Jahreshauptversammlung der Eintracht – Vorstand bleibt im Amt

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Ernst Wilhelmi (Mitte) mit Roman Gottschalk und Harry Thiele

Bildquelle: Archiv, Insane Ultra

TRIER. Am heutigen Dienstag, 3. Juni, fand die Jahreshauptversammlung der Trierer Eintracht im Penta-Hotel in Trier statt.

Ernst Wilhelmi ließ zu Beginn die Saison Revue passieren und blickte auf eine erfolgreiche Saison. Man habe lange oben mitgespielt und den Rheinland-Pokal gewonnen. „Anspruchsdenken und Wirklichkeit liegen leider bei der Eintracht manchmal auseinander. Wir haben finanziell nicht die Möglichkeiten, um mit anderen Mannschaften mitzuhalten. Es soll aber auch in Zukunft kein Ferierabend-Fußball in Trier stattfinden.“ Man wolle in der nächsten Saison wieder eine gute Mannschaft zur Verfügung haben. Trainer Peter Rubeck habe das volle Vertrauen des Vorstandes. Auch auf die „Trainerposse“ rund um den Wechsel von Jens Kiefer ging Wilhelmi ein. Man habe den Trainer nicht halten können. Homburg wollte Kiefer mit aller Macht, der Wechsel war unabdingbar.

Harry Thiele, zuständig für die Finanzen, gab in seinem Bericht einen Ausblick auf die kommende Saison. Mit 1,2 Millionen wird der Gesamtetat nach jetzigem Stand um 400 000 €  im Vergleich zu dieser Saison sinken. Das bedeutet, dass für das Regionlligateam nur noch ein Finanzrahmen von 600 000 Euro zur Verfügung steht. Trotzdem werde man versuchen, alles zu tun, um die Eintracht weiter nach vorne zu bringen.

Frank Natus, Mitglied des Aufsichtsrates, äußerte sich positiv über die letzte Saison: „Es wird im Vorstand grundsolide gearbeitet. Seit Jahren werden hier Schulden abgebaut. Ich habe deshalb kein Verständnis für die anonyme Kritik in irgendwelchen Foren, die teilweise wirklich unappetitlich war.“

In den letzten Wochen kam vermehrt Kritik im Fanlager auf.
In den letzten Wochen kam vermehrt Kritik im Fanlager auf.

Nach einer recht kurzen Aussprache über die Reden wurde der Vorstand mit 24 Enthaltungen entlastet.  Insgesamt waren 136 Mitglieder anwesend.

25% der anwesenden Mitglieder mussten dem Antrag auf geheime Wahl des Vorstandes zustimmen. Dieser wurde mit großer Zustimmung angenommen.

Vorschläge für den neuen Vorstand waren alte Bekannte: Ernst Wilhelmi, Harry Thiele und Roman Gottschalk stellten sich zur Wiederwahl. Die zur Wahl stehenden konnten einzeln gewählt werden. Jedes Mitglied hatte damit die Chance, seinen Favoriten zu bestimmen.

Nach einer kurzen Unterbrechung zur Auszählung der Stimmen stand der Ergebnis fest: alle drei Kandidaten wurden in ihrem Amt bestätigt. Bei 136 stimmen entfielen 125 Ja-Stimmen auf Roman Gottschalk (4 Nein/7 Enthaltungen), 96 (19/21) auf Harry Thiele und 83 (42/11) auf Ernst Wilhelmi.

Auch der Aufsichtsrat wurde im Amt wiedergewählt: Alexander Bergweiler, Dieter Friedrich, Andreas Garnier, Simone Schuler, Adolf Hess, Klaus Jensen, Alfons Jochem, Alexander Jelen, Frank Natus und Michael Grasmück wurden in das Gremium bestimmt.

Nach den Wahlen stand ein Antrag auf der Tagesordnung. Eine Satzungsänderung zur Festlegung des Vereinswappen wurde mit großer, satzungsändernden,Mehrheit angenommen. Demnach wird festgelegt, dass das aktuelle Wappen nicht, z.B. wegen Marketingzwecken, verändert werden darf.

Zum Abschluss ergriff Alfons Jochem das Wort und ermahnte die Mitglieder zu Eintracht im Verein. Jeder könne seine Meinung einbringen dürfen, „ehrlich und offen aufeinander zugehen. Eintracht macht stark. Das müssen wir leben und aufeinander zugehen. In der Öffentlichkeit in die Pfanne hauen bringt den Verein nicht nach vorne. Ich möchte eine Lanze brechen für diejenigen, die im Vorstand arbeiten. Sie haben hier die A-Karte, müssen immer den Kopf hinhalten. Ich habe Verständnis für die Fans, wenn es in den letzten Jahren nach der Winterpause nicht läuft, aber wir dürfen uns nicht gegenseitig bekämpfen.“

 

 

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