Zecken: Schutz und Gefahren

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Eine Zecke nimmt Nahrung auf.

Bildquelle: Thorben Wengert/pixelio.de

TRIER/BERLIN. Zecken und die von ihnen übertragenen Krankheiten sind eine unterschätzte Gefahr in Deutschland. Das Nationale Referenzzentrum für Borrelien geht davon aus, dass die Infektionen mit Borreliose oder FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) zunehmen und sich nach derzeitigem Stand jedes Jahr etwa 50 000 bis 100 000 Menschen neu mit Borreliose infizieren. Dabei kann das Risiko eines Zeckenbisses und einer möglichen Infektion mit den gefährlichen Erregern deutlich reduziert werden.

Das schöne Wetter und die Natur laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein und locken viele Menschen in Wälder und Wiesen. Die Idylle hat jedoch ihre Schattenseiten und kann das Vergnügen nachhaltig trüben. Denn die Gefahr eines Zeckenbisses und einer möglichen Infektion mit Borreliose oder FSME ist allgegenwärtig und kann jeden treffen. Doch Sie können das Risiko eines Zeckenbisses minimieren und Vorkehrungen für den Fall einer Infektion treffen, um sich den Spaß an der Natur zu erhalten.

So schützen Sie sich vor Zecken

Tragen Sie bei Ihren Spaziergängen durch die Natur lange Kleidung und geschlossene Schuhe. Den Schutz können Sie zudem erhöhen, wenn Sie die Hose in die Socken stecken.Die blinden Passagiere können dann zwar immer noch aufgesammelt werden, aber diese sind länger damit beschäftigt, eine geeignete Stelle zu suchen, an der sie ihren Wirt anzapfen. Somit bleibt Ihnen mehr Zeit, sich von den Zecken zu befreien.

Sie sollten auch immer Ihre Kleidung abschütteln, um die unliebsamen Schädlinge zu entfernen. Zudem sollten Sie nach jedem Waldspaziergang Ihre Haut gründlich untersuchen. Benutzen Sie außerdem ein wirksames Zeckenmittel, um die Zecken fernzuhalten. Meiden Sie hohes Gras und bleiben Sie auf den Wanderwegen.

Wissenswertes

  • Zecken halten sich auf Gräsern, Sträuchern und Büschen auf, nicht auf Bäumen
  • Zecken sind bereits ab 7°C aktiv. Vorsicht ist also auch in milden Wintern geboten.
  • Zecken injizieren ein Betäubungsmittel, weshalb man den Stich nicht bemerkt.

Was Sie nach einem Zeckenbiss tun können

Solange die Zecke noch nach einer passenden Stelle sucht und sich nicht festgebissen hat, entfernen Sie sie einfach mit einer Pinzette oder wischen Sie sie von Ihrer Haut. Sollte sie jedoch schon den Weg durch Ihre Haut angetreten haben, sollten Sie keine Zeit verstreichen lassen und so schnell wie möglich geeignete Maßnahmen ergreifen, um sich von den ungewollten Parasiten zu befreien.

Nehmen Sie eine Pinzette oder eine Zeckenschlinge zur Hand und ziehen Sie vorsichtig, damit Sie die Zecke vollständig entfernen. Achten Sie darauf, sie nicht zu zerquetschen oder zu zerteilen. Versuchen Sie auf keinen Fall, Öl oder andere Flüssigkeiten auf die Stichwunde zu träufeln, da die Zecke in ihrem Todeskampf Speichel und somit Krankheitserreger ausspuckt. Wenn Sie die Zecke nicht vollständig entfernen können, gehen Sie auf jeden Fall zum Arzt!

Die häufigsten Krankheiten und mögliche Folgen

Mit einer Zeckenzange kann man die Tiere fachgerecht entfernen.
Mit einer Zeckenzange kann man die Tiere fachgerecht entfernen.

Die häufigste Krankheit im Zusammenhang mit Zeckenbissen ist die Borreliose. Bei diesem Bakterienbefall können alle Organe betroffen sein, sowie das Nervensystem, die Gelenke und das Gewebe. Gegen diese Krankheit gibt es keine Impfung. Das häufigste Symptom ist die sogenannte Wanderröte, die einige Tage bis Wochen nach dem Stich um die Einstichstelle auftritt.

Da Borreliose auch Hirnhautentzündungen und Herzprobleme hervorrufen kann, ist es wichtig, umgehend einen Arzt aufzusuchen, damit eine Behandlung mit Antibiotika erfolgen kann. Bei einer zu späten Behandlung können Langzeitschäden, wie Gelenkentzündungen und Lähmungserscheinungen, auftreten.

Eine weitere Krankheit, die mit einem Zeckenbiss übertragen werden kann, ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, eine fieberhafte Erkrankung unter Beteiligung der Hirnhaut. Mögliche Symptome sind Erbrechen, Kopf- und Gliederschmerzen. Des Weiteren können Störungen des Nervensystems auftreten, sowie Lähmungen bis hin zur Gehirnhautentzündung und im Extremfall bis zur Schädigung des Rückenmarks. Selten verläuft die Krankheit tödlich. Gegen FSME besteht die Möglichkeit einer Impfung. (http://www.finanzen.de/news/15223/weltgesundheitstag-zunehmende-gefahr-durch-zecken-und-muecken)

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