360 ° – Universelle Mode

1

Bildquelle: Jeanne Renard

TRIER. Morgens aufstehen. Duschen und anziehen. Was für viele Menschen normal ist, wird zu einem Problem, wenn man im Rollstuhl sitzt. Schon alleine der Kauf von Kleidung wird zum schwierigen Unterfangen. Es zwickt hier und sitzt dort nicht richtig. Da es leider kaum Modelabels gibt, die sich diesen Problemen annehmen, widmet sich Lisa Frisch in ihrer Masterarbeit dem Thema: „360 ° -Universelle Mode“.

„Universelles Design ist ein Konzept, das als ganzheitlicher und innovativer Ansatz für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung gilt – mit Blick auf die menschliche Vielfalt, soziale Inklusion und Gleichstellung.“

Doch wie sehen diese Probleme bei Menschen aus, die noch ganz andere Ansprüche an ihre zweite Haut haben, nämlich, dass die Mode auch im Sitzen sitzt.
Mit dieser Frage beschäftigte sich die Modestudentin in ihrer Master-Arbeit und es entstand eine Kollektion, die sowohl für Rollstuhlfahrer, als auch für Fußgänger tragbar ist.
Diese Modekollektion soll den Rollstuhlfahrern die Möglichkeit eröffnen, moderne UND funktionale Kleidung zu tragen, die an ihre Bedürfnisse angepasst ist.

Rollstuhlmodeb„Durch meinen Job, neben meinem Studium, in der Lebenshilfe, bin ich schon früh auf die Idee gekommen, funktionelle Kleidung für behinderte Menschen zu fertigen. Nach meinem Auslandssemester in Mailand war ich darin bestärkt, nicht so etwas Oberflächliches zu machen, wie so viele in der Branche“, sagt Lisa Frisch. Auch die Besuche der Dolphins Trier zeigten ihre Wirkung. Über ihren Freund wurde der Kontakt mit den Spielern der Bundesligamannschaft hergestellt, die ihr nützliche Tipps gaben und in Person von Diana Dadzite und Martin Koltes auch als Models zur Verfügung stehen.
Eine durchgeführte Umfrage unter Menschen in Rollstühlen half der angehenden Modedesignerin, funktionale Schnitte zu entwerfen, um Verbesserungen an der bereits bestehenden Mode vorzunehmen. „Die Kleidung muss auf jeden Fall so sein, dass jeder Rolli-Fahrer sie leicht tragen und sich trotzdem modern kleiden kann“, antwortete Diana Dadzite, Rollstuhlbasketballspielerin in Trier, auf die Frage, welche Ansprüche sie an Kleidung habe.

Diese Anregungen setzte Lisa Frisch in eine universelle Kollektion um und möchte damit dazu beitragen, Mode aus einem ganz anderen Blickwinkel zu sehen und neue Wege zu eröffnen.
Wer Interesse daran hat, einen Einblick in die Arbeit der Absolventen zu bekommen, hat dazu am 28. Juni in der Bobinet-Halle die Möglichkeit.

1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.