Bis hierher und nicht weiter

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Auch am Ernstberg bei Hohenfels wird Lava abgebaut

Bildquelle: Helmut Gassen

Stopp für den Gesteinsabbau im Vulkaneifelkreis

DAUN. Entscheidung mit Weitblick: Die Parteien des Kreistags des Vulkaneifelkreises, Naturschützer, Bürgergruppen und auch Bürgermeister haben sich in einer konzertierten Aktion bei einem runden Tisch gegen die Ausweisung neuer Gruben und die Erweiterung bestehender Gruben aus.

Sie sind nicht gerade eine Zierde der Vulkaneifel und verschandeln das Landschaftsbild der wunderschönen Natur gewaltig. Überall gibt es in der Region Gruben in denen Basalt, Lava oder kalkhaltiges Gestein abgebaut wird. Dies bringt den Gemeinden zwar durch den Bruchzins, die Pacht für den Abbau durch die  Grubenbetreiber viel Geld in die klammen Kassen, aber hat auch viele Nachteile mit welchen sich die zukünftigen Generationen herum plagen müssen.

So werden viele Gruben seit langem mit Bauschutt verfüllt – keine schöne Erbschaft. In Strohn sollte sogar in der Grube Wartgesberg eine DK-1-Deponie eingerichtet werden, wo giftige Schlacken abgelagert werden sollten (lokalo berichtete). Dagegen hat sich starker Widerstand in Form einer Bürgerinitiative gebildet, die massiv dagegen ankämpft und jetzt bei der Kommunalwahl erfolgreich im Gemeinderat vertreten ist. Der bisherige langjährige Ortsbürgermeister, der sich mit dem Gemeinderat für die Deponie ausgesprochen hatte, trat nicht mehr zur Wahl an.

Der Entwurf des Regionalplanes sah eine deutliche Erweiterung der Gesteinsabbauflächen im Vulkaneifelkreis vor. Dagegen gab es von Seiten der Naturschutzverbände und vieler Bürger Widerstand. Auch bisher stillgelegte Gruben wie im geologisch hochinteressante Steffelsberg in Steffeln, der jährlich Ziel vieler Führungen ist, sollten reaktiviert werden. Ein Vorhaben, für das die Bürger kein Verständnis aufbringen konnten. Die Pläne, weitere und größere Gruben in der Vulkaneifel einzurichten und damit die Natur noch mehr zu gefährden oder gar zu zerstören, dürften nach der Entscheidung das Kreistags jetzt wohl gescheitert sein.

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