Viel Macht dem Mythos

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Bildquelle: Tourist Info Trier

TRIER. Rom, die Metropole am Tiber, war schon seit jeher mehr als nur eine Stadt. Wo reichsweite Schicksalsentscheidungen getroffen wurden, man politische und rechtliche Grundsatzfragen diskutierte, wo Helden, Kaiser und Götter geboren und gestürzt wurden, dort war der ideale Nährboden für Mythen aller Art.

Auf Rom lag die Aufmerksamkeit der damals (in unseren Breitengraden) bekannten Welt, es war Vorbild und Ideal zugleich. In einer exklusiven Führung im Rahmen der Reihe „Trier für Treverer“ führt Dr. Marcus Reuter, Direktor des Rheinischen Landesmuseums, am Sonntag, 22. Juni, höchstpersönlich durch die äußerst erfolgreiche Ausstellung „Ein Traum von Rom“ und gewährt Einblicke in Verwaltung, Architektur, Leben und Wohnen römischer Städte.

„Alle Wege führen nach Rom“ – dies war in der Antike eine fast wörtlich zu nehmende Redewendung. Das gut ausgebaute Straßennetz, in dessen Mitte Rom saß, bewirkte nicht nur einen florierenden Handel, der an diesen Straßen liegenden Städte, begünstigte militärische Operationen und führte zu multikulturellem Austausch im Mittelmeeraum, sondern war auch Vorbild für Städtegründungen außerhalb der italischen Halbinsel. Nicht ohne Grund wurde Trier 16 vor Christus direkt an der Mosel und zwischen zwei römischen Fernstraßen errichtet.

Doch die Straßenanbindung war nicht der einzige Punkt, an dem Rom Vorbildwirkung besaß. Wer darf wann welches politische Amt ausführen? Wie stellte man sich als einflussreicher Bürger in der Öffentlichkeit dar? Welche Luxusgüter importierte und exportierte man? Wie errichtete und vor allem: Wie schmückte man sein Haus, um architektonisch und intellektuell up-to-date zu sein? Bei der Antwort auf all diese Fragen richtete sich der antike Blick auf Rom. Und so erwarten den Besucher nicht nur Mittelmeer-Austern und ein prächtiges Bacchus-Mosaik, sondern auch Männer mit Hasenscharten, antike Graffiti und viele maßstabsgetreue Modelle, unter anderem vom römischen Colosseum.

Die Führung dauert etwa eine Stunde und kostet 7,50 Euro pro Person (inkl. Eintritt ins Museum). Die Teilnehmer treffen sich am Haupteingang des Rheinischen Landesmuseums. Die Tickets müssen vorher erworben werden. Entweder in der Tourist-Information Trier, unter www.ticket-regional.de oder an allen Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen.

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