BUND kritisiert Stadt

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Bildquelle: bund.net

TRIER. Die Kreisgruppe Trier-Saarburg des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) fordert vom neu zu wählenden Stadtrat eine grundlegende Revision des Flächennutzungsplans 2025 der Stadt Trier. Der bisher von der Verwaltung vorgelegte, aber noch nicht endgültig beschlossene Entwurf sieht massive Ausdehnungen der Siedlungsflächen vor, die einen enormen Flächenverbrauch zur Folge haben und deshalb aus ökologischer Sicht abzulehnen ist.

Allein über 68 ha freie Landschaft sollen zusätzlichem Wohnungsbau zum Opfer fallen. Der BUND wirft der Stadt vor, von einem überzogenen Bevölkerungswachstum Triers auszugehen, und mit der Bevorzugung von Ein- und Zweifamilienhäusern am ständig steigenden Bedarf an bezahlbaren Mietwohnungen für Singlehaushalte und Studierenden vorbei zu planen.

Dabei werden mit den projektierten Neubaugebieten ökologisch sensible Gebiete berührt. Die Fläche am Brubacherhof muss wegen ihrer Nähe zum NSG Mattheiser Wald und wegen ihrer Lage in einem Kaltluftentstehungsgebiet von jeglicher Bebauung freigehalten werden. Die vorgesehenen Baugebiete in Zewen und am Zentenbüsch würden ebenfalls in wertvolle Biotope eingreifen. Zu bedenken ist außerdem, dass mit jeder Außenerschließung die jetzt schon bestehenden Verkehrsprobleme zusätzlich noch vergrößert werden. Es gilt nach Ansicht des BUND stattdessen vorrangig die Wohnungsleerstände zu erfassen und die Potentiale von Lückenschlüssen in der bestehenden Bebauung zu nutzen.

Der BUND lehnt auch die sachlich unbegründete großflächige Ausweisung eines Gewerbegebietes am Kockelsberg ab. Dieser Landschaftsverlust am Rande des Stadtwaldes ist verzichtbar, wenn mehr auf die regionale Zusammenarbeit mit den Gemeinden im Kreisgebiet gesetzt werden würde.
Generell gilt zu kritisieren, dass eine Planung, die sich mit dem Klimawandel und dessen Folgen für Trier, das aufgrund seiner Kessellage besonders sensibel reagiert, fehlt.

Das Projekt der Bahn-Westtrasse und somit eine Förderung des ÖPNV ist nach Meinung des BUND zu begrüßen, jedoch gibt es insgesamt zu wenig Anstöße im Flächennutzungsplan 2025 den Autoverkehr zu begrenzen und stattdessen künftig ÖPNV, Radfahrer und Fußgänger zu begünstigen.

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