Wie aus dem Einheitsgeschäft „Erwege“ das Kaufhaus „Hägin“ wurde

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Fotografie des Kaufmanns Adolf Hägin

Bildquelle: Stadtarchiv Trier

TRIER. Kaufhof, Karstadt, Hertie – diese Namen von großen Warenhäusern stehen sinnbildlich für die lange Tradition der Kaufhäuser in Deutschland. Hinter diesen Firmen standen aber auch Unternehmer, die in den Dreißigerjahren von den politischen Entwicklungen im Deutschen Reich profitierten: Aus der Ausgrenzung, Verfolgung, wirtschaftlichen Vernichtung und letztendlich Ermordung der Juden schlugen sie ihr Kapital.

Die „Arisierung“ jüdischen Vermögens, die „Überführung“ jüdischen Vermögens in sogenannte arische oder deutsche Hände, fand nicht nur in Berlin statt, auch in Trier wurden nachweislich 150 jüdische Geschäfte „arisiert“ oder liquidiert.

Am Beispiel des Trierer Einheitspreisgeschäfts „Erwege“ in der Simeonstraße zeichnet die Referentin Jutta Albrecht am Sonntag, 15. Juni, nach, wie die unrechtmäßige Aneignung jüdischen Besitzes 1935 vollzogen wurde. Dokumente aus der Nachkriegszeit zeigen dabei, wie dieses Unrecht auch nach 1945 nicht angemessen aufgearbeitet wurde. Der Vortrag findet im Stadtmuseum Simeonstift satt und beginnt um 11.30 Uhr. Er dauert ungefähr eine Stunde und kostet 6 Euro.

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