„Leichte Sprache“ für Trier

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Das Netzwerk möchte die Öffentlichkeit für die "Leichte Sprache" sensibilisieren und diese in der Region etablieren.

Bildquelle: Lebenshilfe Trier e.V.

TRIER. Am gestrigen Dienstagabend, 27. Mai, fand in der TUFA eine Informationsveranstaltung zu dem Thema „Leichte Sprache“ statt. Eingeladen hatte das Netzwerk „Leichte Sprache für Trier“, das auf Initiative der Lebenshilfe Trier gegründet wurde. Das Netzwerk möchte gemeinsam die Öffentlichkeit für die „Leichte Sprache“ sensibilisieren und diese in der Region etablieren.

Für einen gelungen und zudem praxisnahen Einstieg in den Abend sorgte das integrative Theater „com.guck“. Die Schauspieler zeigten eine Szene zum Thema „Amtsdeutsch“, die verdeutlichte, wie kompliziert Sprache sein kann. Auf diese Komplexität ging auch Frau Dr. Christiane Zehrer von der Universität Hildesheim in ihrem Vortrag ein. Die Wissenschaftlerin zeigte, was „Leichte Sprache“ ist, warum wir sie brauchen und wer von ihr profitiert. Zudem gab sie einen Einblick in das Regelwerk und verschiedene Beispiele.

„Leichte Sprache brauchen wir, damit alle mitmachen können. Das schwere Wort dafür ist Inklusion.“

Sowohl im Expertenvortrag als auch bei der anschließenden Podiumsdiskussion wurde klar, dass viele verschiedene Zielgruppen von der „Leichten Sprache“ profitieren können. Einig waren sich alle Anwesenden darüber, dass die Öffentlichkeit für diese Thematik sensibilisiert werden muss. Dabei sei es notwendig, Multiplikatoren zu finden, die wiederum die „Leichte Sprache“ in ihren jeweiligen Bereichen umsetzen würden.

Wie strikt die Umsetzung zu erfolgen hat, sollen unter anderem kommende Vernetzungsworkshops zeigen. Obwohl es sich bei dem Vorhaben, die „Leichte Sprache“ in der Region zu etablieren, um einen langwierigen Prozess handelt, wollen alle Beteiligten diesen Weg gemeinsam gehen.

Schirmherr für das gesamte Projekt ist Oberbürgermeister Klaus Jensen. In seinem Grußwort betonte er die große Bedeutung der „Leichten Sprache“. Diese, so Jensen, spiele zukünftig auch in Trier eine wichtige Rolle. Gerade die Sprache sei eine wichtige Voraussetzung für Inklusion. Da bisherige Bemühungen für die „Leichte Sprache“ in Trier zu kurz gekommen seien, dankte er der Lebenshilfe Trier und dem Netzwerk für die Initiative.

4 KOMMENTARE

  1. So ein Quatsch. Viele Formulierungen sind kompliziert, weil sie komplexe Sachverhalte beschreiben. Wer den Sachverhalt in der Sprache, die die meisen verstehen, nicht versteht, der wird ihn auch nicht verstehen, wenn er einfacher formuliert ist. Dieser Trend der Nivelierung nach unten ist der falsche Weg.

  2. viele Formulierungen sind kompliziert, müssten es aber gar nicht sein. Gerade im Behörden-Deutsch oder in Formularen ist die Sprache oft unverständlich. Bei der leichten Sprache geht es nicht um eine Nivellierung nach unten oder gar Verblödung. Sie soll im Alltag dazu dienen, Sachverhalte leichter verständlich zu machen – für jedermann. Davon profitieren neben Menschen mit geistiger Behinderung auch Menschen, die nicht so gut Deutsch sprechen können oder die Sprache erst lernen müssen, oder ältere Personen…die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

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