Bis zu 25 Millionen Euro für Trier-West

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Uns schöner Trier? Nicht in Trier-West am Gneisenauring.

Bildquelle: Eric Thielen

TRIER. Das Land will in den kommenden zehn bis zwölf Jahren bis zu 25 Millionen Euro aus seinem Programm „Städtebau“ in Trier-West investieren (wir berichteten). Das sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) soeben im Jobcenter in der Gneisenaustraße in Trier-West. Oberbürgermeister Klaus Jensen (SPD) sprach von einem Meilenstein für den unterentwickelten Stadtteil. Insgesamt können laut Dreyer auch über private Investoren über 200 Millionen Euro generiert werden.

Ausführlicher Bericht folgt.

2 KOMMENTARE

  1. In der Wohnung im Erdgeschoss rechts verbrachte ich meine ersten 5 Lebensjahre – in einem Drei-Generationen-Haushalt. 3 Zimmer inkl. Wohnküche, Abstellkammer, WC. Kein Bad, keine Dusche.

    Im Keller ein großer Waschbottich für das ganze Haus. Im gleichen Haus im 1. Stock links eine 13-köpfige Familie. Hinter den Gebäuden in der ganzen Straßenzeile ein einziger Abenteuerspielplatz bis rüber zur Hornkaserne – die in dem ohnehin rauhen Viertel noch einmal eine Stufe tiefer angesiedelt war.

    Am Tag meiner Geburt waren seit dem 2. Weltkrieg fünfzehn Jahre vergangen – man merkte davon noch nicht so wirklich viel.

    In der Rückschau mag es fast wie ein idyllisches Gemälde aus sonnendurchglühten Tagen über flimmerndem Asphalt durchgehen, mit dem Tante-Emma-Laden um die Ecke, mit Ausflügen zum Mohrenkopf, durch den schattigen Wald, vorbei am Kaulquappenteich, mit Zucker-Zimt-Schmieren, mit Roller und dem ersten Fahrrad, ohne jedwede Verpflichtung.

    Aber dahin zurück möchte ich ganz sicher nicht mehr. Manchmal frage ich mich, wie mein Leben wohl verlaufen wäre, hätten meine Eltern sich nicht entschlossen, vor meiner Einschulung wegzuziehen.

  2. Auch ich lebte dort viele Jahre meiner Jugend. Es waren katastrophale Zustände und dennoch immer schön. Hier kannte man noch seine Nachbarn und jene aus dem Nebenhaus. Es war ein sehr guter Zusammenhalt untereinander, auch wenn man rau herging. Ich würde heute auch nicht mehr dort hin zurückwollen, und dennoch erfreue ich mich wenn ich mal wieder auf Besuch bin, und alte Freunde wieder sehe. Es wird höchste Zeit das endlich wirklich mal etwas passiert. Leider wurde mir des Öfteren berichtet, das wieder mal eins dieser Häuser „auf die Schnelle“ renoviert wurde und der desolate Zustand sich im Ganzen sehr wenig verbessert hat.
    Ich würde mich für alle freuen die immer noch dort wohnen wenn die Stadt Trier endlich mal einen Rundumschlag macht und das wirklich mal etwas passiert, wo bestimmt alle Trier-Wester dankbar wären.
    Hoffentlich wird es eine positive Überraschung wenn ich in ein paar Jahren mal wieder vorbei schaue……….

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