Kinderpornografie – Ermittlungen gegen Polizeibeamten

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Bildquelle: Uwe Schlick/pixelio.de

DAUN. Gegen einen seit dem vergangenen Freitag, 23. Mai, in Untersuchungshaft befindlichen 56-jährigen Beamten der zur Polizeidirektion Wittlich gehörenden Polizeiinspektion Daun wird wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines Kindes und des Besitzverschaffens von Kinderpornografie ermittelt. Der Beamte hatte im Rahmen seiner Aufgabe als Verkehrssicherheitsberater auch Kontakte zu Kindern. Die Ermittlungen dauern an.

Der Beamte hatte sich am 22. Mai seinen Vorgesetzen offenbart und damit die Ermittlungen in Gang gesetzt. Er steht in dringendem Verdacht, sich einem Mädchen aus dem privaten Umfeld in strafrechtlich relevanter Weise genähert zu haben. Detaillierte Angaben zum Opfer beziehungsweise zu den konkreten Tatvorwürfen können aus Gründen des Opferschutzes und wegen der laufenden Ermittlungen nicht gemacht werden.

Gegen den Beamten wurde unverzüglich ein Disziplinarverfahren eingeleitet und er wurde vom Dienst suspendiert. Der Leitung der Polizeiinspektion Daun lagen bis zum 22. Mai keinerlei Hinweise auf ein zu beanstandendes Verhalten oder ein gar strafrechtlich relevantes Verhalten des Beamten vor.

Das Polizeipräsidium Trier teilt nun mit, dass der 56-jährige Beamte der Polizeiinspektion Daun seit 1993 im Rahmen seiner polizeilichen Aufgabe hauptamtlich regelmäßig mit Kindern Umgang hatte. Er unterrichtete als Verkehrssicherheitsberater Kinder sowohl in Kindergärten als auch in Grundschulen im Zuständigkeitsbereich seiner Polizeiinspektion. Darüber hinaus hatte er auch im Rahmen von privaten Vereinstätigkeiten Umgang mit einer Vielzahl von Kindern und Jugendlichen.

Zwar liegt nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen kein konkreter Verdacht auf weitere vergleichbare Verfehlungen vor, dennoch schaltet die Polizei ab sofort ein Hinweistelefon beim Fachkommissariat der Kriminalinspektion Trier. Hinweise werden auch außerhalb der üblichen Dienstzeiten unter der Telefonnummer 0651/9779-2221 entgegen genommen.

Alle Schulen und Einrichtungen, in denen der Beschuldigte in der Vergangenheit dienstlich tätig war, werden von der Leitung der Polizeiinspektion informiert beziehungsweise aufgesucht. Ebenso finden Überprüfungen im persönlichen Umfeld beziehungsweise hinsichtlich seiner Vereinstätigkeiten statt.

Im Verlauf der ersten Ermittlungen gegen den 56-Jährigen ergaben sich auch Hinweise auf den Verdacht des Besitzverschaffens von Kinderpornografie. Von dem Beschuldigten genutzte Computer wurden im Rahmen von Durchsuchungen sichergestellt. Die darauf befindlichen Daten werden auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft Trier derzeit von einem externen Gutachter ausgewertet.

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