Schlandmännchen statt Sandmännchen? – Die Schulen entscheiden

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Späterer Schulstart für junge Fans der Nationalelf? Die Schulen entscheiden.

Bildquelle: Dieter Schütz / pixelio.de

TRIER. Heute Abend um 22 Uhr spielt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft um den Einzug in das WM-Viertelfinale. Ob die Schüler am nächsten Morgen übermüdet oder ausgeschlafen zum Unterricht erscheinen, liegt auch ein Stück weit in der Hand der jeweiligen Schule.

Zumindest von der ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion) gibt es keine allgemeingültige Vorgabe für diesen Sachverhalt. Eveline Dziendziol von der Pressestelle der ADD auf lokalo-Nachfrage: „Wir lassen den Schulen in diesem Sachverhalt freie Hand. Es gibt keine Regelung und keine Empfehlung von unserer Seite, wie in diesem Fall vorzugehen ist.“ In vielen Schulen der Region gab es nach lokalo-Informationen allerdings Lehrerkonferenzen, ob der Unterricht nach späten Deutschlandspielen (21 oder 22 Uhr) nach hinten verlegt werden solle. Den Bildungsstätten sei der Aufwand laut Dziendziol jedoch meist zu hoch, da nicht nur die Pläne der Schulbusse am folgenden Tag komplett durcheinandergewirbelt werden würden, sondern auch viele berufstätige Eltern in die Bredouille kämen. „Außerdem bleibt immer die Frage, warum diese Regelung dann nur bei Fußball-Weltmeisterschaften gelten soll und nicht auch bei anderen Sportarten“, gibt sie zu bedenken.

Die Schulen halten die Lehrer in der Regel an, in den ersten beiden Stunden nach den Deutschland-Spielen keine Klassenarbeiten zu schreiben. Auch bei Entschuldigungen für die erste Schulstunde sollen sich die meisten Rektoren bislang kulant zeigen. Eltern, die ihren Kindern die Möglichkeit geben wollen, Özil, Müller und Co. auch in den späten Abendstunden anzufeuern, informieren sich am besten im Sekretariat der jeweiligen Schule, ob diese beim Unterricht auf „Fair Play“ setzen. (red)

 

 

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