200. Geburtstag: Land und Stadt widmen Marx Ausstellung

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Zum 200. Geburtstag des wohl berühmtesten Trierers widmen Stadt und Land Karl Marx 2018 eine große Ausstellung.

Bildquelle: lokalo

TRIER/MAINZ. Am 5. Mai 2018 jährt sich der Geburtstag des aus Trier stammenden Philosophen und Gesellschaftstheoretikers Karl Marx zum 200. Mal. Das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Trier nehmen dies, gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern, zum Anlass, um mit einem vielfältigen Programm an das Werk und Leben des politisch wohl einflussreichsten Gelehrten des 19. und 20. Jahrhunderts zu erinnern. Im Mittelpunkt des Jubiläumsprogramms soll eine Ausstellung stehen, die an zwei Standorten in Trier, im Rheinischen Landesmuseum und im Städtischen Museum Simeonstift, gezeigt wird.

„Wir möchten mit der Ausstellung vor allem die Persönlichkeit des Trierers Karl Marx nahebringen. Mit ihm rückt ein Gelehrter in den Fokus, der mit rund 1.000 Persönlichkeiten seiner Zeit im brieflichen Kontakt stand und damit ein großer und wichtiger Netzwerker und ‚global player‘ seiner Zeit war. Somit macht die Ausstellung das große europäische Netzwerk, das um Marx herum entstand, deutlich. Sie entwirft ein umfassendes Panorama des 19. Jahrhunderts, das Entwicklungen in Politik und Wissenschaft ebenso nachzeichnet wie in Kultur und Kunst. Die Ausstellung setzt sich aber auch kritisch mit der ideologischen Vereinnahmung Marx‘ auseinander“, so Kulturministerin Doris Ahnen.

Sie sagte weiter: „Trier – das hat nicht zuletzt die großartige Konstantin-Ausstellung vor sieben Jahren gezeigt – hat viel Erfahrung in der Organisation von Ausstellungen zu großen kulturgeschichtlichen Themen. Mit der geplanten Marx-Ausstellung wollen wir an den großen Erfolg anknüpfen und eine Ausstellung präsentieren, die viele Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland anzieht. Während sich das Rheinische Landesmuseum vor allem auf das internationale Wirken Marx‘ konzentriert und ihn in den geistigen und politischen Kontext des 19. Jahrhunderts einbindet, geht das Stadtmuseum Simeonstift auf die ‚Generation Marx‘ ein und beleuchtet dessen näheres Umfeld; seine Herkunft und Familie etwa, aber auch die politischen und religiösen Verhältnisse im preußischen Rheinland.“

Die Ausstellung befasst sich nicht nur mit Marx‘ früherem Einfluss, sondern hinterfragt auch die aktuelle Bedeutung seines Werkes. Sie soll ab Ostern 2018 bis zum Ende der Herbstferien zu sehen sein und im Anschluss vielleicht in Berlin gezeigt werden. An den Kosten beteiligen sich die Stadt Trier und das Land gemeinsam. Weiterhin sind im Rahmen des Jubiläumsprogramms unter anderem ein internationales Symposium in Kooperation mit der Universität Trier sowie weitere Kunst- und Kulturprojekte vorgesehen. (red)

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