Horror-Bilanz bei Schwerlastkontrolle

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Von Montag bis Mittwoch hat die Polizei wieder den Schwerlastverkehr in der Region überprüft.

Bildquelle: Eric Thielen

TRIER. Täglich werden auf den Straßen in der Region tausende von Tonnen an Gütern, darunter auch Gefahrstoffe und Abfälle, transportiert. Dabei kommt es immer wieder zu Unfällen aufgrund von fehlender beziehungsweise unzureichender Ladungssicherung oder Überschreitung von Lenkzeiten.

Aus diesem Grunde hat das Polizeipräsidium Trier vom vergangenen Montag, 16. Juni, bis zum heutigen Mittwoch, 18. Juni, auf den Bundesautobahnen A 1 (Rastplätze Hetzerath und Rivenich) und A 64 (Rastplätze Sauertal und Markusberg) eine großangelegte behördenübergreifende Kontrolle des gewerblichen Güter- und Reiseverkehrs durchgeführt. Begleitet wurden diese stationären Maßnahmen durch mobile Kontrollen auf den Bundesstraßen. Hauptaugenmerk legten die eingesetzten Beamten auf Ladungssicherung, Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sowie technischen Zustand der kontrollierten Fahrzeuge, auch von Reisebussen.

Auf der Grundlage des „Prümer Vertrags“ unterstützten Polizeibeamte des Großherzogtums Luxemburgs und Polizeibeamte aus Belgien die Kontrolle auf dem Parkplatz Markusberg. Dabei kam der mobile Prüfstand der Société Nationale de Contrôle Technique (SNCT) zum Einsatz. Der luxemburgische Zoll begleitete die Kontrolle als Beobachter.

Während der dreitägigen Kontrollaktion waren täglich über 60 Beamte der fünf Polizeipräsidien des Landes, der Bereitschaftspolizei, des Landeskriminalamtes sowie Polizeibeamte des Saarlandes im Einsatz Daneben beteiligten sich Bundespolizei, das Bundesamt für Güterverkehr, die Finanzkontrolle Schwarzarbeit sowie die Mobile Kontrollgruppe des Zolls, die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord sowie das Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht an den Einsatzmaßnahmen. Ein Gefahrgutbeauftragter der Bundeswehr kümmerte sich um militärische Schwertransporte. Unterstützung aus der Luft erhielten die eingesetzten Beamtinnen und Beamten durch einen Polizeihubschrauber. Vertreter des Verkehrsministeriums und des Veterinäramtes Trier-Saarburg verschafften sich vor Ort einen Überblick über die Kontrollen und unterstützen die Einsatzkräfte.

Insgesamt kontrollierten die Beamten rund 212 LKW, darunter 71 Gefahrgut- und Abfalltransporter, sowie 17 Reisebusse. Überwiegend stellten sie Verstöße gegen Sozialvorschriften fest. 51 Fahrer hatten die Lenkzeit überschritten oder gegen sonstige Sozialvorschriften verstoßen. In 34 Fällen bemängelten die Beamten die unzureichende beziehungsweise fehlende Ladungssicherung. Daneben schlugen 15 Verstöße gegen gefahrgutrechtliche Vorschriften und 13 Verstöße gegen abfallrechliche Vorgaben zu Buche.

28 Fahrzeuge erhielten Mängelberichte. 28 LKW und Bussen wurde aufgrund unzureichender Ladungssicherung, Überschreitung der Lenkzeiten sowie technischer Mängel die Weiterfahrt untersagt. Die meisten Fahrer konnten nach Behebung der Mängel ihre Fahrt fortsetzen. Bei einigen LKW waren die technischen Mängel so erheblich, dass die Reparaturen wohl noch einige Tage in Anspruch nehmen.

Drei Fahrzeugführer waren ohne Fahrerlaubnis unterwegs. Fünf Fahrer saßen bei der Kontrolle unter Drogeneinfluss hinter dem Steuer ihrer Lastkraftwagen.

Sechs Holztransporter waren derart überladen, dass sie vor Ort Teile der Holzstämme abladen mussten. 3 500 Euro Sicherheitsleistung für 16 Tonnen Überladung und defekter Bremsanlage musste ein belgischer Fahrer bezahlen, der auf dem Rastplatz Markusberg angehalten wurde.

Gegen zehn von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit überprüften Fahrzeugführer werden noch weitere Ermittlungen folgen, da der Anfangsverdacht einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit vorlag.

1 KOMMENTAR

  1. Wieso werden solche Kontrollen nicht alltäglich durchgeführt? beim Polizeipräsidum Trier werden 1350 beamte beschäftigt. Und nach Angaben der GDP sind die Schutzpolizei im Bereich Trier die mit den landesweit geringsten Stundenkonten. Also ist doch genügend Personal da und tagtäglich Verkehrskontrollen durchzuführen.
    Oder was machen die Beamten so den ganzen tag?
    Wenn für 15 NPD-Hanseln 500 Beamte da sind oder für 2000 Eintracht-Gucker von 300 Beamten beaufsichtigt werden, dann können diese Beamte das ja an den Spiel-und Demofreien Tagen machen.

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