West-Trasse: Das sagen die Trierer Parteien

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Bildquelle: Collage lokalo

TRIER. lokalo hat die im neuen Trierer Stadtrat vertretenen Parteien sowie die Freien Wähler um ihre Einschätzung der Situation in den westlichen Trierer Stadtteilen gebeten. Im Einzelnen wollten wir wissen

– wie die Partei/Fraktion das Problem „Bahnlärm“ beurteilt?

– ob die Deutsche Bahn AG – auch im Hinblick auf die Reaktivierung der Westtrasse für den Personenverkehr – Lärmschutzmaßnahmen an der Strecke errichten soll?

– ob die Partei/Fraktion für eine erneute beziehungsweise stärkere Bürgerbeteiligung zu diesem Projekt in den westlichen Stadtteilen plädiert?

Hier sind die Antworten (die Reihenfolge ergibt sich aus dem Abschneiden bei der letzten Kommunalwahl).

CDU: „Die westlichen Stadtteile sind aktuell einer außerordentlichen Lärmbelastung durch das hohe Aufkommen an Güterzügen ausgesetzt. Insbesondere die enge Taktung und die teilweise sehr hohe Geschwindigkeit der Züge machen den direkten Anwohnern sehr zu schaffen. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung, zumindest in den Nachtzeiten, würde die negativen Einflüsse merklich abmildern.“

„Alle Möglichkeiten des Lärmschutzes müssen auf ihre Praktikabilität vor Ort hin überprüft werden. In unserer Tallage müssen hierbei insbesondere passive Schallschutzmaßnahmen in den anliegenden Wohnungen, wie die Anbringung von Schallschutzfenstern oder Isolierungen, wie derzeit im Mittelrheintal getestet, angedacht werden.“

„Um eine Akzeptanz des Projekts bei den Bürgern vor Ort gewährleisten zu können, ist eine Beteiligung der anliegenden Bürger unerlässlich. Insbesondere bei der konkreten Planung der einzelnen Haltepunkte vor Ort müssen Anwohner und Ortsbeiräte zukünftig eingebunden und ihre Sorgen ernst genommen werden.“

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SPD: „Bekanntlich fahren jetzt, Baustellen bedingt, auch Güterzüge über die Weststrecke, die im Normalbetrieb auf der Oststrecke durch Trier fahren. Dass dies mit einer erhöhten Lärmbelästigung einhergeht und die Anwohner sich beschweren, ist verständlich. Die Anzahl der Güterzüge, die die Weststrecke befahren, liegt alleine in der Hoheit der Bahn. Deshalb haben wir als Lokalpolitiker keinerlei Einfluss auf die Frequenz der Züge. Nach Beendigung der Baumaßnahme in Ehrang werden sich die Züge wieder – wie früher – auf beide Moselseiten verteilen. Das Thema Tempolimit in besonders betroffenen Wohngebieten sollte nochmal geprüft werden, dies würde für alle diese Streckenabschnitte gelten, also in Trier auch für die Oststrecke.“

„Im Hinblick auf die Reaktivierung der Weststrecke ist mit keiner Zunahme des Lärms durch den Personennahverkehr zu rechnen, da die neuen Regionalzüge als sehr leise eingestuft werden. Im Gegenteil, je mehr Regionalzüge auf der Strecke fahren, desto geringer ist die Anzahl der Güterzüge, da der Personennahverkehr vorrangig vor dem Güterverkehr bedient werden muss. Wünschenswert wäre dann ein Lärmgutachten, um zu ermitteln, ob Lärmschutzmaßnahmen erforderlich sind.“

„Die Stadt hatte nur ein Vorschlagsrecht für die Standorte der fünf Haltepunkte, hier fanden entsprechende Beteiligungen statt. Die detaillierten Ausbauplanungen der einzelnen Haltepunkte erfolgt noch, wir gehen davon aus, dass diese in den jeweiligen Ortsbeiräten vorgestellt und diskutiert werden. Die SPD-Fraktion steht eindeutig hinter der Reaktivierung der Weststrecke durch den Personennahverkehr als Beitrag zur Stärkung des Regionalbahnangebotes im Raum Trier und der besseren Anbindung an Luxemburg. Das ist auch im Sinne der Bürgerinnen und Bürger und wird auch die Lebensqualität in Trier-West in Bezug auf den Personenverkehr verbessern, der aktuell fast nur über die Straße stattfindet.“

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Grüne: „Der Bahnlärm stellt für die westlichen Stadtteile insofern ein Problem dar, als sie durch die Bundesstraße ohnehin schon stark durch Lärm beeinträchtigt sind.“

„Die modernen Züge, die im Personenverkehr der Bahn eingesetzt werden sollen, stellen nicht den Kritikpunkt der Bürger vor Ort dar. Sie kritisieren den Güterverkehr und die befürchtete Verlagerung des Güterverkehrs in die Nachtstunden. Zur Verringerung der Lärmbelastung durch den Güterverkehr fordern wir Grüne die DB AG auf, generell aktiv werden: Schienenstegdämpfer, niedrige Schallschutzwände, Flüsterbremsen, sowie das für 2020 vorgesehene Verbot von lauten Zügen auf unseren Bahntrassen.“

„Die Reaktivierung der Westtrasse für den Personenverkehr stellt einen wesentlichen Baustein des Umweltverbundes in Trier dar. Konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der Lärmbelästigung durch die Bundesstraße und den Güterverkehr sind mit den Bürgern vor Ort zu diskutieren.“

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FWG: „Der Güterverkehr hat in den letzten Monaten enorm zugenommen. Es gibt reihenweise Beschwerden über den Lärm, der durch den Güterverkehr verursacht wird. Betroffene Anwohner, wie beispielsweise im Stadtteil Euren, denken ernsthaft über den Verkauf ihrer Anwesen nach oder haben sich bereits entschlossen, ihr Haus zu verkaufen. Wenn auch bekannt ist, dass der erhöhte Güterverkehr vorerst nur bis in den August hinein andauert, so wissen die Anwohner, dass die geplante Reaktivierung der Westtrasse für die Regionalbahn zur Verschiebung des Güterverkehres in die späten Abend- oder Nachtstunden führen wird. Die Menschen fühlen sich auch von der Stadt allein gelassen.“

„Die FWG ist der Ansicht, dass nicht zuletzt durch die geplante Reaktivierung der Westtrasse entsprechende Lärmschutzmaßnahmen unerlässlich sind. Im Stadtteil Euren hat bereits ein Bewohner des BW 51, das unmittelbar an die Bahnlinie angrenzt, eine Petition im Internet gestartet, die von der FWG ausdrücklich unterstützt wird. Hier wird vorrangig entsprechender Lärmschutz gefordert.“

„Das Thema Bürgerbeteiligung ist bei dem Vorhaben ‚Reaktivierung der Westtrasse‘ erheblich zu kurz gekommen. Das hat die FWG im Übrigen sehr verwundert, weil insbesondere unser Oberbürgermeister bei solchen oder ähnlichen wichtigen Vorhaben immer von Transparenz und Bürgerbeteiligung spricht. Von daher muss das Thema jetzt öffentlich diskutiert werden.“

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Die Linke: „Die Linke hat sich für die Reaktivierung der Westtrasse unter Berücksichtigung des Lärmschutzes ausgesprochen. Für uns war es wichtig, dass erst die Anwohner befragt werden und ihre Bedürfnisse nach Lärmschutz Ernst genommen werden. Die Lärmbelästigung in den westlichen Stadtteilen kommt hauptsächlich durch die zusätzlichen Güterzüge zustande. Vor allem nachts ist dies eine Belastung für die Einwohner. Solange es keinen ausreichen Lärmschutz gibt, sollte nachts die Geschwindigkeit auf 30 km/h gedrosselt werden oder es eine Sperrzeit für den Güterverkehr geben.“

„Als allererstes braucht es eine Lärmkartierung, bevor man mit den Lärmschutzmaßnahmen beginnt: Wir vermuten, dass der Personenverkehr nicht das große Problem sein wird. Die Züge sind relativ kurz und die Taktung so gestrickt, dass es tagsüber zu keiner großen Lärmbelästigung kommen wird. Darüber kann aber nur eine Lärmkartierung Aufschluss geben. Die Stadt soll sich gegenüber Land und Bahn stark machen, dass eine Lärmkartierung vorgenommen wird und entsprechende Lärmschutzmaßnahmen wie Lärmschutzwände gebaut und Lärmsanierungsprogramme initiiert werden.“

„Die Linke fordert generell eine stärkere Bürgerbeteiligung. Wir haben uns stets für eine Beteiligung der Anwohner als Grundlage für Infrastrukturprojekte ausgesprochen. Solche Projekte wie die Reaktivierung der Westtrasse brauchen die Rückmeldung durch die Bevölkerung. Um die Probleme mit dem jetzigen Bahnlärm zu lösen, muss dringend ein Gespräch zwischen Verwaltung und Betroffenen organisiert werden, damit die Lärmbelästigung direkt angegangen werden kann.“

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AfD: „Neben dem zu befürchtenden Bahnlärm muss berücksichtigt werden, dass sich die Bahnschranken in den westlichen Stadtteilen etwa alle 15 Minuten schließen werden. Infolgedessen ist nicht nur der Bahnlärm ein Problem, sondern auch der Verkehrslärm, der ohne Frage zunehmen wird. Die zusätzlich fahrenden Güterzüge sind hier noch nicht eingerechnet und sorgen für weitere Belastungen.“

„Lärmschutzwälle der DB wären sicher eine geeignete Maßnahme, um den entstehenden Lärm zumindest etwas abzuschwächen. Am Verkehrslärm, der zunehmenden Luftverschmutzung und abnehmender Lebensqualität in den betroffenen Stadtteilen können aber auch sie nichts ändern.“

„Die AfD in Trier hat den Trierer Bürgern eine ‚lebendige Demokratie‘ versprochen. Hierzu gehört für uns natürlich eine starke und direkte Bürgerbeteiligung. Die betroffenen Anwohner dürfen nicht länger übergangen, sondern müssen bei Projekten wie der Westtrasse von Anfang an mit eingebunden werden.“

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FDP: „Für die Anwohner an der Weststrecke ist die Entwicklung sicherlich misslich. Auch wenn man die Bahnstrecke direkt vor der Tür hat, war über einen langen Zeitraum nicht wirklich mit einer Belebung der Strecke zu rechnen. Eine Lösung kann daher nur in der Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten gefunden werden.“

„Die FDP hat von Anfang an kritisiert, dass die Reaktivierung der Westtrasse ohne Wirtschaftlichkeitsrechnung erfolgen soll. In eine solche Berechnung hätte aus unserer Sicht auch die Umsetzung von Lärmschutzmaßnahmen mit einfließen müssen. Soll die Reaktivierung für den Personenverkehr umgesetzt werden, muss auch ein vernünftiges Lärmschutzkonzept her. Die Kosten hierfür müssen dann in dies Gesamtkostenrechnung einfließen.“

„Da es sich um eine Maßnahme handelt, die letztlich die Verkehrssituation in der gesamten Stadt verändern soll, müsste eine eventuelle Bürgerbeteiligung ebenfalls auf die gesamte Stadt gerichtet sein. Eine kostengünstige Möglichkeit hierfür wäre zum Beispiel eine Einbindung der Thematik in den anstehenden Bürgerhaushalt.“

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Piraten: „Wir begrüßen die Reaktivierung der Westtrasse, um den ÖPNV zu stärken. Lärm entsteht weniger durch Personenzüge, sondern viel mehr durch Güterzüge. Daher muss die Politik die Zunahme von Güterverkehr mit gesundheitsschädlichem Lärm verhindern.“

„Lärmschutzmaßnahmen sind bei Zunahme des Güterverkehrs unbedingt erforderlich. Alternative zu baulichen Maßnahmen sind ‚Flüsterzüge‘, die bereits auf der Rheinstrecke im Test und in der Schweiz flächendeckend im Einsatz sind. Dies erspart Menschen überall Lärm. Falls der Güterverkehr zunimmt, so muss die Region Teil des Pilot- und Innovationsprogramm ‚Leiser Güterverkehr‘ werden.“

„Für uns ist Bürgerbeteiligung zentral. Wichtig dabei: alle Fakten sowie Vor- und Nachteile auf den Tisch. Bürger, Stadt und Bahn müssen reden, damit Informationen zum Beispiel über Ausbau von Güterverkehr ausgetauscht, Ängste ausgeräumt und Maßnahmen vereinbart werden können. Die Westtrasse muss einen besseren ÖPNV erzielen, ohne Anwohner durch mehr Güterverkehr zu belasten.“ (et)

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22 KOMMENTARE

  1. „Die Reaktivierung der Westtrasse für den Personenverkehr stellt einen wesentlichen Baustein des Umweltverbundes in Trier dar. Konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der Lärmbelästigung durch die Bundesstraße und den Güterverkehr sind mit den Bürgern vor Ort zu diskutieren.”

    Bürgerbeteiligung in grün: Erst machen wir, dann diskutieren wir über die Folgen. Herrliches Statement. Haben die echt so geantwortet? 😀

  2. „Die SPD-Fraktion steht eindeutig hinter der Reaktivierung der Weststrecke durch den Personennahverkehr als Beitrag zur Stärkung des Regionalbahnangebotes im Raum Trier und der besseren Anbindung an Luxemburg. Das ist auch im Sinne der Bürgerinnen und Bürger..“

    Ach, ist es das? Wer hat denn die Bürgerinnen und Bürger gefragt? Doch niemand. Die ganze Geschichte ist eine riesengroße Farce und wird Trier irgendwann das Genick brechen. Schöner wohnen ist anders. Und Nachtruhe ist auch was anderes.

    Verlogenes Parteigewäsch, teilweise. Wundert mich nicht, daß die Wahlbeteiligung da immer weiter fällt.

  3. Wenn die Mehrheit der Bürger Triers mal ihre verstaubte 60er Jahre Ideologie der autogerechten Stadt überdenken würde, dann ist die Regionalbahn-Westtrasse in der Tat im Sinne des Bürgers. In meinem Sinne ist dies jedenfalls schon. Es müsste eigentlich noch viel mehr geschehen, um den ÖPNV attraktiver und schneller zu machen. Dazu gehört z.B. auch die EInrichtung von regelmäßig verkehrenden Schnellbuslinien von Außenbezirken in die Innenstadt und tangential, sowie durchgehende Busspuren in der gesamten Innenstadt und auf Hauptstrecken, z.B. auf dem Alleenring. Um Leute zum Umsteigen zu bewegen, muß eben auch ein attraktives Nahverkehrsangebot geschaffen werden, welches natürlich auch zulasten des motorisierten Individualverkehrs geht.
    Im Übrigen wird eine verstärkte Nutzung des Güterverkehrs auf der Schiene tagsüber auch den LKW Verkehr reduzieren, der durch Pallien rollt.

  4. @Trierer: die Reaktivierung der Westtrasse ist doch noch gar nicht erfolgt. Somit ist Zeit, das zu tun, was wir vorschlagen: „Konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der Lärmbelästigung durch die Bundesstraße und den Güterverkehr sind mit den Bürgern vor Ort zu diskutieren.“ Da steht nirgends, dass man zwei Jahre Däumchen drehen soll, abwarten bis alle Züge da sind, und dann erst über Maßnahmen diskutieren.

  5. Frau Reinermann-Matatko, es bringt wirklich nichts etwas zu leugnen, das ja hier im Artikel schwarz auf weiß steht: „Die Reaktivierung der Westtrasse für den Personenverkehr stellt einen wesentlichen Baustein des Umweltverbundes in Trier dar.“

    Da steht rein gar nichts darüber, daß man in DIESER wichtigen Frage mit den Bürgern sprechen oder sie gar beteiligen will. Es wird einfach festgestellt: Die Westtrasse ist ein Baustein des Umweltverbundes. Über Lärmschutz will man dann wohl anschließend diskutieren – steht ja ebenfalls in der Aussage der Grünen.

    Da gibts doch nun wirklich nichts zu beschönigen oder zu leugnen, es steht doch alles schwarz auf weiß im Artikel…

  6. Demokratie, was ist das??? Demokratie ist wenn 3 Füchse und eine Gans darüber abstimmen was es heute Abend zu essen gibt.

  7. Mein Gott Eumel, Sie gehen mir auf die Senkel. In Australien, Kirgisistan oder Nordschweden, Kanada usw ist viel Platz. Sie können stundenlang fahrradfahren ohne das Ihnen ein lästiges Auto begegnet. Wäre doch eine Alternative oder? Wir sind aber nun mal ich einem hochtechnisierten Land und brauchen keine grüne Bremser.

  8. Wie schön. Die Verkehrssituation in der Gartenfeld-/Mustorstraße hat sich weitgehend beruhigt und nun stüzrt sich die Meute auf das nächste Thema.

  9. Lieber Egal:
    Ich weiß nicht, wo Sie in meinem Beitrag oder dem Artikel auch nur annähernd ein Wort über Radverkehr herauslesen. Das ist doch überhaupt nicht das Thema des ganzen Beitrages. Was also soll dieses Rumgekoffere gegen Fahrradfahrer? Hier geht es aber um öffentlichen Personennahverkehr auf der Weststrecke.
    Und daß diese ein großer Baustein des Umweltverbundes darstellt, sollte jedem klar sein. Manche Leute wären froh, wenn man in den Nahverkehr investiert, hier gibt es leider immernoch einige Unverbesserliche.
    Es ist eigentlich eine ganz einfache Rechnung: höherwertiges ÖPNV Angebot -> mehr Nutzer -> weniger Autos auf den Straßen -> weniger Verkehr/Staus/Lärm. Daß die Westtrasse für den Personenverkehr nur EIN Baustein ist und noch vieles Anderes gemacht werden muß, um den gesamten ÖPNV in und auch um Trier attraktiv(er) zu machen, ist auch klar.

  10. Klar, super bei Preisen von hmmmmmmm zuletz glaube ich 2,40€ oder so bei der SWT in Tarifzone 2 also z.b zur Uni. Exorbitant hoch, dann nehme ich doch lieber meine Karre, lache die „Dummen“ Busfahrer aus, parke irgendwo z.B. in TR – Ost und gehe in die Stadt shoppen. Die Stadtwerke erhöhen dann wieder und der kreis schliesst sich. Ich fange langsam an meine Geburtsstadt zu hassen.

  11. Da stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu, die Preise müssen stark reduziert werden, um das Angebot auch „höherwertig“ sein zu lassen. Ohne eine Reduktion der Preise sind alle anderen Maßnahmen nur die halbe Miete.

  12. zitat: „Bürgerbeteiligung in grün: Erst machen wir, dann diskutieren wir über die Folgen.“

    echt lustig: niemand, weder von den parteien noch von den kommentatoren, beschreibt die reale situation: die „bürgerbeteiligung“ hinsichtlich der west-trasse gab es vor hundert jahren. so, wie auch z.b. für die napoleon-brücke: da ist nix mehr zurück zu nehmen bzw. zuzustimmen, nur weil man „jetzt“ dahin zog, in der irrigen hoffnung, da werden ja niemals mehr züge/autos lang fahren. deswegen ist ja z.b. so eine entwidmung der zutrassere trier-ruwer-hermeskeil so fatal.

    also: menschen haben an eine bestehende zugtrasse ihr häuschen gebaut. und gehofft, da rollt bald nix mehr? und zugleich gejammert, das sie immer im stau stehen und soviele autos fahren? widersprüchlich, oder?

    kann mir mal jemand sagen, warum z.b. die menschen in trier-west wg. der güterzüge soviel mehr leiden, als die menschen in trier-ost, die dies schon seit jahrzehnten aushalten müssen? es ist schlicht das st. florianz-prinzip: alle bestellen bei amazon, aber niemand will von den lieferanten belästigt werden.

    übrgens: in trier-ehrang „spekuliert“ man mit einer anhebung der miet- und immonbilienpreise, wenn die west-trassen öpnv lösung kommt. zu recht! in zewen und euren nicht? komisch…

  13. Herr Landele wenn ich das alles richtig verstanden habe -ich kann mich irren, dann sorry- dann geht es nicht um ja oder nein Regioverkehr sondern darum, dass die DB Lärmschutz errichtet wie das an Autobahnen gang und gäbe ist.und die gehören dann auch an die Oststrecke.
    Wie oft hat man schon gehört, dass Versprechungen gemacht worden sind und dann plötzlich alles ganz anders „weil sich die Verhältnisse angeblich plötzlich geändert haben.

  14. Wsa ist eigentlich mit dem Masterplan für TR-West? Von dem hört und sieht man nichts mehr. Den gibt es doch schon ein paar Jahre oder ist der jetzt schon wieder begraben? Dadrin müssten doch Ideen sein, wie man das ganze „´Verkehrsproblem“ langfristig in den Griff kriegt…

  15. @Rainer Landele: Was erlauben Sie sich eigentlich über betroffene Menschen die ihrer Ruhe und Schlafes beraubt werden hier solche Statements abzugeben. Das Sie grün sind merkt man ja in ihrem Kommentar aber für mich steht der Mensch noch vor der Umwelt. Zudem sind Sie und ihre Genossen bereit sich für alle benachteiligten Minderheiten einzusetzten, scheinbar nur nicht für die „Menschen “ vor Ort.
    Zudem ist es billiger Populismus hier die Menschen Ost und West gegen einander aus spielen zu wollen.
    Und unterlassen Sie hier bitte Spekulationen. In Betracht der ernsten Angelegenheit entbehrt das jeglichen Respekt gegenüber den Betroffenen Menschen.
    Auch ist hier nichts lustig!
    Wenn solche Leute wie Sie hier in Trier Politik betreiben sollten kann man sich nur um „unser“ Trier sorgen.

  16. Macht endlich was!!! Sonst machen wir irgendwann selbst was. Sitzblockade auf den Schienen und der Strasse.

  17. Die Immobilienbesitzer entlang der Bahnstrecke müssen froh sein über die reaktivierung:
    1:) Jeder (Leise) personenzug) verdrängt 2 laute Güterzüge
    2.) Durch die vielen Haltestellen ist eine schnelle Anbindung an Lux-Kirchberg gewährleistet.
    Dies bedeutet eine viel bessere vermietungs und Verkaufssituation für die Wohnungen.

  18. @ Matthias Fischer, richtig und ich mag auch Ihre Beiträge jedoch steigt durch bessere Infrastruktur auch der Mietspiegel im Westen. Da gerade die Kaufkraft im Westen unter dem Durchschnittsniveau liegt werden dort dann die Mieten steigen. Was hat der Mieter ausser Schaden dann noch? Wie ist die Relation von Immobilienbesitzer zur mietenden Bevölkerung. Auch wird sich mittelfristig abzeigen, dass der heutige TR-Wester seine Wohnung zum Wohle anderer potenter Mieter verliert z.B. an Banker mit Arbeitsort LUX. Ich befürworte die Westtrasse aber nur mit der Option das es auch eine Osttrasse geben wird. Einfach ein SBahn-System. Zu meiner Angabe, ich wohne im Maarviertel und beides wird mir persönlich wenig bringen.

  19. Liebe Frau Reinermann-Matatko!

    Wer suchet, der findet, im Wahlprogramm der Grünen-Trier steht:

    „So haben wir für den Koalitionsvertra g der Landesregierung die Reaktivierung der West-trasse für den ÖPNV durchgesetzt, die jetzt gerade umgesetzt wird.“

    Nachzulesen bei: http://uns-gruener-trier.de/userspace/RP/kv_trier/Bilder/Kommunalwahl_2014/Wahlprogramm/KV-Wahlen-Kommunal-2014-Programm.pdf

    Die grüne Minderheit bestimmt also über die Mehrheit, kann man das so verstehen? Verstehen Sie so Demokratie? Ihnen haben wir also zu „verdanken“, dass beschlossen wird bevor diskutiert und beteiligt wird?

    Übrigens steht da nichts von wegen „Bürgerbeteiligung“. Am Anfang Ihres „Wahlprogramms“ steht aber: „Deshalb ist es uns ein zentrales Anliegen, die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an wichtigen Entscheidungen zu stärken.“ Bestimmt lediglich bei Themen, welche Ihnen in den Kram passen.

  20. …..und „meine CDU“ stimmt diesem ROTGRÜNEN Wahnsinn aus Mainz auch noch zu und will möglicherweise mit dem Wahnsinn auch noch koalieren…. ;-( wenn man sich nur ein paar Punkte durchliest wird einem schwindling und schlecht…

  21. Man sollte auch nicht vergessen, das nur(!) für dieses Projekt extra eine neue Stelle im Bauamt geschaffen wurde. Kosten pro Jahr: 56000 Euro!
    Jugendhilfe wird gleichzeitig gekürzt, die arme Stadt hat doch kein Geld!
    Erinnert schwer an die Energieagentur in RP. 7 Millionen für beschäftigungslose grüne Akademiker, aber es ist ja nicht ihr Geld Frau Lemke!

  22. Kann man bei http://www.trier.de abrufen

    „Um die Umfeldmaßnahmen abstimmen, planen und umsetzen zu können, wird befristet auf zunächst drei Jahre eine zusätzliche projektbezogene Stelle beim Tiefbauamt geschaffen und die entsprechenden Mittel von ca. 56.000 Euro jährlich bereitgestellt.“

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