Felssicherung in Saarburg

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SAARBURG. Die im März gestarteten Fels-Sicherungsarbeiten im Hang unterhalb der Burganlage in Saarburg werden in dieser Woche erfolgreich abgeschlossen. Somit kann mit Beginn der kommenden Woche der zweite und letzte Bauabschnitt in Angriff genommen werden. Er beinhaltet das Anbringen eines rund 3,50 Meter hohen Steinschlag-Fangzauns aus Stahlgeflecht unmittelbar unterhalb der Felsen im Burghang. Montiert wird der Zaun auf einer Länge von 130 Metern, dem provisorisch angelegten Arbeitsweg für Bau- und Weinbergsfahrzeuge folgend.

Er beginnt am Fußweg, der von der evangelischen Kirche zur Altstadt führt und wird auf einem kurzen Stück von 15 Metern, wo keine Felsen stehen, unterbrochen. Der Zaun soll sicherstellen, dass auch nach den abgeschlossenen Felssicherungsarbeiten eventuell abgehende Gesteinsbrocken nicht auf die im Staden stehenden Häuser beziehungsweise in die Vorgärten fallen. Ende Juni sollen alle Arbeiten an dieser Stelle beendet sein.

Die Felssicherungsarbeiten waren notwendig geworden, nachdem die Stadt in der Vergangenheit immer wieder kurzfristig Fachleute zu Ausbesserungsarbeiten in den Burghang hat schicken müssen. Mit dem Ziel, ein Gesamtkonzept für den Burghang zu erstellen, hatte die Stadt 2013 beim Geologischen Landesamt ein Gutachten in Auftrag gegeben. Auf Basis dieser Ergebnisse und Empfehlungen hatten zwei Fachbüros aus Saarburg und Serrig die vorgenommenen Schritte im Burghang geplant und koordiniert.

So haben durch Seile gesicherte Höhenarbeiter einer saarländischen Spezialfirma in den zurückliegenden Wochen brüchiges und absturzgefährdetes Gesteinsmaterial abgeklopft und zusammen mit losen Felsnasen abgetragen. An einigen Stellen haben sie die Felsen mit Nägeln verankert und durch Betonplomben gesichert. Teilweise wurden die Felsen zusätzlich mit Draht-Schutznetzen ummantelt.

In Anbetracht der Dringlichkeit hatte die Stadt als Träger dieses Projekts beim Land Rheinland-Pfalz vorzeitigen Baubeginn beantragt, der Anfang März genehmigt wurde. Parallel dazu wird beim Land ein Antrag auf Zuschüsse aus Fördermitteln des Investitionsstocks gestellt. Auf rund 220.000 Euro schätzt die Stadt die Kosten für beide Bauabschnitte. (red)

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