Trierer AfD greift Dreyer an

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Wird von der Trierer AfD wegen ihrer Äußerungen auf dem Europafest scharf angegriffen: Ministerpäsidentin Malu Dreyer (SPD).

Bildquelle: Eric Thielen

TRIER. Die Trierer Alternative für Deutschland (AfD) greift in einer Presseerklärung Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) scharf an. Dreyer hat laut Medienberichten auf dem Trierer Europafest am Wochenende vor Gedankenspielen gewarnt, mit der AfD möglicherweise koalieren zu wollen. Dreyer beteilige sich damit „an Ausgrenzungsstrategien gegen die AfD“, schreibt die Partei. Stattdessen solle sich Dreyer nach Ansicht der AfD von linksextremistischen Gruppierungen distanzieren.

„Die Alternative für Deutschland hat sowohl bei der Europawahl als auch bei den Kommunalwahlen eindrucksvolle Wahlergebnisse erzielt. Viele Bürger in Land und Stadt haben den Kandidaten und dem Programm der AfD ihre Stimme gegeben. Um so erstaunlicher ist es, dass den Altparteien nach wie vor nichts anderes einfällt, als die Partei und deren Wähler zu diffamieren“, heißt es in der Erklärung der AfD.

So zeuge die Erklärung der Trierer Grünen, mit allen im Stadtrat vertretenen Gruppierungen Gespräche führen zu wollen, nur nicht mit der AfD, von einem bemerkenswert defizitären Toleranz- und Demokratieverständnis. Wer mit Vertretern einer demokratischen Partei nicht einmal reden möchte, der betreibe eine Politik der Ausgrenzung und entlarve seine ständigen Parolen von Vielfalt und Toleranz als leere Phrasen, schreibt die Partei, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai erstmals in den Trierer Rat eingezogen ist.

„Leider beteiligt sich auch Ministerpräsidentin Dreyer an diesen Ausgrenzungsstrategien“, kritisiert die AfD. Anstatt sich ernsthaft mit den Argumenten der Partei und den Anliegen der Wähler auseinanderzusetzen, bediene sie sich „der üblichen plumpen Methode“, kritische Anfragen einfach in die „rechte Ecke“ abzuschieben. „Dabei hätte bereits ein kurzer Blick in das Programm der AfD gezeigt, dass Migration und Integration hier keineswegs grundsätzlich abgelehnt werden, sondern lediglich klaren Regelungen unterworfen werden sollen – so wie es in vielen Staaten dieser Welt ganz selbstverständlich praktiziert wird“, betont die Trierer AfD.

Positionen, die viele Menschen teilten, als „rechtes Vokabular“ zu bezeichnen, sei nicht nur billig, sondern im Hinblick auf eine erfolgreiche Integrationspolitik sogar kontraproduktiv“, kritisiert die Alternative die Aussagen Dreyers. „Anstatt andere in unsachlicher Weise zu diskreditieren, wäre Dreyer besser beraten, die Zusammenarbeit ihrer eigenen Partei mit linksextremistischen Gruppierungen kritisch unter die Lupe zu nehmen“, schreibt die AfD.

„Bis heute gibt es keine klare Distanzierung der Trierer SPD und des von ihr gestellten Oberbürgermeisters von der Mitwirkung linksextremistischer Gruppierungen an der Demonstration des Vereins ‚Für ein buntes Trier‘ unmittelbar vor der Europawahl“, kritisiert die Alternative ferner nicht nur Dreyer, sondern auch Oberbürgermeister Klaus Jensen.

„Wenn Dreyer es ernst meint mit ihrem Kampf gegen politischen Extremismus, sollte sie hier schleunigst Ordnung im eigenen Hause schaffen. Für die Trierer AfD jedenfalls ist die konsequente Abgrenzung aller demokratischen Parteien von extremistischen Gedankengut jeglicher Couleur eine politische Selbstverständlichkeit“, heißt es in der Erklärung der Alternative. (red)

6 KOMMENTARE

  1. Selbstverständlich müssen rechte Ansichten im Keim erstickt werden. Ich kann so ein Bekenntnis zum linken Gesinnungsstaat nur begrüßen. Die unkontrollierte Masseneinwanderung hat so viel Konfliktpotential angehäuft, dass uns über kurz oder lang der ganze Laden um die Ohren fliegt, wenn nicht alle mundtot gemacht werde, die sich nicht von den Vorzügen der multikulturellen Gesellschaft überzeugen lassen. Da muss man auch mal etwas toleranter sein, wenn sich an dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe Organisationen beteiligen, die es mit den demokratischen Spielregeln und dem staatlichen Gewaltmonopol nicht so genau nehmen. „Nie wieder Deutschland“ kann nicht funktionieren, wenn man nur ins Land lässt, wen man wirklich braucht. Dafür braucht es Masse, nicht Klasse. Das Risiko, dass bei der Integration des Arztes aus Bulgarien oder des Ingenieurs aus Indien etwas schief läuft und er am Ende weder linke Sozialneid- noch grüne Gängelungspartei wählt, wäre doch viel zu groß.

  2. Boah man der typ heisst nicht nur so, der hat auch offensichtlich einen…
    Herr Hau: Sie machen den Menschen mit Ihren plumpen Parolen Angst sonst nichts.

    Wie sollen „Ihre klaren Regelen“ den bitte aussehen? Quotierungen? Und alle die Ihnen nicht passen werfen Sie zurück ins Meer? Ekelhaft!

  3. Ja klar, wir wollen „alle ins Meer werfen…“ Genauso wie Australien, Kanada und die USA ja auch „alle ins Meer werfen“ *Ironie Off* Vielleicht mal das Parteiprogramm lesen?

    Persönliche Beleidigungen verbitte ich mir, das zeigt aber was vom restlichen dummen Geschwätz zu halten ist.

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