Nein zur Modernisierung der Atomwaffen in Büchel

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Frontalansicht auf vier B-61 Nuklearbomben.

Bildquelle: wikipedia.de

TRIER. „Die USA haben damit begonnen, die in Deutschland stationierten Atombomben zu modernisieren. Die Bundesregierung bestätigte nach Informationen der in Düsseldorf erscheinenden ‚Rheinischen Post‘ in der Antwort auf eine Anfrage der Grünen ein von der US-Administration beschlossenes ‚Lebensdauerverlängerungsprogramm‘ für die US-amerikanischen Atombomben.“ Das geht aus einer Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier hervor.

„Wir haben gemeinsam mit vielen Friedensgruppen genau vor dieser Entscheidung gewarnt. Es ist verantwortungslos, der Modernisierung der Atomwaffen zuzustimmen, statt sich wie versprochen für eine Abschaffung dieser völkerrechtlich fragwürdigen Massenvernichtungswaffen einzusetzen“, so die AGF, die sich mit dem Trägerkreis „Atomwaffen abschaffen — Bei uns anfangen!“ seit Jahren für eine atomwaffenfreie Welt engagiert.

„Entgegen den Beschwichtigungen sinkt bei den modernisierten Atomwaffen die Einsatzschwelle. Durch die geplanten neuen präziseren satellitengestützte Fernlenksysteme können sie als Angriffswaffe mit größerer Reichweite zielgenauer eingesetzt werden. Die modernisierten Atomwaffen werden damit noch schrecklicher und noch gefährlicher als die alten. Angesichts des Urkainekonflikts ein weitere Schritt der Eskalation und Militarisierung, den wir ablehnen. 1 000 Milliarden Dollar wollen die USA in den nächsten dreißig Jahren für atomare Rüstung und neue Atomwaffen ausgeben. Allein zehn Milliarden Dollar für ein Programm, das auch die Atombomben in Büchel beinhaltet.Die Neuauflage der nuklearen Abschreckung wird auch Deutschland viele Millionen Euro an Steuergeldern kosten“, so die Kritik der AGF.

„Es ist erschreckend, wie die Relikte des kalten Krieges in zielgenaue Angriffswaffen umgewandelt werden sollen statt Abrüstung und nachhaltige Entwicklung zu fördern. Wer, wie die Bundesregierung vorgibt, eine atomwaffenfreie Welt ernsthaft will, muss aktiv Position in der NATO beziehen und diesen Programmen klar widersprechen. Es ist skandalös, dass wir aus den Medien von diesen Fehlentscheidungen und Wort-brüchen erfahren müssen. Der Protest und Widerstand für eine atomwaffenfreie Welt in Büchel wird im August weitergehen“, sagt Markus Pflüger von der Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier.

2 KOMMENTARE

  1. Na wenn sie denn unbedingt weg sollen könnten wir sie vielleicht in die Ukraine oder nach Afghanistan schicken dann wären wir sie hier wo sie sicher liegen wenigstens los

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