Rekordfund bei Trier – Drogen für zwei Millionen Euro

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Pressesprecher Hans-Jürgen Schmidt zeigt einen Teil des Rauschgifts, das am 20. Mai zwischen Trier und Luxemburg sichergestellt worden war. Im Hintergrund Beamte der Zollfahndung.

Bildquelle: Eric Thielen

TRIER. Staatsanwaltschaft Trier und das Zollfahndungsamt Frankfurt berichteten derzeit auf einer Pressekonferenz in Trier über den größten Fund synthetischer Drogen in Deutschland in den letzten fünf Jahren. Am 20. Mai stellten die Fahnder auf der A64 zwischen Trier und Luxemburg 129 Kilogramm des Rauschgifts in einem spanischen Lkw sicher. Der akuelle Marktwert der Drogen wird auf zwei Millionen Euro geschätzt.

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Das Rauschgift sei vermutlich für den südeuropäischen Markt bestimmt gewesen, heißt es in einer Presseerklärung der Behörden. Der 55-jährige Fahrer des spanischen Lastkraftwagens wurde festgenommen, das Amtsgericht Trier erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier Haftbefehl. Die Ermittlungen gegen ihn dauern an.

Am Rastplatz Sauertal kurz vor der deutsch-luxemburgischen Grenze war die Fahrt für den spanischen Lkw zu Ende. Der Zoll entdeckte durch den Einsatz einer modernen mobilen Röntgenanlage das Rauschgift – 129 Kilogramm Amphetamine mit einem inländischen Verkaufswert von rund zwei Millionen Euro. Es ist der größte Fund dieser Art in den letzten fünf Jahren in Deutschland. Die Hauptzollämter Koblenz und Köln waren an der Kontrollaktion gemeinsam beteiligt.

Zunächst entdeckten die Fahnder drei Sporttaschen, bei der Kontrolle der Fahrerkabine wurden durch den Einsatz eines Spürhundes drei weitere Sporttaschen gefunden. Der für den Zoll zuständige Finanzstaatssekretär Michael Meister bewertet die Entdeckung als „besonderen Erfolg für die operative Vorgehensweise der Zollverwaltung bei den Kontrollen des Warenverkehrs im Inland“ und sieht den Erfolg vor allem als „gelungene Zusammenarbeit von Routine der Beamten sowie effizient eingesetzter Technik“.

Aktuell läuft die Pressekonferenz in den Räumen der Staatsanwaltschaft Trier noch. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie später auf lokalo. (et)

4 KOMMENTARE

  1. Wahnsinn, Trier wird auch immer krimineller. Wird Zeit, dass hier mal einige Leute auf den Tisch hauen und die Strafen entsprechend anpassen. Scheinbar ist die drohende Strafe im Vergleich zum Risiko noch nicht hoch genug.

    • was hat das mit Trier zu tun Marcel? Die wurden auf dem Rastplatz Sauertal gefunden und die Ladung war nicht einmal für Deutschland gedacht…warum zur Hölle machst du ALLE Trierer runter in dem du sagst Trier wird auch immer krimineller? Kümmer dich lieber mal darum, dass ein Kinderschänder der nachweislich in 63 Fällen schwere Vergewaltigung an Kleinkindern begangen hat 2 1/2 Jahre auf Bewährung bekommt. Und das sauge ich mir nicht aus den Fingern, der Fall ist noch gar nicht so alt. Was kümmert es dich wenn sich jemand selbst schädigt mit Drogen?

  2. Schärfere Strafen bringen es nicht. Einfach mal nach Amerika schauen, dem Land der Schwergestraften (Achtung Wortspiel) oder China. Abschreckung durch schärfere Strafen bringts voll (Ironie).

    Da Alkohol und Zigaretten legal sind, sollten es andere Drogen auch werden. Legalisieren und besteuern, fertig. Der Staat nimmt mehr Geld ein, Konsumenten werden dadurch nicht mehr kriminalisiert und dem organisierten Verbrechen bricht eine Einnahmequelle ein. Weniger Gefängnisinsassen, die weniger Geld kosten, weniger Strafverfahren, und und und…

    Und nein, ich bin kein Konsument, denn mehr wie ab und zu ein Radler trinke ich nicht.

    Von mir aus können sie die Strafen für Konsum außerhalb der Freizeit und innerhalb der Verkehrstauglichkeit gerne verschärfen. Gut, das würde jetzt auch den Anwälten und Top-Managern doch schon schaden, nein, lieber keine gesetzlichen Strafen mehr (Sarkasmus).

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