High Noon am Nürburgring

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Das ist Schnee von gestern. Von links nach rechts: Pietro Nuvoloni (CNG), Carsten Schumacher, Geschäftsführer der Capricorn Nürburgring GmbH (CNG), Stuart Galbraith (CEO Kilimanjaro Live), Prof. Peter L.H. Schwenkow (Vorstandsvorsitzender der Deutsche Entertainment AG, DEAG), Ossy Hoppe (Wizzard Promotions) nach der Pressekonferenz am Nürburgring,

Bildquelle: Helmut Gassen

„Rock am Ring“ ist tot, es lebe die „Grüne Hölle“ – Capricorn und DEAG in einem Boot

NÜRBURGRING. Alles auf Anfang. Aus „Rock am Ring“ wird 2015 das „Grüne Hölle – Rockfestival am Nürburgring“. Zum letzten Male nach 29 Jahren findet jetzt an Pfingsten das Kultfestival „Rock am Ring“ (RAR) statt. Im nächsten Jahr soll RAR in Mönchengladbach stattfinden und das parallel zur neuen Nürburgring-Musikveranstaltung.

NÜRBURGRING. Die Nachricht schlug vergangene Woche ein wie eine Bombe. „Rock am Ring“ wird es nach 29 Jahren nicht mehr am Nürburgring geben, da sich Veranstalter Marek Lieberberg und die Nürburgring GmbH über die finanziellen Bedingungen nicht einig geworden waren. Die Folge war die Kündigung durch die Nürburgring GmbH, nicht durch den neuen Eigentümer Capricorn. Carsten Schumacher, Geschäftsführer der Capricorn Nürburgring GmbH (CNG) stellte hierzu klar: „Die Kündigung mit Marek Lieberberg erfolgte aus EU rechtlichen Gründen, da alle bisherigen Verträge gekündigt werden mussten.“

Hintergrund der ganzen Misere: „Wir wollten eine höhere Gewinnbeteiligung von bisher 35 auf 45 Prozent für den Nürburgring. Das hat nichts mit Raffgier zu tun, sondern ist völlig legitim. Wir hatten auch schon lange den Eindruck, dass die Veranstaltung für Lieberberg deutlich attraktiver war als für die Nürburgring GmbH“, erklärte Carsten Schumacher bei einer heute Mittag einberufenen Pressekonferenz am Nürburgring. Nach dem Scheitern der Verhandlungen mit Lieberberg wurden sofort Verhandlungen mit anderen Partnern aufgenommen, einig wurde man sich dann mit dem Konzertveranstalter Deutsche Entertainment AG (DEAG) mit Sitz in Berlin. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der DEAG einen hochkarätigen international erfahrenen und in Europa erfolgreich aufgestellten Partner gefunden haben und einen Vertrag über fünf Jahre abgeschlossen haben. Damit können wir auch in den kommenden Jahren die Fortsetzung der Rockmusiktradition am Nürburgring garantieren. Dies ist ein Gewinn für die Fans und ein Gewinn für den Nürburgring. Der Nürburgring ist und bleibt so auch in Zukunft das Mekka für Rockfans in Europa“, sagte Schumacher zu den vielen Medienvertretern.

Vertragsdauer zunächst fünf Jahre

Pietro Nuvoloni von der Capricorn Nürburgring GmbH (CNG) und Prof. Peter L.H. Schwenkow, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Entertainment AG (DEAG) lobten beide unisono die neue „strategische Partnerschaft“. Die Grundlage unserer Partnerschaft seien Teamwork und Transparenz, so Schwenkow und Nuvoloni und ist überzeugt: „Die Partnerschaft dem Nürburgring auch etwas bringen wird.“

„Grüne Hölle – Rockfestival am Nürburgring“ wird die neue Veranstaltung erstmals vom am ersten Juniwochenende vom 5. bis 7. Juni 2015 heißen. „Wir glauben, dass es uns gelingt, die unstrittige Position eines bisher sehr erfolgreichen Rockfestival mit unserer neuen Veranstaltung fortzusetzen“, sagte Carsten Schuhmacher. Statt vier Tagen wie bei RAR wird das neue Rockfestival am Nürburgring aber nur drei Tage andauern. Parallel dazu wird angeblich auch Marek Lieberberg sein Rockfestival „Rock am Ring“ angeblich in Mönchengladbach durchführen. „Wettbewerb belebt das Geschäft. Wenn der bisherige Veranstalter meint, das so zu machen, soll er es machen“, meinte Schumacher lakonisch dazu.

Erste Künstler, so Prof. Peter L.H. Schwenkow, Vorstandsvorsitzender der DEAG, seien bereits unter Vertrag für „Grüne Hölle – Rockfestival am Nürburgring“. Namen wolle man aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nennen. „Wir werden ein hochwertiges und sehr attraktives Musikprogramm liefern. Die Musik wird zu 80 Prozent so bleiben wie bisher, es wird keine Volksmusikveranstaltung werden“, so Schwenkow. Für die erwarteten 80 000 Rockfans aus dem In- und Ausland soll also alles so bleiben wie bisher, nur der Name und der Veranstalter sind neu. Versprochen wurde auch für die neue Veranstaltung „die einzigartige Musikfestivalatmosphäre“ mit wie bisher drei Bühnen mit unterschiedlichen Musikrichtungen. Versichert wurde auch, dass die Ticketpreise 2015 stabil bleiben sollen. „Niemand muss wegen des Wechseles tiefer in die Tasche greifen“, so Carsten Schumacher.

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