20 Jahre Aufstand der Würde

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Bildquelle: AG Frieden

TRIER. „YA BASTA! Es reicht! 20 Jahre Aufstand der Würde oder eine andere Welt ist möglich!“ – so lautet der Titel des ersten Vortrags der Veranstal­tungsreihe von „Arbeitsgemeinschaft Frieden“ und der „Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz“. Am kommenden Mittwoch, 21. Mai, um 20 Uhr referiert dazu Luz Kerkeling (Journalist/“Zwischenzeit e.V.“) im Friedens- und Um­weltzentrum „Welt­laden“ in der Pfützenstraße 1 in Trier. Sein Vortrag schlägt einen Bo­gen von den Anfängen des Aufstands 1994 in Chiapas (zum Inkrafttreten des Freihandelsabkommens NAFTA) über die vielfältigen Kämpfe ge­gen neoliberale Politik und für Würde weltweit bis zu aktuellen Entwicklungen in Mexiko und Möglichkeiten des Engagements als Menschenrechtsbeobachter in Chiapas und hier vor Ort.

Der Referent ist Journalist und Mitarbeiter von „Zwischenzeit e.V.“ und bereist regelmäßig das Land. Er wird in seinem Vortrag berichten, was die zapatistische Bewegung seit ihrem Aufstand 1994 erreicht hat und wie der Kampf gegen Neoli­beralismus und um Autonomie angesichts von staatlichen Repressionen und dem Krieg niederer Intensität aussieht. Am 2. Mai hatten Paramilitärs einen Zapatisten in Mexiko getötet und 15 Personen verletzt.

„Ya Basta – es reicht!“ hieß es 1994, „eine andere Welt ist möglich!“ Die Zapatistas haben sich am 1. Januar 1994 gegen Ausbeutung, Gewalt, Unterdrückung, Patriarchat und Rassismus erhoben. Sie haben die Großgrundbesitzer, für die sie unter unwürdigen Be­dingungen arbeiten mussten, vertrieben und sich das Land, welches sie beziehungsweise ihre Vor­fahren seit Jahrhunderten bewirtschaftet haben, zurückgenommen. Auf diesen Lände­reien bauen sie seitdem selbstverwaltete Strukturen auf.

Weitere Termine der Reihe sind der Film: „Wenn das Land zur Ware wird“ am Mittwoch, 4. Juni, um 20 Uhr und der Vortrag „Solidarischer Kaffeehandel mit zapatistischen Kaffee­kooperativen“ am Donnerstag, 12. Juni, ebenfalls um 20 Uhr. Beide Ereignisse sind jeweils im „Frieden-& Umweltzentrum“ Trier zu erleben.

Informationen zum Aufstand der Würde und der Veranstaltungsreihe: www.AGF-Trier.de

 

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