„Die Autos waren im Weg“ – Mutmaßlicher Trierer Reifenstecher angeklagt

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Symbolbild.

Bildquelle: WM Jas Flickr

TRIER. Im August 2013 sorgte der größte bekannte Fall von Vandalismus für viel Aufsehen in der Region: Mehr als 200 Autoreifen wurden von einem Unbekannten zerstochen. Knapp ein Jahr später hat die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage gegen einen 73-Jährigen erhoben. (Anmerkung der Redaktion: Laut Staatsanwaltschaft Trier gibt es zwei Personen, die mit dem Reifenstechen in Verbindung gebracht werden. Daher die Verwechslung des Alters. Der Angeklagte wird in wenigen Wochen 74. Gegen die andere Person wurde noch keine Anklage erhoben.)

Der Mann hatte sich laut Staatsanwalt Ingo Hromada schon früh mit nebulösen Äußerungen verdächtig gemacht. So habe er unter anderem gesagt, dass er es gewesen sein könnte, sich aber nicht sicher sei.

Der geistig verwirrte und psychisch auffällige Mann habe später schließlich neun Fälle gestanden, bestritt jedoch, etwas mit den anderen Fällen in derselben Nacht zu tun gehabt zu haben. Der Mann begründete seine Taten damit, dass die Autos ihm im Weg standen und störten.

Warum man trotz dieser fadenscheinigen Äußerungen in einem frühen Stadium der Ermittlungen erst jetzt Anklage erhob? „Wir mussten zunächst abwarten und die Äußerungen prüfen. Außerdem fanden wir ein Messer bei dem Verdächtigen, das untersucht wurde und starteten einen Zeugenaufruf“, so der Staatsanwalt am Mittwoch gegenüber lokalo. Letztlich entschied man sich, zumindest die neun Fälle, die der Mann gestanden hatte, zur Anklage zu bringen. (red)

 

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