Wahl 2014 – Die Stimmen vom Abend

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Wenn das der OB sehen könnte: Ministerpräsidentin und Jensen-Ehefrau Malu Dreyer auf Tuchfühlung mit dem alten und neuen Ortsvorsteher von Feyen, Rainer Lehnart. Die SPD ließ den Abend im Biergarten "Handelshof" ausklingen.

Bildquelle: Eric Thielen, Anna Holkenbrink

TRIER. Die Urnen zu und weiter viele Fragen offen. Erst im Laufe des heutigen Montags wird sich zeigen, wer in der kommenden Legislaturperiode im Trierer Stadtrat vertreten ist – und vor allem, in welcher Stärke. Aber auch wenn das Zittern, Hoffen und Bangen noch anhält, hinter den Parteien liegt ein langer und teilweise auch harter Wahlkampf. Klinken putzen, überzeugen, diskutieren und immer wieder reden, reden, reden – manch einer wird seinen Stimmbändern nun zunächst einmal eine kleine Verschnaufpause gönnen. Wir waren unterwegs und haben Stimmen eingefangen – auf den Wahlpartys in Trier.

Von Anna Holkenbrink, Bastian Lütge und Eric Thielen

Bernard Kaster von der CDU: „Viel wurde über den Zuwachs der Anderen geredet. Aber die CDU ist die klare Partei Europas. Wir haben ein gutes Ergebnis erzielt.“ Auch Ulrich Dempfle, Fraktionschef der Union im Trierer Stadtrat, schloss sich dieser Meinung an: „Die CDU ist die Europa-Partei.“

SPD-Chef Sven Teuber: „Ich hoffe darauf, dass die NPD tatsächlich nicht mehr in den Stadtrat kommt. Das wäre der größte Erfolg für Trier. Wir können zufrieden sein: In Ehrang haben wir den Ortsvorsteher geholt, in den einzelnen Stadtteilen sind wir stark. Beim Rat muss man abwarten: Die neue Konstellation mit mehr Kräften könnte schwierig werden.“

Die Grünen sind zufrieden mit dem Ausgang der Wahl.
Die Grünen sind zufrieden mit dem Ausgang der Wahl.

Dominik Heinrich von den Trierer Grünen: „Ich sehe einen Aufwärtstrend im Kommunalergebnis. Nach elf Bezirken wären es neun Sitze, aber die starken Bezirke kommen noch. In Süd können wir mit 2 Prozent mehr in die Stichwahl kommen. Es besteht also die Chance auf einen Ortsvorsteher.“

Katharina Hasseler von der FDP: „Ich warte erstmal ab. Ich habe noch nichts von den Zahlen gehört.“ Tobias Schneider äußerte sich wie folgt: „Das Ergebnis war so zu erwarten.“ Auch Henrick Meine sah es ähnlich: „Es ist schwer Kommunalpolitik zu machen, wenn die Bundespolitik so im Abseits steht.“

Moritz Rehfeld von den Piraten: „Wir hoffen auf Sitze in anderen Parlamenten, und wir schauen einmal, was dabei raus kommt. In Trier ist auf jeden Fall ein Sitz drin.“

Die Linke feierte in der Mustorstraße.
Die Linke feierte in der Mustorstraße.

Marc-Bernard Gleißner von der Linke: „Das Ergebnis ist ziemlich gut. Über fünf Prozent. Wir haben ein festes Wählerpotenzial, was zeigt, dass unsere Politik konstant ist. Wir wollen in der nächsten Legislaturperiode noch mehr Basis schaffen.“

Christiane Probst von der Wählergruppe (FWG) wollte sich am Sonntagabend auf Anfrage von lokalo nicht äußern. Erst am Montag wolle sie zur Wahl Stellung nehmen, teilte sie auf Nachfrage mit.

Für die Kreisverwaltung Trier-Saarburg äußerte sich Landrat Günther Schartz: „Bei dieser Wahl gibt es erstaunlich viele Briefwähler, besonders in der Verbandsgemeinde Kell. Es gab rund 140 freiwillige Wahlhelfer. Wir werden bis ungefähr 20.30 Uhr die Stimmen der Briefwahl auszählen.“

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