4. ADAC-Eifel-Rallye-Festival 2014 in und um Daun

0
Rallye-Fahrzeug in einer Staubwolke
Der Audi Quattro mit Walter Röhrl und Christian Geistdörfer auf der Strecke.

Bildquelle: Helmut Gassen/Archivfoto

DAUN. Die ADAC-Eifel-Rallye-Festival, das in diesem Jahr vom 24. – 26. Juli 2014 in und um Daun über die Bühne veranstaltet wird, kann sich vor Anmeldungen nicht retten. Rund 200 Bewerbungen gibt es schon für 150 Startplätze, jetzt muss aussortiert werden.

Von Helmut Gassen

Auch dieses Mal werden mit Walter Röhrl, Stig Blomqvist und Björn Waldegård wieder drei ehemalige Rallye-Weltmeister mit von der Partie sein, wenn die historischen Fahrzeuge durch die Vulkaneifel rasen. Aber auch der deutsche Rekord-Meister Matthias Kahle tritt mit einem 130 PS starken Škoda 130RS in der Eifel an. Da, wo er im Jahr 2010 den Grundstock zum siebten nationalen Titel legte, als die Eifel-Rallye – nicht zu verwechseln mit dem Rallye-Festival – letztmals als Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) ausgetragen wurde.

„Bei über 200 Bewerbungen für die 150 Startplätze müssen wir erst einmal sortieren. Um unserem Ziel, einer größtmöglichen Vielfalt nahe zu kommen, haben wir von jeder Marke, jedem Typ und den verschiedenen Lackierungen erst einmal nur jeweils ein Fahrzeug zugelassen. Aber damit kommen wir schon auf 120 Teilnehmer. Da wird die Wahl zur Qual und manch einer wird erst einmal auf der Warteliste landen“, erklärt Reinhard Klein, Mitorganisator der Eifel-Rallye. Doch er sieht darin auch einen positiven Nebeneffekt: „Die Qualität und die Originalität der Fahrzeuge ist dadurch nochmals gestiegen, wir kommen unserem Ziel, die originale Geschichte dieses fantastischen Sports zu demonstrieren, ein weiteres Stück näher.“

Ein besonderes Highlight für die Fans konnte zusammen mit der „Autostadt Wolfsburg“ realisiert werden. Die Zeitreise der historischen Rallyefahrzeuge wird um zwei Käfer des VW Salzburg-Teams ergänzt. Die gut funktionierende Sportabteilung, die erfolgreich zahlreiche Rallyeeinsätze bestritten hatte, wurde 1973 infolge der Energiekrise quasi über Nacht aufgelöst. Beim Welcome-Abend der Autostadt für alle Teilnehmer, Gäste und Freunde des Eifel-Rallye-Festivals am Donnerstag werden einige Programmpunkte dem Thema Rallye-Käfer gewidmet. Kultfilmer Helmut Deimel betreibt die „Käferkunde“ auf seine ganz spezielle Art. Filmische „Gustostückerl“ aus der Rallye-Karriere des Käfers werden die Herzen der Fans schneller schlagen lassen, aber auch die Lachmuskeln strapazieren. „Noch sind nicht alle Details geklärt, aber schon jetzt wissen wir, dass diese ‚Käfer-Geschichten‘ eine tolle Ergänzung unseres Festivals sein werden“, erklärt Mitorganisator Christian Geistdörfer.

Für Geistdörfer und seinen langjährigen Piloten Walter Röhrl gibt es in im Juli ein besonderes Wiedersehen. Genau 30 Jahre, nachdem Audi 1984 in der WM den Markentitel und zudem mit Stig Blomqvist den Fahrertitel gewann, werden auch originale Einsatzfahrzeuge aus den Beständen von „Audi Tradition“ in der Eifel präsentiert. Blomqvist feiert ein Wiedersehen mit seinem damaligen Weltmeister-Wagen. Er pilotiert jenen Audi Quattro A2, mit dem er in seinem Weltmeisterjahr in Monte Carlo hinter Röhrl Zweiter wurde und dann bei seinem Heimspiel in Schweden gewann. Der zweifache Deutsche Rallye-Meister Harald Demuth wird jenen Audi Sport Quattro steuern, mit dem die Doppel-Weltmeister Röhrl/Geistdörfer 1985 bei der Rallye Monte-Carlo starteten.

Für Björn Waldegård, den Weltmeister von 1979, öffnet Mercedes erneut seine Museums-Tore. Das Einsatzfahrzeug ist noch nicht bestimmt, es wird aber wieder eine der Raritäten aus der Rallye-Geschichte der Stuttgarter sein. Der Schwede ist seit Jahren Dauergast in der Eifel und hat riesigen Spaß daran, Fahrzeuge aus seiner langen Laufbahn zu bewegen. „Das ist wie bei einem guten Schlagzeuger oder Radfahrer – nur eben, dass Autos mein Sport sind. Man hat einfach das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Bei hohen Geschwindigkeiten, auf verschiedenen Strecken, auf schwierigen Strecken wie hier in der Eifel. Das gibt mir den Kick. Ich bin jetzt 70 Jahre alt und mag es immer noch sehr gern.“ (hega)

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.