Regionalliga: Eintracht verliert gegen Freiburg II mit 1:4

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v.l.n.r.: Roman Gottschalk, Andreas Lengsfeld, Alon Abelski, Fahrudin Kuduzovic mit Sohn, Matthias Cuntz und Stadionsprecher Markus Köbler.

Bildquelle: lokalo

TRIER.  Das Duell im Trierer Moselstadion zwischen dem SV Eintracht Trier 05 und dem SC Freiburg II endete 1:4. Nach einer guten ersten Halbzeit gelang es den Trierern nicht, die spielstarken Freiburger in Hälfte zwei weiter konsequent unter Druck zu setzen.

Bereits vor dem Spiel ein emotionaler Moment: Gleich vier Spieler wurden verabschiedet. Mit Kuduzovic, Cuntz, Abelski und Lengsfeld verlassen nach der Saison Leistungsträger den Verein.

In den ersten Minuten Abtasten auf beiden Seiten. Auffällig alleine die Stimmung auf den Rängen. Support-Boykott auf der Seite  der Trierer, die sich nur mit „Wilhelmi-Raus“- Rufen und einem Spruchband „Es reicht!“ auf sich aufmerksam machten. Auf der anderen Seite endlich mal wieder Gästefans im Block. Etwa 50 Fans haben die Reise nach Trier angetreten, um ihre Mannschaft lautstark zu unterstützen.

Die erste Chance für die Eintracht in Minute zehn. Alon Abelski setzt sich schön in der Mitte durch, sein Schuss verfehlt das Freiburger Gehäuse jedoch. in der 14. Minute die nächste Chance für die Eintracht. Nach einer Flanke von rechts segelt der Ball über Gästetorhüter Dominic Bergdorf. Allerdings kommt Marco Quotschalla nicht mehr an den Ball.  Vom Tabellenzweiten aus dem Braisgau nach vorne noch nichts zu sehen. Man merkt beiden Mannschaften an, dass es in diesem Spiel um nichts mehr geht.

In der 20.Minute dann die große Chance für Freiburg zur Führung. Nach einem Fehler im Aufbauspiel passte Tim Albutat schnell auf Dennis Russ, der alleine aufs Trierer Tor zulief, aber den Ball aus kurzer Distanz am Tor vorbeischob.

In der 24. Minute die Chance für Quotschalla. Nach einer Flanke von Kuduzovic bringt er zu wenig Druck hinter den Ball. Eine leichte Beute für Freiburgs Schlussmann.

Die Führung der Trierer in der 26. Minute. Nach einer schönen Kombination über die rechte Seite wird der Ball nach innen geflankt, wo Kuduzovic am langen Pfosten richtig steht und den Ball zur verdienten Trierer Führung verwerten kann.

Die Freiburger nur selten gefährlich in der Hälfte der Gastgeber. Von der Spielstärke, vor der Rudi Thömmes noch vor dem Spiel warnte, ist wenig zu sehen. Nur vereinzelt gibt es schöne Kombinationen, die allerdings auch meist aus individuellen Fehlern der Eintracht entstehen. Aber auch von Trier nach der Führung wenig zu sehen. Zu ungenau sind die Pässe in die Spitze.

Kurz vor der Pause (43.) dann doch noch der Ausgleich. Nach einer Flanke von rechts durch Laprevotte kommt Amir Falahen in der Mitte zum Kopfball und platziert den Ball gegen die Laufrichtung von Chris Keilmann ins Trierer Tor. Ein nach dem Spielverlauf ungerechtes Unentschieden, mit dem es auch in die Pause ging.

Kein spielerisches Feuerwerk auf dem Platz. Dafür auf den Rängen. Zu Beginn der zweiten Hälfte brennt es im Freiburger Block. Rauch und Bengalos werden gezündet.

In Minute 47 die Chance zur erneuten Führung für die Trierer. Alon Abelski kommt an den Ball. Sein Heber aus knapp 35 Metern segelt über den Freiburger Schussmann aufs Tornetz. Aber auch die Freiburger kommen zu ihren Chancen. Nach schönem Zuspiel auf Caleb Stanko erzielt dieser im zweiten Versuch das 2:1 für die Braisgauer (56.). Ein Minute zuvor war Florian Kath bereits freistehend vor Keilmann gescheitert. Freiburg besser im Spiel und auch verdient in Führung.

Amir Falahen hatte in der 65. Minute das 3:1 auf dem Fuß, als er auf der linken Strafraumseite schön in Szene gesetzt wird. Sein Versuch, Keilmann mit einem Heber zu überlisten, missglückte jedoch.

Von der Eintracht nur noch selten offensiv zwingende Aktionen nach vorne. Ungenaue Pässe und kaum kreative Ideen lähmten das Spiel in der zweiten Hälfte. Auch die besser eingestellte Freiburger Defensive machte es den Trierern schwer.

Nach einem Abschlag von Torhüter Dominic Bergdorf das 3:1. Der Freiburger Stürmer kann fast ungehindert in den Trierer Strafraum eindringen und nur noch per Foul gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelt Amir Falahen sicher. (83.)Die Entscheidung in diesem Spiel war gefallen.

Doch es kommt noch schlimmer für die Eintracht. Nur zwei Minuten erzielt Nico Zwinper das 4:1.(85.) Es herrschte Chaos im Strafraum der Eintracht. Niemand konnte den Ball klären.

Mit dem 4:1 endete das Spiel auch. Ein schwacher Abschluss der Saison. Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft aus Trier im Finale des Rheinland-Pokals noch einmal hoch motiviert ans Werk geht.

4 KOMMENTARE

  1. Bei der angegebener Zuschauerzahl von „1178“ sind aber in der Zahl die Dauerkarteninhaber mitgezählt auch wenn sie heute nicht anwesend waren. Ich habe mich heute erschrocken wie leer es im Stadion war, sowas habe ich in 40 Jahren noch nie gesehen. Man hätte heute innerhalb der Spielzeit von 90 min. mit jedem Anwesenden ein kurzes Schwätzchen halten können. Das Spiel hatte heute ein wenig den Flair von Hau Ruck Bullay gegen Sauerrahm Ralingen. Danke für die Saison 2013/14 an Herr Wilhelmi, Herrn Gottschalk, Herrn Seitz und Herrn Jens Kiefer

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