„TUFA.topolis“ soll bleiben

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Simone Kaes-Torchiani

Bildquelle: Eric Thielen

TRIER. Die Stadtratsfraktion der Grünen erteilt den Plänen von Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani, auf dem Gelände der Tuchfabrik intensive Bebauung zuzulassen, eine entschiedene Absage. Auf dem rückwärtigen Eckgrundstück zwischen Gervasius- und Wechselstraße soll nach Willen der Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani ein Wohn- und Geschäftshauses entstehen. Das Gelände nutzt bisher die TUFA für das Projekt „TUFA.topolis Kunst.Bau.Stelle“.


Christiane Wendler, jugendpolitische Sprecherin, sagt dazu: „Es ist toll, was hier entstanden ist. Kreatives Potenzial von Kindern und Jugendlichen wird geweckt und zeigt erstaunliche Ergebnisse. Hier können Kinder planen, bauen, basteln und hämmern. Es passiert genau das, was in der Theorie immer wieder gefordert wird: vorbildliche, ganzheitliche Bildung.“

Das Gelände bietet nach Auffassung der Grünen aber noch mehr. Sie sind der Meinung, dass die Integration in künstlerische Projekte wie „Stadt in Aufruhr“ im letzten Sommer deutlich gezeigt hat, dass dieser Ort für alle Altersstufen ein reizvoller Kreativraum und Anreiz für außergewöhnliche Aktionen ist. Die Entstehung eines Gartens im Rahmen des „public gardening“ ergänzt ihrer Ansicht nach außerdem die Entwicklungsmöglichkeit des Geländes.

Christiane Wendler sagt weiter: „Eine Stadt lebt davon, dass Formen herkömmlicher Urbanität hinterfragt werden. Stadt ist nicht nur eine Ansammlung von Häusern, Straßen und Beton. Hier in der Innenstadt bildet diese Fläche einen reizvollen Kontrast zu den üblichen durchgeplanten Spielplätzen und normierten Stadträumen.“ Immer wieder, so die Sprecherin, sei zu beobachten, dass Menschen aller Altergruppen  durch den Zaun in die „Abenteuerwelt von TUFA.topolis“ schauen würden. Sie selbst spricht von „einer Stadt im ständigen Wandel“.

Der Bau der geplanten 20 Wohnungen wird nach Auffassung der Fraktion nicht den Mangel in der Stadt an preisgünstigem Wohnraum lösen. Nachverdichtung sei sinnvoll, jedoch bedürfe es in Fällen wie hier der sorgfältigen Abwägung. Die bisher vorgelegten Pläne dieses Bauvorhabens würden darüber hinaus weder städtebaulichen noch architektonischen Anforderungen gerecht.

Anja Reinermann-Matatko, Mitglied des Bauausschusses, ergänzt: „Die Dezernentin hat im Alleingang versucht, Fakten zu schaffen. Die endgültige Überlassung der Fläche an einen Investor wurde nie in den Fachausschüssen beschlossen.“

Der von der Baudezernentin angeführte Flächentausch eines von der Stadt benötigten Grundstückes in Trier-West sei nach Auffassung der Grünen durchaus mit den Mitteln des Baugesetzbuches zu erreichen.

„Eine Wohnbebauung birgt die Gefahr massiver Einschränkungen des Kulturbetriebs der TUFA durch Anwohnerbeschwerden über Lärmbelästigungen. Auch räumliche Entwicklungsoptionen der TUFA sollten unbedingt langfristig möglich bleiben“, so Reinermann-Matatko abschließend.

6 KOMMENTARE

  1. Ich muss den Grünen hier recht geben.
    Aber: Was interessiert es die Eiche, wenn sich eine Sau daran reibt. Oder das Lebensmotto der Baudezernentin: Bitte verwirren sie mich nicht mit Tatsachen, meine Meinung steht fest.
    Was macht diese Frau nur mit meiner schönen Stadt? Ich zähle die tage bis zur nächsten Dezernentenwahl.

  2. Jedesmal wenn ich nur den Namen in irgendeiner Überschrift lese graut es mir schon. Ich weiß in was für einer schönen rosa Welt diese Frau lebt, aber es ist definitiv nicht die reale Welt. Triers alte Gemäuer werden eine lange Party feiern wenn dieser Kelch endlich weiter gereicht wird bei der nächsten Wahl.

  3. Wenn nach mir ginge, kann der neue Stadtrat gleich als erste Handlung die Dame in Freistellung schicken. Von mir aus mit 150 % ihrer Bezüge. Das wäre die günstigste Lösung für Trier.
    Ich erkläre mich sogar bereit, hierfür meinen Bausparvertrag zu opfern und mit der Sammelbüchse durch die Stadt zu laufen.

  4. @ Matthias Fischer:Das wär mit Sicherheit günstiger als die verbrannte Erde die sie bis dahin hinterlässt .

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