„Die Zeit war reif“- Freier Eintritt für Studis in Triers Kultureinrichtungen

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Unter dem Motto "Alle ziehen an einem Strang" präsentierten heute Studiwerk-Geschäftsführer Andreas Wagner, Kulturdezernent Thomas Egger und die Vertreter der teilnehmenden Kultureinrichtungen das neue Kulturticket.

TRIER. Alles startete mit einer Mail von Studiwerk-Geschäftsführer Andreas Wagner an Kulturdezernent Thomas Egger. Dieser brachte das Studiwerk und die Trierer Kultureinrichtungen an einen Tisch, und schon war die laut Wagner längst überfällige Idee des „Di-Mi-Do-Tickets“ geboren. Dienstags, mittwochs und donnerstag erhalten Studierende zukünftig kostenlose Restkarten und freien Eintritt in Museen.

Thomas Egger bedankte sich in seiner kurzen Ansprache für die „gute Idee“ das Studiwerks. „Die Zeit war reif“ oder „Die Idee war längst überfällig“ waren die häufgisten Sätze des Zusammentreffens. Egger betonte die Wichtigkeit der Einbindung der Studierenden in die Trierer Kulturszene. Gerade Erstsemestern soll der erstmalige Besuch im Karl-Marx-Haus oder im Theater schmackhaft gemacht werden.

Möglich macht das ein Zuschuss des Studierendenwerks, der für das erste „Testjahr“ circa zwei Euro pro eingeschriebenem Student pro Semester beträgt, also 80.000 Euro. Dafür erhalten Studierende freien Eintritt im Stadtmuseum, im Karl-Marx-Haus, im Museum am Dom, in der Europäischen Kunstakademie und im Rheinischen Landesmuseum sowie kostenlose Restkarten für Veranstaltungen der Tufa. Für Restkarten im Theater wird ein symbolischer Betrag von einem Euro fällig. Die Vergünstigungen gelten für die Tage Dienstag, Mittwoch, Donnerstag (Di-Mi-Do), jeweils ab 20 Minuten vor Veranstaltungsbeginn. Auf der zentralen Homepage des Studiwerks werden künftig unter di-mi-do.de verfügbare Veranstaltungen und entsprechende Restkontigente aufgeführt.

Die rechtliche Legitimation für die 80.000 Euro-starke Unterstützung sieht Wagner in dem kulturellen Auftrag, den das Landeshochschulgesetz den Studierendenwerken im Land vorgibt. Mit dem neuen Modell des Kultursemestertickets geht Trier jedoch ganz neue Wege. Der Bundesverband der Deutschen Studierendenwerke attestierte den Trierern bereits, dass es bundesweit bisher keine vergleichbaren Angebote dieser Größenordnung gebe. Andreas Wagner und der Aufsichtsrat des Trierer Studiwerks gehen also komplett neue Wege. Erfahrungswerte gibt es bisher nicht. TuFa-Vorstand Dr. Klaus Reeh betonte, das neue Angebote beruhe „vor allem auf gegenseitigem Vertrauen bei den Abrechnungen“. Denn wie viele Studis das neue Angebot tatsächlich annehmen werden und welche Kosten den Einrichtungen so entstehen, ist noch nicht mit Sicherheit zu sagen.

Trotzdem glauben alle Beteiligten fest an den Erfolg des neuen Modells. Wagner, der aufgrund der weitreichenden Serviceangebote des Studierendenwerks die Situation der Studierenden einschätzen kann, zeigte sich überzeugt, dass durch den Wegfall der finanziellen Hürde das Interesse für die Trierer Kulturszene steigen wird. Eine Bilanz wird im September 2015 gezogen − dann wird sich zeigen, ob die Studis genauso begeisterungsfähig für das neue Modell sind wie die Verantwortlichen.

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