Bafet Sabic – Mein Kampf für die NPD

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BUZ inspiriert von TAZ
Die gesamte NPD-Wählerschaft (rechts) und NPD-Chef Safet Babic (noch weiter rechts) bei einer NPD-Demonstration.

Bildquelle: lokalo

TRIER. Es gab in Briefen an lokalo immer wieder Beschwerden, dass wir die NPD nicht zu Wort kommen lassen. Wir reagieren auf die Kritik und haben uns mit Bafet Sabic (Name von der Redaktion geändert) getroffen, der das Pogrom – pardon – Programm der „nationalen Heimatpartei“, wie sie sich selbst nennt, aus dem SS kennt. Bei seinem Lieblings-Asiaten gab es nicht nur eine Portion Nazi-Goreng, sondern auch viel Wissenswertes zur NPD zu erfahren.

Das Interview mit dem NPDler führte Arno Nym

Arno Nym: Er ist einer der führenden Männer der Partei, die sich dafür einsetzt, dass die Spieler in unserer Nationalmannschaft endlich auch wieder Müller heißen.

Hallo Bafet Sabic von der NPD!

Bafet Sabic: Hallo Herr Nym! Ich freue mich, dass uns lokalo als einziges Medium in Trier Platz für den Wahlkampf einräumt. Schön, dass Sie vor der Weltmeisterschaft das Thema Nationalteam ansprechen. Dieses liegt uns nämlich sehr am Herzen.

So sehr, dass Sie in rund 20 Jahren selbst mit Nachwuchs zu einer namentlich deutscheren Mannschaft beitragen wollen?

Bafet Sabic: Ich fürchte, dafür bin ich nicht sportlich genug, ansonsten natürlich gerne.

Ja, Sie waren bestimmt einer von denen, die immer ins Thor mussten und mehrfach den Ball gegen die Rommel bekamen. Würde zumindest einiges erklären. Okay, genug Smalltalk. Legen wir lieber gleich mit einer Frage los, die mich schon länger beschäftigt. Immer wieder liest man im Zusammenhang mit der NPD von Gewinnspielen, meist mit dem Zusatz, dass der RECHTSweg ausgeschlossen ist. Wie passt das zu Ihrem Parteiprogramm?

Bafet Sabic: Da fragen Sie am besten die Gutmenschen, die diese Zusätze erforderlich machen. Da sind uns die Hände gebunden.

Ja, wären sie das nur häufiger. Aber zu Ihren Wahlkampf-Themen. In Ihrem Flyer schreiben Sie, dass man die NPD wählen soll, um das Verkehrschaos und den Mietwucher zu beseitigen. Können Sie näher darauf eingehen?

Bafet Sabic: Natürlich. In punkto Verkehr wollen wir eine RADIKALE Veränderung. Wir fordern: Weg mit dem Ampelchaos und in der ganzen Stadt RECHTS vor Links. Die Ampel-Technisierung hat dieser Stadt rein gar nichts gebracht, eine intelligente Ampelschaltung, wie von uns zunächst gefordert, gibt es wohl nicht.

Und bei der Miete? Welche Änderungen schweben Ihnen da vor? Was sagen Sie allgemein zum Thema Innenstadtentwicklung, die auch eines der Kernthemen unseres Wahl-Specials war.

Bafet Sabic: Trier wird immer teurer. Daher sind wir strikt GEGEN Mietpreiserhöhungen.

Also um es Denglisch auszudrücken: Sie sind „Anti se Mieten“?

Bafet Sabic: Ja, ich kann zwar kein Englisch, aber so kann man es wohl sagen, Herr Nym. Insgesamt wollen wir mehr Lebensraum im Trierer Osten schaffen. Daher ist die Trier-Osterweiterung sicherlich ein Thema, mit dem wir viele für unseren Weg begeistern können.

Insgesamt sind Ihre Forderungen ja sehr finanzlastig. Neben den Mietpreisen wollen sie Studententarife für alle Nutzer der Busse. Hat man sich nach gefühlten 50 Semestern Studium einfach so an die Preise gewöhnt, dass man die regulären nicht mehr hinnehmen möchte?

Bafet Sabic: Ach, Herr Nym, auf solche Provokationen gehe ich gar nicht ein.

Um Himmlers Willen, Herr Sabic, Sie haben aber eine ganz schön kurze Zündschnur. Haben Sie denn sonst noch was zum Thema Wirtschaft zu sagen?

Bafet Sabic: Ja, Wirtschaften sind unserer Meinung nach sehr wichtig für Trier! Es gibt viel zu wenige Kneipen in dieser schönen Stadt. Deshalb fordern wir ein separates Kneipenviertel.

Ja…genau. Wo wären Sie eigentlich heute, wenn das von Ihnen geforderte Zuwanderungsgesetz („Gegen Zuwanderung in das soziale Netz- bestehende Gesetze konsequent anwenden!“) vor 1981 gegriffen hätte?

Bafet Sabic: Ja, gut ähhh, ich werde im Keller verlangt!

Sie meinem im Untergrund? Vielen Dank für das aussagekräftige Interview Herr Sabic! Wir schätzen Ihre Chancen auf einen Sitz im Stadtrat dennoch Göring ein.

Zur Person

Der selbsternannte „europäische Befreiungsnationalist bosnischer Herkunft“ Bafet Sabic studierte ab 2001 zunächst Jura, scheiterte aber, als er merkte, dass die erdgeschichtliche Periode gleichen Namens nichts mit dem Studium zu tun hat. Da seine politischen Ansichten aber ähnlich alt sind, studierte er anschließend Politikwissenschaften. Seit kurzem hat er einen Abschluss als „Master of Arsch“.

19 KOMMENTARE

  1. Eigentlich werfe ich solche Sachen ja in den Müll. Aber dieses Mal musste ich es mir doch mal genauer anschauen – den Flyer der NPD Trier, der mir Anfang der Woche in meinen Briefkasten in Trier-Nord gesteckt wurde. „GIB DEINER STIMME GEWICHT!“ steht dort. Und darunter das Gesicht des durchtrainierten Vorzeigedeutschen Safet Babic. Was für ein Wortspiel, das sich die Damen und Herren da haben einfallen lassen. Ich musste ja schon ein wenig schmunzeln. Aber darin, sich selbst zu verarschen war die NPD ja schon immer gut. Auch die Pins, diese Dinger vom Kegeln, sind ganz lustig. Mit den Gesichtern von Jensen und Birk, die durch die Bowlingkugel Babic umgeworfen werden. Schon amüsant. So weit, so gut. Was ich dann allerdings gar nicht mehr lustig finde, ist die weitere Gestaltung der Pins. Dachte sich die NPD da, mal ihre wahre Gesinnung zu zeigen und zu sagen, dass sie auch öffentlich gegen alle anderen sind? Da sieht man die Regenbogenflagge auf jedem Pin. Für die, die es nicht wissen. Diese Fahne steht für Offenheit, Toleranz, Träume. Nicht nur in unseren Landen. Homosexuelle nutzen diese Fahne, auch die internationale Friedensbewegung bedient sich der Farben. Wenn die NPD auch noch die weitere Verwendung kennt, grenzt das an Volksverhetzung: Im russischen Osten nutzt diese Fahne eine jüdische Minderheit als ihre Kennung. Babic, der Vorzeige-Nazi mit serbischen Wurzeln, kegelt Toleranz, Offenheit und jüdische Minderheiten weg? Ich finde, die Frage nach der Verfassungskonformität ist beantwortet. Vielmehr stellt sich die Frage, warum den betreffenden Stellen diese offenen, rechtradikalen Anzeichen verborgen blieben. Liebe Damen und Herren der NPD, offensichtlicher kann man seine verfassungsfeindliche Gesinnung nicht zur Schau stellen. Ein weiterer Spatenstich zu ihrem eigenen Grab. Ich hoffe, dass die richtigen Stellen auch schon darüber Bescheid wissen und reagieren. Für eine Welt, oder wenigstens schon mal ein Deutschland ohne die NPD mit ihren falschen Ansichten.

  2. Auch wenn ich die Verwendung von Pogrom nicht so toll finde: mit das beste was ich seit Jahren im lokaljournalismus gelesen habe. Danke für diesen Lacher am morgen!!!!

  3. Ein journalistischer Meilenstein… Ob der Presserat diesen Unsinn auch so lustig findet? Ich dachte schon, die Springer-Blätter wären die Untergrenze des Niveaus. Aber man lernt nie aus!

    • Ich glaube darüber lacht der Presserat sich ins Fäustchen. Satire darf alles! Wenn es dafür schon eine Rüge gäbe, hätten Titanic und Postillon aber ein dickes Problem.

  4. @mohammed:dass sie das nicht verstehen ist ja an sich nicht schlimm, nur dass sie den Namen eines vermeintlichen Migranten benutzen ist schlimm!

  5. Ich bin auch Anti se Mieten!
    @EinvernünftigerDeutscher: Was ich an dem Flyer ebenfalls bemerkenswert finde: Beim Wort „Gewicht“ sind die letzten 5 Buchstaben etwas größer. Frage mich, ob der Flyerdrucker der NPD noch nen Kleinen mitgeben wollte?!

  6. Sehr gelungen diese Satire! Ich warte nur auf die Reaktion der NPD Trier, aber da ist man wohl etwas schwerfällig. Könnte an der Gewichtigkeit des Spitzenkandidaten liegen! Was mich jedoch ein wenig irritiert, sind die Reaktionen auf Facebook. Gut, ein paar kriechen aus dem braunen Sumpf nach oben und teilen mit uns ihre kruden Gedanken, aber was hat die Medienlandschaft denn mit uns gemacht, dass wir eine Satire nicht mehr als Solche erkennen können? Da schockiert mich ein wenig. Wenn ich teilweise die Reaktionen lese…Oh je! Und wer denkt, das Thema sei zu ernst um in einer Satire verarbeitet zu werden, dem sage ich klipp und klar: Das ist effektiver als bei einer 8 Mann-Demo dieser „aufgedunsenen Amöbe“ (NDR, extra3) die Bühnen zu bieten, die er samt seiner glatzköpfigen Riesenbabys sucht! Lieber dort ignorieren und keine Aufmerksamkeit schenken. Genau dieses Ziel verfolgt er doch mit seinen Provokationen. Aber hier lächerlich gemacht zu werden, glaubt mir, da kocht gerade jemand vor Wut!

    Der Baristokrat

  7. Lokalo hat ja scheinbar doch den_die ein oder andere_n guten Journalisten_in 😉

    Sehr guter Artikel, habe sehr gelacht 🙂

  8. Mich überkam beim lesen ein anziehendes Entsetzen, so wie bei Apfelshampoo. Herr B. patroullierte heute schon am Vormittag nicht unweit der LOKALO-Redaktion an der Bushalte-Station „Zum fröhlichen Biertrinker“, vermutlich auf Akquise-Tour – und praktisch nahe am Vietnamesen seinen Dienst am Volke ausübend.
    Es tut mir leid, ich konnte nicht lachen und empfinde einmal mehr das kalte Grausen, irgendwo diese drei Buchstaben zu lesen. Gerade am Tag vor einer Wahl.
    Und: Einmal hab ich doch gegrinst: Beim Beitrag von Bam!

  9. Oh Gott ist das furchtbar. Jetzt wird sich wieder jeder wissend auf die Schulter klopfen, stolz darauf, einen Artikel in der Kategorie „Satire“ als solche entlarvt zu haben, und sich drüber lustig machen, wenn es irgendjemand nicht rafft. Als ob der HUMOR in Großbuchstaben einem nicht sowieso ins Gesicht geknüppelt würde. Und worin besteht die Satire letzten Endes? Die NPD, das einfachste aller Feindbilder, wird wieder mal als rechts dargestellt, das hat sich ja noch niemand getraut.
    Politischer Humor ist endlich im Mainstream angekommen, aber ist inzwischen so zahnlos hinter seiner vermeintlich provokanten Fassade, dass er letztendlich nur die sowieso anerkannte Meinung in der einen oder anderen Form festigt und verteidigt. Oder hat irgendjemand irgendetwas aus diesem Artikel ziehen können, was ihn zum nachdenken angeregt hat?
    Und diese polemische NPD-Diffamierung ist soweit von der Suche der NPD nach einem Sündenbock in Form von Ausländern, Homosexuellen etc. eigentlich auch nicht mehr entfernt. Glückwunsch, wenn das eine Feindbild einfach durch ein anderes ausgetauscht wird. Das Problem rechtsextremer Strömungen werdet ihr auch mit der unreflektierten Beleidigung jedes Rechten als „Arschloch“ nicht lösen, sondern deren extreme Positionierung wahrscheinlich eher noch fördern – die Nazis stellen sich doch seit jeher als die Außenseiter dar, die die Meinung predigen die sich niemand mehr traut zu haben, eine solche Ablehnung wird sie in diesem Glauben nur noch bestärken.

    • Getroffene Hunde bellen, kann ich nur dazu sagen. Dein pseudointellektueller Kommentar ist brauner als viele Sprüche der NPD gestern.

      Apropos: http://npd-trier.de/
      Er spricht auch von Diffamierung. Hat dein Chefchen dich angestiftet hier was zu schreiben, oder bist du es gar selbst?

      • Ich fühle mich höchstens insofern getroffen, als dass der Artikel meinen Pseudo-Intellekt beleidigt.
        Dieser Artikel ist Humor um seiner Selbst willen, ohne dass irgendeine wirkliche kritische Auseinandersetzung mit der NPD oder Babic erreicht würde, und insofern hat er, finde ich, sein satirisches Potential nicht im geringsten genutzt. Dass nationalistische und nationalsozialistische Tendenzen immer noch so verbreitet in Deutschland sind, ist ein ernst zu nehmendes Problem, welches aber durch solche Berichterstattung kaum produktiv verarbeitet wird, im Gegenteil – Babic wird zur Witzfigur verklärt, ohne beispielsweise einmal zu hinterfragen, wie es kommen kann, dass selbst heutzutage noch Leute wie er der rechten Gesinnung anheimfallen. Und ein Problem verschwindet nicht, nur dadurch, dass es lächerlich gemacht wird.
        Gerade vor der Wahl könnten die Organe der öffentlichen Meinung sich hintergründiger mit solchen Themen auseinandersetzen, um produktiv zur Meinungsbildung des einzelnen Lesers beizutragen. Und Entschuldigung, wenn sie das hier nun wieder für vermeintlich rechts halten, aber von einer tatsächlichen Auseinandersetzung mit einer Partei kann man nicht sprechen, wenn, wie ich in meinem letzten Kommentar bereits schrieb, einfach zugewiesene Rollen verfestigt werden. Indem man „seine“ Partei beleidigt und damit ihre selbst gewählte Außenseiterrolle verstärkt, wird man kein Mitglied der NPD dazu bringen, seine Position zu überdenken, mit einer gut recherchierten und dialektischen Diskussion vielleicht schon.
        Sie meinen im Ernst, mir eine „braune Gesinnung“ unterstellen zu können, weil ich mich nicht am kollektiven NPD-bashing beteiligen will? Vielleicht habe ich es falsch ausgedrückt, aber was ich, vor allem im letzten Absatz meines vorigen Kommentars, zum Ausdruck bringen wollte, war, wie sehr mir diese einseitige Darstellung von Nazis auf den Sack geht. Jeder Arsch schreit heutzutage „Nazis raus“ wenn er gerade in einer passenden Situation ist, aber die intellektuelle Motivation dahinter gleicht beinahe der des Nazis, der „Ausländer raus“ schreit. Nationalsozialismus ist, das liegt schon in seiner menschenverachtenden Struktur begründet, ein einfaches Feindbild, sozusagen einer der kleinsten gemeinsamen Nenner der öffentlichen Meinung. Darauf, das Hitler falsch lag und seine heutigen Apologeten es immer noch tun, kann man sich einigen. Zu Recht, das bestreite ich gar nicht. Nationalsozialismus ist scheiße, Hitler war scheiße, Fremden- und Homosexuellenfeindlichkeit sind es auch. Dennoch, und das ist, was mich immer wieder nervt, verkommt das „gegen rechts sein“ zu einer Phrase, zu etwas, was man tut, weil man sich sicher sein kann, dass es der größte Teil des Umfeldes gut finden wird. Aber es hat nichts mehr mit individueller Reflexion zu diesem Thema zu tun, mit einer tatsächlichen Auseinandersetzung. Es ist im Endeffekt Kritik, die jedem bewusst ist, aber die nichts bringt. Solche hohlen Phrasen bringen nicht weiter, sondern vergrößern nur die Kluft zwischen beiden Seiten. Außerdem vernachlässigt man mit solchen Allgemeinplätzen, das Individuen hinter dieser Gesinnung stehen, die vielleicht aufgrund mangelnder Bildung und fehlgeleiteter Erziehung eine rechte Meinung aus ihrem Umfeld aufgenommen haben und nicht in der Lage sind, sich selbst kritisch damit auseinanderzusetzen. Man typisiert, und vergisst den Einzelnen hinter der Kategorie, genauso wie ein Nazi den einzelnen „Ausländer“ hinter seinem Feindbild nicht wahrnimmt, bzw. ihn nur durch dieses Feindbild wahrnimmt.
        Kategorien und Strukturen, auf die man im Alltagsgespräch zurückgreifen kann, machen einem das alltägliche Überleben leichter, weil man nicht mehr über alles, was man so sieht, nachdenken muss, sondern dafür schon seine Einordnung parat hat, aber man sollte sich immer der Gefahr bewusst sein, dass eine Kategorie etwas von Außen aufgezwungenes ist, und man damit höchstwahrscheinlich das individuelle einer Situation oder eines Menschen übersieht.

        PS: Verzeihung dass ich das gleiche Wort benutzt, wie irgendwo auf der NPD-Homepage. Es kam mir grad passend vor. Ich hätte auch runtermachen oder bashen schreiben können, aber ich wollte möglichst hochgestochen klingen. Verheerend, wenn das mich jetzt noch näher an die Nazis rückt.

  10. Der Artikel funktioniert doch: Ohne ihn hättest du diesen tollen Leserbrief nie geschrieben. Andere Portale setzen sich gar nicht mit der braunen Brut auseinander.

  11. Lesenswerte Meinung, „a“.

    Das Problem der NPD ist m.E. die NPD selbst, sprich die in meinen Augen verlorenen und perspektivlosen „Unterstützer“.
    Ich habe mir in den letzten Tagen verschiedene Videos bei youtube angesehen. Demonstrationen, Vorträge, Gesprächsrunden, Landtagssitzungen – überall gewinne ich den Eindruck, dass die jeweiligen Redner selbst lächerlich sind und sich im Prinzip immer nur gegen das allgemeine „Bashing“ gegen sich selbst zur Wehr setzen.

    Damit stärken sie die Kritik ihrer Gegner und verdeutlichen die fehlenden Inhalte der eigenen Partei. Es ist also in meinen Augen der Auftrag der verantwortungsvollen Öffentlichkeit, Medien wie Bürger, diese Partei so lächerlich darzustellen, wie sie ist.

    Jeder, der so manche Ansichten der NPD vertritt, was in einem freien Land möglich sein muss, sollte jedoch wissen, dass diese Partei das was sie fordert, gar nicht umsetzen kann. Selbst wenn sie dürfte/könnte.

    Völlig wertfrei kann ich ein paar Ansätze, sprich Sorgen und Ängste der Bevölkerung und somit der NPD sogar verstehen, allerdings sind die Personen die diese vertreten in meinen Augen ein so großes Übel, dass sie nicht wählbar sind. Ihr optisches und rhetorisches Auftreten sind so Vertrauensunwürdig, dass ich ihnen keinerlei Kompetenz abgewinnen kann. Die Vermischung der Popkultur „Skinhead“ mit politischer Expertise kann nicht funktionieren.

    Es gibt ein Video vom Sächsischen Landtag, in dem die komplette NPD-Fraktion, in meinen Augen völlig zu Recht, ihrer Kleidung wegen von der Sitzung ausgeschlossen wurde. Das sagt im Prinzip schon alles und wird dann noch mit „Fackelzügen“ bei Demonstrationen unterstrichen.

    Bier saufende und Zigarettenkippen schnippende „Typen“ sind doch keine Politiker – das ist in meinen Augen asoziales Verhalten, gepaart mit Kleidung, die Angst erzeugen soll ergibt das in meiner Vorstellung ein so lächeriches Bild von Deutschland in Europa und der Welt, dass alles den Bach runter gehen würde.

    Man sollte sich einmal Fragen, wann die Idee der NPD eigentlich als gescheitert gilt:
    10 (zehn!) Personen haben an der gestrigen Demonstration der NPD teilgenommen.
    Zehn! Nicht Elf, nicht Zwölf, sondern 10. Was ist das denn, abgesehen von lächerlich?

    Innerhalb von 10 (zehn!) Minuten finde ich mehr als 10 (zehn!) Personen für eine spontane Gartenparty, oder gründe die Interessengemeinschaft „Pustekuchen“.

  12. @Hannah Die „braune Brut“ zu ignorieren ist m.E. falsch.

    Man sollte jeden Tag deutlich machen, wie lächerlich diese Damen und Herren sind.

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