SPD fordert Auskunft zu „Tufatopolis“

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Bildquelle: lokalo

TRIER. Ende Mai forderten die Trierer Grünen: „Tufatopolis soll bleiben!“ (wir berichteten) Jetzt will die Stadtratsfraktion der SPD vom zuständigen Dezernenten Thomas Egger (parteilos) Auskunft darüber, wie die Pläne der Stadt für die künftige Nutzung des Areals hinter dem Kulturzentrum Tuchfabrik (Tufa) aussehen.

Wohnbebauung mit Geschäftsbereich oder doch eine Erweiterung der Tufa? Das ist nach wie vor die Frage. Während Triers Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani (CDU) in Zusammenarbeit mit einem privaten Investor die erste Lösung favorisiert, will Kulturdezernent Egger demnächst Pläne präsentieren, wie das Gelände, das derzeit vom Kinderbauprojekt Tufatopolis besiedelt ist, auch weiterhin von der Tufa genutzt werden kann – Finanzierung eingeschlossen. Möglich wäre aber auch ein Umzug von Tufatopolis auf ein Gelände unweit der Europäischen Richterakamie.

Die SPD-Fraktion erhöht mit ihrer Anfrage für die nächste Sitzung des Kulturausschusses nun den Druck auf Egger. Welche unterschiedlichen Konzepte zur Nachnutzung für das Tufatopolis-Gelände zurzeit in der Verwaltung diskutiert werden, wollen die Sozialdemokraten wissen. Aber auch, wie die Stadt die unterschiedlichen Entwicklungs- und Finanzierungschancen einschätze. SPD-Chef Sven Teuber und Markus Nöhl, der kulturpolitische Sprecher der Fraktion, wollen ferner wissen, ob es Überlegungen gibt, Tufatopolis an einem anderen Ort fortzuführen, sollten „konkurrierende Nutzungen Vorrang erhalten“ – hier etwa die von Kaes-Torchiani gewünschte Bebauung.

„Wie ist die Entscheidungsfindung zur Nutzung des Geländes in der Stadtverwaltung beabsichtigt, und an welchem Punkt wird der Stadtrat in diese Entscheidungsfindung einbezogen“, schreiben die Genossen außerdem in ihrer Anfrage zur öffentlichen Sitzung des Kulturausschusses am 9. Juli. (red/et)

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4 KOMMENTARE

  1. Geht einfach mal nach Wittlich ,dort könnt ihr sehen wie Trier demnächst aussieht! Fußgängerzone tot, Leerstand von 40% der Gewerbeimmobilien! Einmal dürfen sie raten wie der/die Dezernent/in dort hieß?

  2. Ich glaube nicht, das Egger hier viel zu melden hat. In Gegenteil, er darf dann zusehen, wie er die Kulturschaffenden wieder beruhigt bekommt.
    Europahalle in 2017 dicht, Tufa gefährdet, Arena darf nicht vollumfänglich genutzt werden bzw. zu groß. dann hat Trier ja bald gar nichts mehr für Veranstaltungen zw. 200-2000 Gästen.

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