Rowdy auf zwei Rädern in der Fußgängerzone

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Fahrradstreifen gehören inzwischen zum Stadtbild.

Bildquelle: lokalo

Fahrradkontrolltag mit unerwartetem Zwischenfall – Zeugen gesucht

TRIER. Im Rahmen des Fahrrad-Kontrolltags kam es am Dienstag, 3. Juni, gegen 15.30 Uhr in der Trierer Fußgängerzone zu einem öffentlichkeitswirksamen Vorfall. Ein 20-jähriger Radfahrer sollte im Bereich der Brotstraße/Hosenstraße von einer eingesetzten Fahrradstreife einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Noch vor der beabsichtigten Identitätsfeststellung durch die Beamten entzog sich der Mann der Kontrolle. Mit seinem Rennrad flüchtete er durch Teile der Fußgängerzone, über diverse Gehwege hinweg und sogar durch eine Gebäudeunterführung. Die Beamten verfolgten ihn sowohl zu Fuß als auch per Dienstrad und konnten ihn kurze Zeit später im Bereich Domfreihof stellen.

Der Grund seiner Flucht war schnell klar: Der Radfahrer führte Drogen bei sich und ist zudem bereits mehrfach wegen Verkehrsverstößen mit seinem Rad und anderer Straftaten polizeilich in Erscheinung getreten.

Mehrere Passanten beschwerten sich während der Verfolgungsfahrt durch Zurufe an die Beamten über die Rücksichtslosigkeit des flüchtenden Radfahrers. Die Polizei sucht jene Zeugen, die ggf. durch den Radfahrer gefährdet oder gar verletzt wurden.

Hinweise werden an die Polizeiinspektion Trier (Tel.: 0651/9779-3200) erbeten.

Die Verfolgung des Straftäters war der spektakulärste Vorfall im Rahmen des Fahrradkontrolltages der zum wiederholten Mal von Beamten der Polizeiinspektion Trier im Stadtgebiet Trier durchgeführt wurde.

Als Teil des Präsenz- und Sicherheitskonzepts der Polizeiinspektion Trier wird der reguläre Streifendienst, insbesondere in den Sommermonaten, durch den Einsatz von Fahrradstreifen ergänzt.

Im Rahmen mobiler Kontrollen wurden zahlreiche Verkehrsverstöße von Radfahrern, wie z.B. das Befahren von Gehwegen bzw. der Fußgängerzone, Benutzung von Mobiltelefonen sowie Missachtung von Rotlicht geahndet. Die eingesetzten Beamten zeigten den jeweiligen Verkehrsteilnehmern auch Tipps und Verhaltensweisen auf, die einer sicheren Fortbewegung im öffentlichen Verkehrsraum dienen. Hiermit soll zum einen die Verkehrssicherheit von Radfahrern, zum anderen aber auch deren Verkehrsmoral verbessert werden.

Insgesamt wurden  33 Verstöße von Radfahrern sowie drei Verstöße von Autofahrern bzw. Fußgängern geahndet.

Die Maßnahme wurde mehrheitlich von den Trierer Bürgern in Gesprächen mit den Beamten in Radkleidung als positiv bewertet. Die Kontrolltage werden auch künftig im Stadtgebiet Trier durchgeführt. (red/wir)

 

4 KOMMENTARE

  1. 33 Verstöße?
    Die Stadt könnte ihre Kassen sanieren, wenn sie mal den Anlieferverkehr nach 11:00 kontrollieren würde!
    Persönliche Erfahrung:
    Mit dem Rad durch die Fußgängerzone: 10 EUR.
    Mit dem Auto egal zu welcher Uhrzeit und egal mit welcher Geschwindigkeit: 0 EUR!

  2. 33 Verstöße? An einem Tag? Was haben die den ganzen Tag gemacht? Pflastersteine gezählt? 33 Verstöße, das bedeutet für einen schnellen Schreiber im Bereich Neutor oder Mustor maximal ne stunde Arbeit.
    @ Rainer Derws: Das tut die Stadt doch bereits:
    https://www.trier-mitgestalten.de/anregen/5876
    Auch lustig: https://www.trier-mitgestalten.de/anregen/5696
    Hier bitte den Hinweis der Verwaltung lesen.
    Frage in die Runde: wer hat, in den letzten 5 Jahren, mal eine Tempokontrolle in der Fußgängerzone gesehen?

  3. Da sieht man mal wieder, wie ungerecht die Polizei ist: Würden bei den 2 Rad-Rowdys mit den roten Rucksäcken (die mit der Cafe Schmecker-Werbung*) die gleichen Maßstäbe angelegt, die beiden wären schon längst erschossen worden.
    *leicht verfremdet.

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