stellt seinen Wagen eben direkt hinter der Absperrung ab. Knöllchen? Fehlanzeige.

14.20 Domfreihof: Auch hier wird munter verbotswidrig geparkt, ein Wohnmobilfahrer nutzt diesen großzügigen „Parkplatz“ skrupellos, geht zum Essen, um später dann noch eine Runde auf dem Domfreihof zu drehen. Knöllchen? Fehlanzeige.

14.37 Mustorstraße: Auch hier eine lange Phalanx von Falschparkern auf dem Gehweg, ein Durchkommen für Kinderwagen, Fußgänger und Rollstuhlfahrer ist an einigen Stellen schlicht unmöglich. Auf der anderen Seite deutlich gekennzeichnet: Hier dürfen nur Anwohner mit Ausweisen parken, sechs von neun Autos stehen dort verbotswidrig – parken aber dennoch. Knöllchen? Fehlanzeige.

14.44 Weiter zur Gangolfstraße: Einfahrt nur für Anwohner erlaubt, fürs Parken gilt das Gleiche. Bei elf parkenden Wagen liegt in genau zwei ein Anwohnerausweis. Knöllchen für die anderen neun? Fehlanzeige.

Da muss er sich schon ziemlich dünn machen, um in der Sichelstraße an dem Auto auf dem Gehweg noch vorbei zu kommen.
Da muss er sich schon ziemlich dünn machen, um in der Sichelstraße an dem Auto auf dem Gehweg noch vorbei zu kommen.

Wieder zurück zur Sichelstraße: Alle Falschparker stehen immer noch, auf der rechten Seite in Richtung Ostallee sind noch zwei Gehwegparker dazugekommen. Ein junger Mann mit dem Fahrrad hat Schwierigkeiten, sich zwischen Hauswand und Kleinlaster durchzuquetschen. Knöllchen? Fehlanzeige.

Dafür haben Anwohner offenbar zur Selbsthilfe gegriffen und auf die Frontscheiben Schilder mit dem Hinweis „Kein Parken auf unseren Wegen“ geklebt. Ein Blick zum wenige Meter weiter gelegenen Parkhaus in der Ostallee: gähnende Leere, obgleich der Sonntagstarif lediglich drei Euro für den gesamten Tag beträgt.

Übrigens Tarif: Bei 1,60 Euro pro Stunde in den genannten Straßen für Parkausweise verzichtet die Stadt jeden Sonntag freiwillig auf mehrere hundert Euro Parkeinnahmen. Plus die nicht verteilten Knöllchen: Allein beim gut einstündigen lokalo-Rundgang wurden 61 Falschparker gezählt, würde bei der Mindestsumme für Knöllchen von zehn Euro bereits 610 Euro ausmachen – in der Stunde wohl gemerkt. Nicht eingerechnet die deutlich höheren Strafen für das Parken in den Fußgängerzonen etwa. (et)

Jetzt lokalo liken und keine News verpassen!

47 KOMMENTARE

  1. Wo sollen die Leute auch parken? Trier als Touristen-Stadt, die ja nicht nur Urlauber sondern auch Einkaufstouristen anlocken soll, hat seit langer Zeit ein Parkplatz-Problem. Und statt hieran etwas zu ändern, wird der zur Verfügung stehende öffentliche Parkraum immer mehr beschnitten. Und wie soll es anders sein: Natürlich treten solche Probleme insbesondere in dem Bezirk mit grünem Ortsvorsteher auf, in dem Autofahrer sowieso zu leiden haben.

    Es bringt herzlich wenig, ständig Fotos von Falschparkern zu posten, vielmehr sollte mal Ursachenforschung betrieben werden. Wieso wurden die Parkplätze dort gestrichen? Auf wessen Veranlassung? Wurde an Ausweich-Parkplätze gedacht?

    • Deine erste Frage hätte wohl sein sollen: „Wo sollen die Laute auch KOSTENLOS parken“? Denn Parkplätze gibts ja offentsichlich in unseren Parkhäusern genug.
      Da wir aber die sonntägliche Narrenfreiheit auskosten müssen, wird frei und unverständlich dreist an jedem x-beliebigen Ort geparkt.
      Faulheit lässt grüßen!!!

    • Die Parkplätze sind nicht weg. Die hat jetzt nur ein anderer Stadtteil.
      Sprich: Wenn jemand im Stadtteil Mitte- Gartenfeld aus seinen 3 Wohnungen mit Parkplätzen 10 Appartments macht, dann bezahlt er eben eine Ablöse für die fehelenden Parkplätze an die Stadt. Und die baut damit neue Parkplätze. Aber nicht in Mitte, sondern z.B. in Ehrang, an die neue Umgehung. Was glauben Sie, wie der Parkplatz in den Moselauen bezahlt wurde?

      • @fischer: und warum wird das nicht immer so gemacht ,dass parkplätze abgelösst werden müssen. gibt’s da auch schon mal persönliche Verbindungen zu den Bauherrn,weshalb die Stadt auf ablöse verzichtet? wäre für antwort dankbar lieber herr fischer.

  2. @mario :natürlich soll die Innenstadt lahmgelegt werden! Warum sonst werden aus 2fahrspuren eine Spur gemacht,werden Parkplätze ersatzlos gestrichen ? Wenn man auf demokratische Weise seine Ideen nicht verwirklichen kann ,macht man’s eben auf diese Weise! Ihr kriegt Trier kaputt, da bin ich mir ganz sicher!

    • @Bürger Anton: „natürlich soll die Innenstadt lahmgelegt werden!“

      Ach so, lahm!

      Schonmal auf die Idee gekommen, dass man die zwei Dinger, die Ihren Arsch mit dem Boden verbinden, auch dazu benutzen kann, sich fortzubewegen? Also nicht zum Gaspedal runterdrücken, sondern einfach so.

      Der Blick ist freier ohne Windschutzscheibe vor der Birne und frische Luft gibt’s für lau. Vielleicht einfach mal ausprobieren!

    • Es sind doch nach wie vor noch immer zwei Fahrspuren, nur daß eine davon nun dem Fahrrad gewidmet ist, damit diese schneller über die Kreuzung kommen und nicht in der Autoschlange stehen. Vielleicht sollten dies einige Zeitgenossen, die meinen innerhalb der Stadt das Auto benutzen zu müssen, mal als Anregung nehmen.
      Ansonsten konnte ich in den letzten zwei Wochen keinen größeren Stau mehr in Gartenfeld/Mustorstr. feststellen.
      Im Übrigen wäre es auch mal interessant, zu testen inwieweit man mit enem Rettungswagen oder gar einem Feuerwehrwagen durch die Straßen kommt. Aber auch hier muß zuerst jemand zu Schaden kommen, bis Egger und sein Ordnungsdezernat aufwacht und aktiv wird. Mittlerweile ist es fast schon so, daß die Verkehrsmoral in Russland besser ist als in Trier!

  3. „Wo sollen die Leute auch parken?“ Wie wär´s mit dem Parkhaus? ist doch alles frei wie man sieht. Ne in Trier ist dat keine Alternative, obwohl kaum eine andere Stadt soviele Parkhäuser in der Nähe der Innenstadt hat wie Trier. Am besten noch mit der Karre ins Lädschi reinfahren!!! „Drive-In“

  4. Man kann Gottesdienstbesuchern oder Touristen unseres Weltkulturerbe Dom doch nicht zumuten, zu laufen.
    Also parken wir doch direkt davor.
    Parken nach Regeln: Wozu?
    Lokalo zeigt es schön: Sonntags ist überall Parken für lau! 🙂
    Für mich als Trierer super zu wissen!

  5. Lokalo kann an einem Sonntag auch gar keine Beamten des VÜD treffen( außer, die sitzen privat im Dom im Beichtstuhl). Weil, die Sonntags(Und nachts) gar nicht Kontrollieren dürfen. Nicht das die nicht wollen. Die Dürfen nicht. Weil hierfür der Personalrat aus Tariflichen Gründen nicht zugestimmt hat. So hat es mir jedenfalls der Einsatzleiter erklärt.
    Und weitere Kräfte hat der Stadtrat mit den Stimmen CDU/ FWG ja abgelehnt. Lustig auch die Bandansage: Bei dringenden Fällen wenden sie sich bitte an die nächste Polizei. Toll. Die Trierer Polizei kommt erst gar nicht. Nicht zuständig. So wird der Krieg zw. Land(Polizei) und Stadt auf dem Rücken der Bürger ausgetragen.
    Ps. Im Aktuellen Bürgerhaushalt sind fast 1/3 der Anregungen wünsche nach mehr Kontrollen.

  6. @eric thielen: glauben sie das thomas egger schafft was seine Vorgänger bernarding und kaes-torchiani nicht geschafft haben; dieses amt einzubremsen? seinerzeit hat georg bernarding unter zeugen schon gesagt : ich kriege diese………. nicht eingebremst! dort hat sich einiges verselbständigt.

  7. Vor 2 Tagen sind wir aus dem Urlaub im Salzburger Land zurückgekommen. In der Touristenstadt Salzburg darf man nirgendwo in der Stadt parken, man muss ins Parkhaus fahren, für 20 € am Tag. Wer falsch parkt wird ganz schnell abgeschleppt oder hat eine Kralle am Reifen. Trotzdem kommen die Besucher zu Tausenden.

    • ja, vor allem eben auch weil man durch die Stadt laufen kann ohne über Autos klettern zu müssen.
      In vielen österreichischen Städten müssen selbst für die Parkplätze an Unis und Ämtern Gebühren bezahlt werden. Alleine deswegen denken die Amtsträger dort wahrscheinlich auch schon etwas anders wenn’s um Fragen der Mobilität geht, weil sie eben selber auch öfters mal das Rad nehmen, den Bus oder einfach laufen.

      Das Dauerargument in Trier, außenrum wären so viele Flächenlandkreise zieht im Vergleich mit Österreich gottseidank nicht, da das dort ähnlich ist.

  8. Liebe Redaktion, Ihre Bilder sind ja eindeutig. Wenn Sie da jetzt jetzt formlos ein paar Worte zu schreiben (Ort/Datum) und an die Verwaltung schicken, dann müssen die Tätigwerden.
    Im Jahr 2012 wurden in Trier 600 Falschparker abgeschleppt ( also 1,6 Autos am Tag). Im Jahr 2013 waren es nur noch 400 ( also 1,1 Autos Pro Tag! ). Von 16 Beamten im Außendienst! Das schafft eine Politesse in Köln oder Düsseldorf in einer Stunde.
    Ich würde es packen, nur bei einem Flohmarkt im Messepark 30-40 in einer Stunde entfernen zu lassen. Oder 100-150 bei einem TBB-Spiel in Tr-Nord. Aber: laut Aussage von Frau For…., Leitstelle Ordnungsamt, hat der VÜD keinen Zugang zum Veranstaltungskalender der Stadt Trier, kann also solche Einsätze auch nicht planen. und da es nicht so viele Abschleppwagen gibt, und es wohl nicht zulässig sei, nur einzelne zu entfernen, bleiben halt alle stehen.
    Ich warte nur auf den tag, das der erste Stirbt, weil die Feuerwehr mit der Drehleiter nicht bei kommt.
    Die Erklärungen , er wüßte von nix, holt sich der Egger dann bestimmt aus der Baum-Rede von KT.

    • „Ich warte nur auf den tag, das der erste Stirbt, weil die Feuerwehr mit der Drehleiter nicht bei kommt.“

      Müssen Sie nicht mehr warten. Ist zwar (gottseidank) niemand bei gestorben. Aber, dass die Feuerwehr ihren Einsatzort beinahe nicht erreicht hätte, wegen irgendeines Idioten, der gemeint hat, sein Auto kreuz und quer in die Gegend stellen zu müssen, ist z.B. im letzten Jahr in Trier Süd schon vorgekommen. Und auch im Südbad wäre das ja an praktisch jedem warmen Tag der Fall, wenn ein Einsatz erforderlich würde.

      Es wäre vermutlich längst an der Zeit, einmal zu überprüfen, inwiefern die stumpfe Weigerung unserer Verwaltung, ihrer Pflicht zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit nachzukommen inklusive dieser ganzen gelogenen, vorgeschobenen Ausreden (es ist eine Halterabfrage erforderlich, es dürfen nicht Einzelne abgeschleppt werden) eine sanktionswürdige Verletzung von Diestpflichten darstellt. Ich jedenfalls habe noch nie mehr als EIN Auto auf einmal auf einem Abschleppwagen stehen sehen. Insofern werden immer „Einzelne“ abgeschleppt. Einer nach dem Anderen. Im Idealfall, bis keiner mehr irgendwem im Weg steht.

  9. wie lokalo.de schon schreibt: http://lokalo.de/artikel/24287 das Ordnungsamt ist ein Sauhaufen, will ich dies auf die Stadtverwaltung mit ihren unfähigen Dezernaten ausweiten. So viel Schei… wie die letzten Monate und Jahre hier fabriziert wurden, ist zuvor nie abgegangen. Unsere Stadt wird systematisch kaputt gemacht. Fast jeden Tag steht irgend ein Hiobs-Bericht in der Zeitung. Das kann ja wohl nicht so weitergehen – oder ?

  10. … Wechselstraße war total dicht, selbst der Gehweg, trotz absolutem Halteverbot! Ein großes Feuerwehrfahrzeug wäre da nicht mehr durchgekommen! Aber das interessiert offensichtlich niemanden.

    • Selbst wenn die FW-Leitstelle das Ordnungsamt anfordert, a.) kommen die nicht oder b.) sind nicht im Dienst. Dort ist man , wie zu hören war, gar nicht gut auf den VÜD zu sprechen. Die Hoffnung, das ein gemeinsamer Dezernent da was anordnen würde, wurde durch den Personalrat der Verwaltung erfolgreich verhindert.
      Ich sage: Der Personalrat trägt bei möglichen Toten eine gehörige Mitschuld.
      In dieser Meinung werde ich auch von führenden Sachgebietsleitern des OA unterstützt.

  11. Dass in Trier hier vieles anders falsch bzw. anders läuft als anderswo in der Republik ist nichts neues.

    Aber in dieser Sache muss man vielleicht einfach einen Schnitt ziehen und sagen ab 01.08. (oder so) wird nicht mehr lange verwarnt und diskutiert, sondern eben direkt aufgeschrieben, wenn eine Behinderung vorliegt dann auch direkt mit dem höheren Satz, bzw. abgeschleppt. Autos bei denen wahrscheinlich ist, dass die Halter nicht zahlen werden sollen eben direkt eine Kralle oder den Abschlepper sehen. Fertig.
    Mich wundert es eh, dass die ADD da nicht sagt, immerhin ist die Kommune angewiesen neue Einnahmequellen aufzutun um ihren Haushalt zu konsoldiieren, bzw. in einer fernen Zukunft die Schulen abzubauen. Das wäre keine neue, aber eine wohl so schnell nicht versiegende Einnahmequelle, die man bislang (warum auch immer) nicht wirklich nutzt.
    Wer sich an die Regeln hält hat ja nichts zu befürchten. Wer sich nicht an die Regeln hält, gar andere gefährdet oder einschränkt muss das dann eben büßen.

  12. auch wenn sich bei facebook viele über den artikel lustig machen: klasse arbeit herr thielen! insgesamt gefällt mir, in welche richtung sich das portal momentan entwickelt. hoffentlich ist das nicht nur ein strohfeuer!

  13. Es muss doch möglich sein die Innenstadt innerhalb vom Alleenring verkehrszuberuhigen. Ich bin weiß Gott nicht gegen das Autofahren, aber was sich in Trier abspielt spottet jeder Beschreibung. Irgendwie kommt mir das alles konzept- und planlos vor. Man legt halt mal ein paar Radwege an, die z.B. in Heiligkreuz kein Mensch braucht, da sie irgendwo ins Nirwana führen, dafür erstickt der städtische Kernbereich im motorisierten Verkehr.
    Sogar in solchen autoverrückten Ländern wie Spanien, Italien und Frankreich hat man begriffen, dass verkehrsberuhigte Innenstäfte zu einer höheren Lebensqualität beitragen. Wieso weist man nicht innerhalb vom Alleenring nur Parkflächen für Bewohner aus und verhängt dann drakonische Strafen für die Uneinsichtigen? Nach ein paar Monaten wäre die Erziehung gelungen. Die Zufahrten zu den Parkhäuser, wovon aus genug in Trier gibt, bleiben frei, aber halt nur die Zufahrten.

  14. Trier ist hier wirklich eine unrühmliche Ausnahme – in vielen großen (und inzwischen auch kleineren) Städten Deutschlands ist das Parken in der innenstadt – außer in Parkhäusern – nur den Anwohnern vorbehalten. Und bevor man in Trier unsinnige und kaum genutzte Fahrradwege installiert, sollte man erst einmal den unglaublichen Park-Suchverkehr in der City eindämmen: Ausschließlich Anwohnerparkplätze – die könnte man dann auch ruhig etwas verteuern, schließlich haben die Anwohner dann auch reelle Chancen, einen Parkplatz zu bekommen – und ansonsten erst einmal die Parkhäuser auslasten. Es kann mir niemand erzählen, dass dann weniger zum Einkaufen nach Trier kommen. Es ist nur einfach bequemer, alles so laufen zu lassen wie bisher. Aber ich finde es unglaublich, dass Bürger schon zur Selbsthilfe greifen müssen, wie der hier abgebildete Aufkleber zeigt. Ich bin wirklich nicht für Blockwart-Manier, aber was sich in Trier in Sachen Parken abspielt, ist wirklich ohne Worte!!!

  15. Es gibt Leute, die haben Probleme… Ist im Moment so ein Sommerloch, dass hier so ein lächerliches Thema hochgekocht werden muss? In China ist übrigens ein Sack Reis umgefallen!

  16. was soll diese Hetze gegen die Autofahrer
    zur Zeit ist es definitiv so, dass man aus den Vororten nicht gefahrlos mit dem Rad in die Innenstadt fahren kann.
    Wenn Trier ein akzeptables Radwegenetz hätte, dann würde ich das verstehen.
    Wenn ihr hier was ankurbeln könnt, ich sage mal nur Kopenhagen oder Münster oder Freiburg
    wenn diese Städte Vorbilder werden können, dann habt ihr was erreicht

  17. „vorgeschobenen Ausreden (es ist eine Halterabfrage erforderlich)“….

    Natürlich ist die erforderlich, aber das ist ein kurzer Blick in den Computer.

    In Trier kann ich mich über vieles nur noch wundern.

  18. Das eigentliche Problem: ausreichende Parkmöglichkeiten für alle.

    Das Auto als Mittel freier Mobilität und Bequemlichkeit wird uns noch lange erhalten bleiben. Ich selbst beanspruche auch zukünftig für mich die Freiheit selbst zu entscheiden wann, weshalb und wo ich mein Auto benutze und was mich dies kostet. Allen denkbaren Umerziehungsmaßnahmen werde ich mich entgegenstellen. Ich erwarte entsprechend von unseren politischen Vertretern, unseren Beamten und einzelnen Interessengruppen, dass diese alle Versuche von Erziehungsmaßnahmen am freien und mündigen Bürger unterlassen.
    Natürlich gelten auch für mich die gesetzlichen Vorschriften und Regeln, an die ich mich halten werde. So auch beim Parken. Hier unterscheide ich jedoch gefügig mit gesundem Menschenverstand sinnige und unsinnige Regeln.
    Grundsätzlich erwarte ich, dass zeitgemäße Konzepte für den gegenwärtigen und zukünftigen Parkbedarf geschaffen werden. Die Abschaffung des Autos zähle ich nicht dazu!
    Das heißt im Klartext: Ausreichende Parkmöglichkeiten für alle: Anwohner, Arbeitnehmer, Kurzzeitparker, Touristen, Behinderte, Lieferanten, etc.. Welche Gruppe benötigt wann, in welcher Anzahl und wo entsprechendes Parkplatzangebot mit welchen Laufwegen? Wenn erforderlich müssen eben zusätzliche Parkhäuser gebaut und Stellflächen geschaffen werden.
    Wie ist der öffentliche Nahverkehr diesem anzupassen? Welche Rolle spielen Taxis und Shuttels und welche Sonderrechte sind diesen einzuräumen.

    Lösungsansätze andererorts im EU-Ausland:
    farbig eindeutig markierte Parkplätze: z.Bsp.: rot = Anwohner und Kurzzeitparker bis 30 Min, grün = kostenpflichtig ohne Zeitlimit, blau = Sonderparkflächen, gelb = Kurzzeitparker bis 2 Std., weiß = freies Parken. Dies in Kombination mit intelligenten Preis-, Zahlungs-, Kontroll- und Sanktionssystemen.
    So sollte es möglich sein mit einem am Automaten gekauften Ticket alle vorgesehenen Parkflächen innerhalb des bezahlten Zeitlimits zu nutzen. Zuwiderhandlungen (kein oder abgelaufenes Ticket, oder unberechtigtes Parken) werden in jedem Fall ohne Schonfrist empfindlich hoch geahndet (z.Bsp. 100,- EUR die auch im EU-Ausland eingetrieben werden können) mit der Möglichkeit dieser Ahndung zu entgehen wenn binnen 24 Stunden nachgezahlt oder ein vermindeter Ahndungssatz gezahlt wird (ebenfalls an allen Automaten möglich).
    Falschparker bei eindeutiger Behinderung anderer (und auch nur dann) gnadenlos abschleppen und angemessen hoch verwarnen. Die oft genannte Parkkralle ist hier nicht dienlich weil dadurch die Behinderung eher verlängert als behoben wird und entsprechend nur bei Nichtbehinderung, wenn überhaupt, Sinn macht.

    • Es ist nicht Aufgabe der Politik so viele Parkplätze zu schaffen, wie Leute Autos parken wollen. Sonst wäre es auch Aufgabe der Politik den Leuten so viel Sozialleistungen zu überweisen wie sie wollen oder eben die Steuern zu senken. Beides ist auch nicht durch Volksabstimmungen regelbar (nicht mal in Bayern).

      Es ist auch nicht einzusehen, wieso Leuten wie Ihnen hinterher und vorausgekehrt werden müsste. Wer einen Parkplatz will soll dafür zahlen. Jeder Einwohner hat die Möglichkeit sich eine Garage zu mieten, die Preis und Angebot regelt der Markt. Alle anderen sollten den Mund nicht zu voll nehmen, bzw. ihr Auto in ein Parkhaus fahren.

      • Natürlich ist es erste Aufgabe der Politiker und Beamten ALLEN gerecht zu werden – auch wenn es anstrengend ist und Kompromisse verlangt – was denn sonst???

        Von umsonst war nicht die Rede. Natürlich darfs hier und da auch gerne was kosten – für meine eigenen Ansprüche auch gerne aus meiner eigenen Tasche!

  19. Unglaublich peinlich, lieber Herr Thielen. Ich war fundierte Berichterstattung von Ihnen gewohnt. Aber dieses Bashing gegen bestimmte Autofahrer geht nun wirklich gar nicht.
    Hetze ist KEIN Journalismus!

    • Was ist daran falsch, aufzuzeigen. was in unserer Stadt falsch läuft.
      Würden Sie diese Meinung auch noch vertreten wenn z.B. Sie einen Herzinfakt haben und der Rettungswagen kommt nicht durch?
      Das sind nämlich u.A. die Folgen durchs Falschparken. es geht nicht um die paar Taler, die nicht in den Parkautomaten landen.

    • Es freut sich sicher nicht darüber, daß ich dieses Café aus diesem Grund meide, weil es einfach nicht schön ist über einen Bürgersteig voller Autos zu gehen. Sind zwar nur um die 5€ pro Woche im Sommer, aber möglicherweise denken andere Leute ja ähnlich.
      Ebenso meiden Freunde von mir mittlerweile die Geschäfte in der Neustraße aus selbigem Grund. Die Fußgängerzone ist wenigstens mehr oder weniger autofrei.

  20. Zur Frage was das Ordnungsamt so tut eine Beobachtung von mir, heute Mittag in der Südallee/Ecke Saarstraße:
    2 Weibliche Personen mit Uniformen/Abzeichen des Straßenverkehrsamtes in einem kleinen Schwarzen Flitzer , KZ Tr-T42XX ( volles KZ bekannt) raucht im Behörden Fahrzeug( obwohl vom OB höchstpersönlich per Anweisung strickt verboten) und wirft dann auch noch Kippe/Asche aus dem Fenster. Jeder normale Bürger hätte hierfür 35 Euro Bußgeld zahlen müssen.

    • Diese ganze Abteilung ist ein einziger fauler Sauhaufen!
      Es ist sehr schwach, daß der OB hier in über sechs Jahren nicht aufgeräumt hat und einfach nichts passiert ist. Das Kippe aus dem Fenster kenne ich übrigens auch von den Mitarbeitern der Straßenreinigung. Die machen morgens gegen 9 Uhr oft ihre Zigarettenpause (die wievielte es ist, möchte ich hier nicht unterstellen) auf dem Schotterweg unterhalb der Abzw. zur Weinbaudomäne und werfen ihre Kippen ebenfalls einfach aus dem Fenster.
      Die Busfahrer der SWT machen das genauso (natürlich nachdem sie IM Bus eine gequarzt haben). Das ist besonders schön als Fahrgast an einer Endstation einzusteigen. Auch hier liefen meine Beschwerden ins Leere.
      Um es mit einem bekanntem, grammatikalisch wenig korrektem Satz auszudrücken: Uns schöner Trier, uns peinlich Trier!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.