Manderscheider Praxis-Schüler freuen sich über IHK-Zertifikate

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Mit einer Prüfung haben die Schüler der Realschule plus Manderscheid ihre besondere betriebliche Lernaufgabe abgeschlossen und halten nun ihre Zertifikate in Händen.

Bildquelle: IHK Trier

Ein Jahr lang haben 26 Schüler der Realschule plus Manderscheid nicht nur einen Tag pro Woche praktische Erfahrungen in einem Unternehmen gesammelt, sondern dort auch eine komplexe Aufgabe gelöst. Für das Abschließen dieser sogenannten besonderen betrieblichen Lernaufgabe haben sie nun von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier ihre Zertifikate erhalten.

Elfmal wurde dabei die Note „Sehr gut“ und ebenfalls elfmal die Note „Gut“ vergeben. „Eine tolle Leistung“, lobt Alexandra Lossjew, die bei der IHK Trier für Bildungsprojekte zuständig ist. Angelehnt an die IHK-Abschlussprüfungen haben die jungen Frauen und Männer eine Zwischen- sowie eine Abschlussprüfung abgelegt und ein Lerntagebuch verfasst.

Vom Aufbau eines Warenlagers über die Gestaltung von Blumengestecken und Frisuren nach Kundenwunsch bis hin zu einer Abhandlung zur Ernährung von Senioren reichen die Aufgaben, denen sich die Jugendlichen der Jahrgangsstufe 9 gewidmet haben. Den Sonderpreis für die beste Leistung erhält Milena Stippert (15) aus Niederöfflingen. Sie hat ein detailliertes Handbuch für die KFZ-Zulassungsstelle Bernkastel-Wittlich verfasst.

Das Unternehmen, bei dem sie den Praxistag absolvieren, hatten sich die Schüler ebenso selbstständig gesucht wie die Aufgabe, mit der sie sich dort monatelang befasst haben – immer unter dem Motto „Lernen an einem anderen Ort“. „Für die IHK ist dieses Projekt wichtig, damit beim Übergang von der Schule in den Beruf keine Bruchstellen, sondern Schnittstellen entstehen“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Glockauer. Die Unternehmen bräuchten qualifizierten Nachwuchs – und die Jugendlichen Perspektiven. „Sie können hier erste Kontakte knüpfen, ihre Stärken erkunden und mit Vorfreude ihrer Zukunft entgegengehen.“

Schulleiter Karl Weins freut sich sehr über den Erfolg seiner Schüler, die beim Praxistag hautnah erfahren hätten, dass die Realität im Beruf eine ganz andere sei als in der Schule – ein wichtiger Lernprozess. Auch aus Sicht der Unternehmen hat sich die besondere betriebliche Lernaufgabe bewährt, so Lossjew, weil die Schüler auf diese Weise gezielt auf die duale Ausbildung vorbereitet werden können.

 

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